Gewinnfreibetrag: Mit diesen Wertpapieren senken Sie Ihre Steuer

Selbstständige können mit dem Gewinnfreibetrag ihre Steuerlast um bis zu 45.950 Euro im Jahr senken, indem sie einen Teil ihres Gewinnes in Wertpapiere nach EStG investieren. Doch nur bestimmte kommen dafür infrage. Trend.at hat zahlreiche Produkte herausgesucht, erklärt worin diese investieren und welche Rendite dabei in den vergangenen Jahren herausgeschaut hat.

Gewinnfreibetrag: Mit diesen Wertpapieren senken Sie Ihre Steuer

Wer clever in Fonds, Wohnbauanleihen und speziellen Einzelanleihen investiert, kann seit 2022 bis zu 45.950 Euro pro Jahr an Steuer sparen, mehr als das doppelt so viel wie vor der Steuerreform.

ARTIKEL-INHALT

Was ist ein Gewinnfreibetrag?

Gewerbetreibende, Land- und Forstwirte (ohne Pauschalierung) und freie Selbstständige steht laut Einkommenssteuergesetz (EStG) § 10 ein Gewinnfreibetrag zu, quasi das äquivalent für das 13. und 14. Monatsgehalt von Angestellten und Arbeitern. Grundvoraussetzung ist natürlich, dass im jeweiligen Jahr Gewinne erzielt werden. Für Gewinne bis 30.000 Euro stehen Selbstständigen ein Grundfreibetrag vom Gewinn bis zu 4.500 Euro, der nicht versteuert wird, zu. Dafür ist es auch nicht erforderlich, Investitionen zu tätigen.

Bei Gewinnen über 30.000 Euro sind für diesen Teil des Gewinnfreibetrages Investitionen erforderlich und durch Investitionen in begünstigte Wirtschaftsgüter gedeckt werden.

Wie hoch ist der Gewinnfreibetrags seit der Erhöhung ab 2022

Selbstständige bekommen ab 2022 vom Staat etwas mehr Brot aufs Butter wie sonst. Denn durch die Steuerreform der damals noch türkis-grünen Regierung hat für diese Einkommenssteuerpflichtigen den
2022 wird dieser Betrag aufgestockt. Der Gewinnfreibetrag, den natürliche Personen mit betrieblichen Einkunftsarten in Anspruch nehmen können, wurde von 13 auf 15 Prozent erhöht.

Nach Berechnung der Regierung senkt das die Steuerlast dieser Unternehmen um geschätzte 150 Millionen Euro. Trotz dieser Möglichkeit, dem Staat so etwas von den Steuern wieder abzuzwacken, lassen viele diese Chance ungenutzt verstreichen, statt mit diesem Geld staatlich geförderten Vermögensaufbau zu betreiben.


Was sind begünstigte Wirtschaftsgüter, um damit den Freibetrag nach EStG gelten zu machen und welche nicht?

Begünstigte Wirtschaftsgüter für den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag sind

  • 1. körperliche, abnutzbare Anlagegüter mit einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von mindestens vier Jahren. Die Wirtschaftsgüter müssen einem inländischen Betrieb oder einer inländischen Betriebsstätte zuzurechnen sein.
  • 2. Wertpapiere, im Sinne des § 14 Abs 7 Einkommensteuergesetz (EStG), wenn sie ab der Anschaffung mindestens vier Jahre dem Betrieb gewidmet werden und in einem Verzeichnis geführt werden.

Scheiden Wirtschaftsgüter, die für den Freibetrag in Anspruch genommen worden sind, vor Ablauf einer Behaltefrist von vier Jahren (Fristenberechnung von Tag zu Tag) aus dem Betriebsvermögen aus, ist der Freibetrag nach zu versteuern.

Nicht begünstigt sind unter anderem Wirtschaftsgüter wie

  • Pkw und Kombi, ausgenommen Fahrzeuge für die Fahrschule und Taxis
  • Gebrauchte Wirtschaftsgüter
  • Sofort abgesetzte geringwertige Wirtschaftsgüter


Wie hoch ist der Gewinnfreibeträge, gestaffelt nach Höhe des Jahresgewinns

Der Gewinnfreibetrag steht mit steigenden Gewinnen staffelweise reduziert zu und beträgt ab dem Jahr 2022 für:

  • Gewinne bis zu 30.000 Euro: 15 Prozent
  • die nächsten 145.000 Euro: 13 Prozent
  • die nächsten 175.000 Euro: 7 Prozent
  • die nächsten 230.000 Euro: 4,5 Prozent
  • Für Gewinne über 580.000 Euro steht kein Gewinnfreibetrag mehr zu.
  • Der maximale Gewinnfreibetrag beträgt nach dieser Staffelung 45.950 Euro.

Wie wird der Gewinnfreibetrag geltend gemacht?

Wie Selbstständige zu ihrem Gewinnfreibetrag kommen, hängt davon ab, wie viel Gewinn am Ende des Jahres voraussichtlich übrig bleibt. Wer nicht mehr als 30.000 Euro Gewinn pro Jahr erzielt, für den zieht die Finanz automatisch einen Grundfreibetrag ab, sonst muss man diesen bei der Steuererklärung angeben. Wie die Investitionen über der 30.000-Euro-Gewinnschwelle getätigt werden, ist frei wählbar.


Gewinnfreibetrags-Rechner

Wer noch nicht recht abschätzen kann, ob er über die Gewinnfreibetrags-Schwelle kommt und wenn ja in welcher Höhe kann das unter anderem mit einem eigenen Gewinnfreibetragsrechner von ARTS Asset Management tun.

Diese Richtlinien gelten für Investments nach dem EStG?

Wer nicht oder nicht genug in begünstigtes Anlagevermögen investiert, der kann auch in begünstigte Wertpapiere investieren. Hierfür kommen alle Wertpapiere in Betracht, die laut Paragraph-14 des Einkommenssteuergesetzes (EStG) auch für die Deckung von Personalrückstellungen verwendet werden dürfen.Diese Anlageprodukte müssen laut Gesetz besonders konservative Veranlagungskriterien erfüllen und den Siegel §-14 tragen, sonst streicht die Finanz das Investment gnadenlos wieder heraus, selbst wenn es sich um noch so solide veranlagtes Geld handelt.

Lassen Sie sich auch nicht von Bankberatern täuschen, die behaupten, dieses wäre §-14 konform. Wenn es nicht als solches gekennzeichnet ist, ist es das auch nicht. Sonst wird das Investment bei einer Prüfung herausgestrichen und die Steuerbegünstigung muss zurückgezahlt werden. In diese Kategorie fallen auch Wohnbauanleihen, bestimmte Einzelanleihen und spezielle Anleihenfonds, Mischfonds aus Aktien und Anleihen und Immobilienfonds.


Wertpapiere gemäß EStG sind

  • Wohnbauanleihen
  • Einzelne Anleihen, die die Veranlagungsrichtlinien erfüllen
  • Geldmarktfonds.
  • Gemischte Anleihenfonds.
  • Mischfonds (konservativ, überwiegend Anleihen)
  • Mischfonds (höherer bzw. flexibler Anleihenanteil)
  • Offene Immobilienfonds (reale Immobilien)

Schwierige Suche nach Wertpapiere für den Gewinnfreibetrag

Die Suche nach Wertpapieren, die den Anforderungen des §-14 nach dem Einkommenssteuergesetz (EStG) entsprechen, ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Denn bis auf wenige Ausnahmen haben Anbieter solcher Produkte diese nicht übersichtlich auf ihren Internetseiten oder Foldern aufgelistet. Selbst Gesellschaften, die mehrere Paragraf-14-Fonds anbieten, haben diese oft nicht auf einen Blick auf deren Homepage übersichtlich zusammengefasst.

trend.at hat sich deshalb auf die Suche gemacht und präsentiert eine Auswahl dieser Fonds, die helfen, den Jahresgewinn vor dem Fiskus zu reduzieren. Insgesamt sind es in Österreich aktuell 234 solcher §-14-Fonds. Wichtig bei Fonds ist es nicht nur auf die Rendite und Chancen/Risiko-Verhältnis zu achten, sondern auch auf die laufenden Kosten. Lesen Sie, welche Investmentschwerpunkte diese Produkte setzen und wie diese in den vergangenen Jahren abgeschnitten haben.


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Wer als Selbstständige einen Teil seines Gewinnes an der Börse investiert, kann damit Steuern sparen.

Beispiele für die Berechnung des Gewinnfreibetrags

Firmengewinn: 65.000 Euro, Gewinnfreibetrag: 8.450 Euro

Der Gewinn beträgt 65.000 Euro. Der Gewinnfreibetrag setzt sich aus dem Grundfreibetrag (13 % von 30.000 Euro) und dem investitionsbedingten Gewinnfreibetrag (13 % von 35.000 Euro) zusammen. Der Grundfreibetrag von 3.900 Euro steht automatisch zu – für diesen Betrag ist keine Investition notwendig. Eine Investition von 4.550 Euro kann getätigt werden. In Summe beträgt der Gewinnfreibetrag in diesem Beispiel 8.450 Euro.


Firmengewinn: 120.000 Euro, Gewinnfreibetrag: 15.500 Euro

Der Gewinn beträgt 120.000 Euro. Auch hier steht der Grundfreibetrag von 3.900 Euro ohne Investitionserfordernis zu. Der investitionsbedingte Freibetrag beträgt 11.700 Euro (13 % von 90.000 Euro). In Summe beträgt der Gewinnfreibetrag in diesem Beispiel 15.600 Euro (= 13% von 120.000 Euro).


Gewinnfreibetrag: Die renditestärksten Fonds im vergangenen Jahr

REAL Invest Europe: 12,5 Prozent trotz Aktiencrash

Der Immobilienfonds Real Invest Europa lässt die Konkurrenz mit 12,5 Prozent Plus in den vergangenen zwölf Monaten weit hinter sich. Der Fonds investiert überwiegend direkt in Immobilien, davon ist das größte Objekt mit einem Anteil von 66 Prozent in Zagreb, eine befindet sich in Pula. Die Übrigen stehen in Wien.

3 Banken Sachwerte-Aktienstrategie: Konsumgüter und Pharma bringen es

Der 3 Banken Sachwerte-Aktienfonds konzentriert sich auf Aktien substanzstarker Unternehmen aus den Bereichen Konsumgüter und Pharma oder auf Unternehmen aus den Branchen Rohstoffe, Immobilien bzw. vergleichbare Branchen. Die Strategie betrachte dem Fonds in den letzten 12 Monaten einen Wertzuwachs von 11,1 Prozent. Die USA sind mit 40 Prozent im Portfolio am stärksten gewichtet, an zweiter Stelle notieren Aktien aus Kanada mit 17 Prozent, Frankreich mit 12 Prozent und Deutschland mit knapp sechs Prozent.

3 Banken Dividenden-Aktienstrategie: Viel USA im Depot

Der 3 Banken Dividenden-Aktienstrategie ist Anfang August 2022 auf Einjahressicht mit + 7,6 Prozent die Nummer 3 bei den 14§-Fonds, wenn es um die beste Performance geht. Der global investierte, aktiv gemanagte Aktienfonds nimmt nur dividendenstarke Titel mit gut prognostizierbarem Cashflow und nachvollziehbarem Geschäftsmodell ins Portfolio. US-Aktien haben mit 44 Prozent die höchste Gewichtung, Großbritannien und Deutschland nehmen je knapp ein Viertel ein. Ähnlich wie beim Sachwerte-Fonds der 3 Banken zählen Aktien der Pharmakonzerne Johnson + Johnson, Merck und Abbvie zu den Top-Holdings.

Corum Origin: Milliardenschwerer französischer §14-Immofonds mit Top-Mietern

Seit dem Vorjahr neu in Österreich ist der französische Immobilienfonds Corum Origin, der auch § 14-fähig ist. Der 2,5 Milliarden-Euro schwere Fonds hat seit seiner Auflage im Jahr 2012 laut Angaben der Gesellschaft eine jährliche Rendite von rund sechs Prozent erzielt. Die Dividende wird monatlich an alle Investoren ausgeschüttet. Der Fonds ist in 143 Immobilien in 13 Ländern der Eurozone investiert. 44 Prozent des Vermögens stecken in Büros, 34 Prozent in Geschäftslokalen und zehn Prozent in Hotels. Zu den Mietern zählen H&M, FedEx, Heineken, Bridgestone und Carrefour.

"Die Qualität der Mieter ist uns besonders wichtig", Frederic Puzin, CEO von Corum Origin. Die durchschnittliche Dauer der Mietverträge beträgt 6,3 Jahre. Die Rendite, diese wurde zuletzt für das Jahr 2021 ausgewiesen, betrug7,3 Prozent. Weitere Informationen zu dem Fonds finden Sie unter corum-investment.at Ein Blick auf die aktuelle Performance und die Portfolio-Zusammensetzung finden sich auf der Homepage. Wertpapierkennnummer gibt es keine. "Die Summe der jährlichen Investments ist limitiert, da stets nur eine bestimmte Anzahl lohnender Objekte zur Auswahl stehen", begründet Puzin diese Entscheidung.

AllianceBernstein American Income - US-Anleihenfonds

Der flexible US-Anleihenfonds AB American Income Portfolio, er notiert auch in Dollar, ist in den vergangenen Jahren meist um einen Tick besser gewesen als der Index und auch im Schnitt seiner Kategorie. Der 16-Milliarden-Dollar schwere Fonds geht dafür nicht einmal so viel Risiko ein. Fast 40 Prozent der Anleihen im Depot bestehen aus Anleihen bester Bonität. Rund 25 Prozent sind mit BB oder weniger geratet und damit geringer Bonität. Mit dieser Strategie gelang dem Fonds trotz schwierigen Umfeldes eine Wertsteigerung von Wertsteigerung von 4,4 Prozent gerechnet von August 2021 bis August 2022.

Seit Jahren bewährte Mischfonds nach §14 EStG

C-QUADRAT ARTS Total Return Vorsorge §14 EStG: Aktuell null Prozent Aktien

Der Mischfonds C-QUADRAT ARTS Total Return Vorsorge §14 EStG (ISIN: AT0000A02PE1) ist ein globaler, ausgewogener Mischfonds, der mit einem Minus von 3,9 Prozent in den letzten zwölf Monaten nicht ganz so heftig erwischt hat wie man anderen gemischten Fonds. Das nüchterne Auswahlverfahren der Subfonds - diese werden computergesteuert von einem Trendfolgefonds ausgewählt - hat sich bezahlt gemacht. Bei der Selektion der Subtitel orientiert sich der Fonds an keiner Benchmark. Gekauft wird was über einen längeren Beobachtungszeitraum gut läuft, dasselbe Prinzip gilt bei sinkenden Kursen. Kommt es allerdings zu abrupten, heftigen Kurseinbrüchen, hat der Fonds mitunter das Nachsehen. Die Aktienquote beträgt maximal 70 Prozent. In negativen Börsenphasen kann die Aktienquote auf null Prozent reduziert werden. Was ARTS-Asset-Management-Chef Leo Willert in diesem Bärenmarkt auch auf Basis der Trendfolgesignale auch umgesetzt hat. Die Barmittel wurden auf 60 Prozent erhöht und der Anleihenanteil auf 40 Prozent angehoben. Die jährlichen Kosten belaufen sich auf 2,16 Prozent.

Schoellerbank Global Pension Fonds: Gelungene Auswahl von Subfonds und ETFs

Der Schoellerbank Global Pension Fonds (ISIN: AT0000820550), zählt seit Jahr zu den besten ausgewogenen Mischfonds. Trotz einesMinus von 7,2 Prozent hat der Fonds im vergangenen Jahr besser als der Durchschnitt der anderen seiner Kategorie abgeschnitten. Das Fondsmanagement investiert mindestens 50 Prozent in Euro-Anleihefonds und Cash. Der Rest des Vermögens wird in internationale Aktienfonds investiert, ohne Restriktionen nach Ländern und Branchen. Ähnlich wie in den beiden Jahren davor liegt der Aktienanteil der Subfonds und ETFs bei 48 Prozent. Tech- und Gesundheitstitel dominieren mit einem Anteil von 35 Prozent das Depot. Laufende Kosten: 1,65 Prozent. Die Einschätzungen über die Entwicklung an den Börsen der Bank dürfte generell nicht schlecht sein, wurde die Investmentgesellschaft doch in den vergangenen Jahren beim Elite Report, dem größten Bankentest im deutschsprachigem Raum, wiederholt auszeichnet.

KMU Starmix Ausgewogen: Knapp 30 Prozent Aktienquote

Der KMU Starmix Ausgewogen (ISIN: AT0000A056H9) der Kepler KAG hat im vergangenen Jahr einen Verlust von 8,2 Prozent verbuchen. Der 4-Sterne-Fonds liegt beim 5-Jahrescheck mit einer jährlichen Durchschnittsrendite von 1,3 Prozent damit noch im Plus. Der Anleihen- und Anleihenfonds-Anteil darf bis zu 60 Prozent steige, der Anteil von Aktien- und Aktienfonds auf bis zu 40 Prozent. Der Anleihenanteil wurde von 56 Prozent auf 63 Prozent weiter erhöht, der Aktienanteil auf 27 Prozent heruntergefahren. 58 Prozent des Portfolios entfallen auf Nordamerika, 26 Prozent auf europäische Industrieländer. Die jährliche Managementgebühr beträgt moderate 1,03 Prozent.

Raiffeisen-§ 14-ESG MixLight mit starkem Euroland-Übergewicht

Der Mischfonds Raiffeisen-§14-MixLight (ISIN: AT0000726914) konnte im Schnitt die Durchschnitt die Konkurrenzprodukte seit 2018 hinter sich lassen. In den vergangenen zwölf Monaten gingen sich trotzdem nicht nur minus 7,6 Prozentaus. Der Anleihenanteil wurde leicht erhöht und liegt bei 75 Prozent, wovon fast 30 Prozent in Unternehmensanleihen veranlagt sind. Der Subfondsanteil in Aktien ist ähnlich wie im Vorjahr bei 17 Prozent. Wie in den Jahren davor setzt der Fonds schwergewichtig auf Europa. Derzeit liegt der Anteil bei 67 Prozent. Asien wird zu fünf Prozent beigemischt. Die meisten Subfonds unter den zehn größten Positionen sind Raiffeisenfonds. Die Kosten für den Raiffeisen-§14-MixLight belaufen sich auf 1,26 Prozent des veranlagten Geldes pro Jahr.

You Invest Responsible balanced: Growth-Aktien und Anleihen

Der YOU INVEST RESPONSIBLE balanced der Erste Bank (ehemaliger Erste Portfolio Balanced ) Dem, auf die Selektion nachhaltiger Wertpapiere spezialisierte Fonds, gelang es, gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, deutlich besser abzuschneiden als der Durchschnitt der Fonds in dieser Kategorie. Der - 9,9 Prozent. Der Anleihenanteil ist mit 66 Prozent gegenüber dem Vorjahr fast unverändert. Der Aktienanteil beträgt 21 Prozent. Investiert wird in Growth-Aktien, also wachstumsstarke Titel, mit hoher Marktkapitalisierung. Werte, die es in Krisen allerdings besonders schwer haben. Höhe der laufenden Kosten: 1,42 Prozent.

4-Sterne-Klassiker KEPLER Vorsorge Mixfonds: Besser als viele Konkurrenten

Seit Jahren zu den Spitzenfonds unter den §14-Fonds zählt der Kepler Vorsorge Mixfonds (ISIN: AT0000722640). Der Mischfonds hat zwar in den vergangenen zwölf Monaten ein Minus von - 10,4 Prozent eingefahren, aber ist im Schnitt seiner Kategorie und verglichen mit dem Index laut dem Finanzdatenspezialisten Morningstar noch immer besser als der Großteil der Konkurrenz. Die Aktienquote liegt mit 35 Prozent fast gleich hoch wie in den beiden Jahren davor. Derzeit sind Staatsanleihen aus Österreich und Unternehmensanleihen, Aktien wie von Apple. Die jährlichen Spesen bei diesen Fonds betragen 1,15 Prozent.

Allianz Invest Klassisch mit hohem Anleihenanteil

Nicht mehr unter den Top-Ten der §14-Fonds ist auch der weltweit veranlagte Mischfonds Allianz Invest ESG Klassisch (ISIN: AT0000809256). Die Einjahres-Rendite beträgt minus 12,7 Prozent zwischen November 2020 und 2021 nun auf Minus 11,6 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten abgestürzt ist. Der Mischfonds liegt damit unter der Entwicklung des Vergleichsindex mit im Schnitt -6,6 Prozent, aber deutlich über ähnlichen Fonds. Der Fonds setzt auf Staatsanleihen, Subfonds, wie der Allianz Invest Rentenfonds. Derzeit ist das Verhältnis von Aktien und Anleihen 50:40. Fast die Hälfte des Vermögens fließt in US-Werte, je ein Viertel in die Eurozone und Asien. Die Spesen pro Jahr betragen 1,65 Prozent.

Managed Profit Plus: Risikoreicher Fonds leidet im Bärenmarkt besonders

Den erfolgsverwöhnten Managed Profit Plus (ISIN: AT0000A06VB6) der Grazer Security KG hat es in den vergangenen zwölf Monaten (Stichtag 1. August 2022) heftig erwischt. Der globale Mischfonds schaffte von November 2020 auf Jahressicht noch eine Rendite von 12,6 Prozent. Nun ist der Fonds knapp 17 Prozent unter Wasser. Aktien und Firmenanleihen dürfen nicht mehr als 70 Prozent des Fondsvermögens ausmachen. Industrie- und Grundstoffe sind aktuell übergewichtet. Generell liegt der Schwerpunkt auf Papieren mittelgroßer wachstumsstarker Unternehmen. Das Depot hat sich seither kräftig gedreht. Der Anleihenanteil wurde von 70 auf 22 Prozent herunter gefahren, der Aktienanteil von 23 auf 34 Prozent erhöht. Von den Topholdings des Vorjahrs findet sich CentralNic nach wie vor an erster Stelle, Metabolic Explorer ist ebenso noch vertreten. Die laufenden Kosten für den Fonds wurden leicht gesenkt und betragen nun 1,95 Prozent.

Top-Anleihenfonds für den Gewinnfreibetrag

Anleihenfonds, die eine vergleichsweise gute Performance liefern, muss man angesichts des Endes der Niedrigzinsphase und steigender Inflation, mit der Lupe suchen. Selbst wenn sie einen Wertzuwachs erzielen, bleibt nach Teuerungsrate und KEST-Abzug in den meisten Fällen nicht viel oder gar nichts übrig. Aber ein paar wenige Fonds, in die es zu investieren lohnt, gibt es auch für jene, die damit ihre Steuerlast senken wollen. Anleihenfonds, die sich in diesem Umfeld gut schlagen, sollte Papiere mit kurzer Laufzeit enthalten und/oder sogenannte Floater.

Warum profitieren Floater von steigenden Zinsen?

Anleger, die sich vor weiter steigenden Zinsen und zu erwartenden Verlusten bei festverzinslichen Anleihen schützen, können das unter anderem mit Floatern tun. Diese profitieren von steigenden Geldmarktzinsen und stellen für sicherheitsorientierte Investoren eine gute Alternative im aktuellen Geschehen dar. Im Gegensatz zu festverzinslichen Anleihen wird der Kupon bei Floatern bei Emission nicht bis zur Endfälligkeit fixiert, sondern hängt von einem Referenzzins (in der Regel 3-Monats-EURIBOR) plus einem Risikoaufschlag ab. Der Kupon wird regelmäßig beispielsweise alle drei Monate´ an das aktuelle Zinsniveau auf dem Geldmarkt angepasst. Dies führt dazu, dass Floater ein niedriges Zinsänderungsrisiko (Duration) aufweisen, das zwischen dem letzten und dem nächsten Anpassungstermin des
Kupons liegt, wohingegen das Zinsänderungsrisiko von festverzinslichen Anleihen auf deren Endfälligkeit berechnet wird.

Schoellerbank Kurzinvest: Profitiert von Zinserhöhungen

Der konservativ aufgestellte Schoellerbank Kurzinvest, ist großteils in variabel verzinste Anleihen investiert.Schoellerbank-Fondsmanager Schwaninger: "Neben Zinsänderungsrisiken sollten Investor auch die Bonitätsrisiken nicht unterschätzen und alternativ auf eine breit diversifizierte Fondslösung zurückgreifen, wie sie der Fonds bietet." Der Kurzinvest verlor in den letzten zwölf Monaten 0,61 Prozent.

Schoellerbank Vorsorgefonds: Guter Fonds, derzeit aber mit mageren Aussichten

Einer der weiteren Schoellerbank-§14-Fonds ist der Schoellerbank Vorsorgefonds. Die Stoßrichtung ist klar begrenzt: Ins Depot kommen nur erstklassige Euro-Anleihen österreichischer Provenienz. Bei einem Fonds wie diesem sind zwar Zahlungsausfällen de facto ausgeschlossen, aber solche Papiere mit negativen Renditen sollte man derzeit trotzdem lieber einen Bogen machen. An sich ein guter Fonds, wenn es in diesem Umfeld auch bessere Anlagemöglichkeiten gibt. Das Minus auf 1-Jahressicht mit 6,2 Prozent für einen soliden Anleihenfonds entsprechend hoch.

Mit lukrativen Investments direkt in einzelne Immobilien, vor allem in Hauptstädten, lässt sich derzeit mit solcherart fokussierten Immobilienfonds gut verdienen.

Mit Immobilienfonds die Unternehmenssteuer senken

Wer keine schlaflosen Nächte wegen der Performance seiner Fonds haben möchte, konnte in den vergangenen Jahren und auch 2022 mit stockkonservative Immofonds, die direkt in Einzelimmobilien veranlagen, schlafen wie ein Murmeltier. Kein Ausreißer nach unten hat strapaziert die Nerven, wenn man auch keine großen Sprünge erwarten darf. Auf der anderen Seite sind Anleger mit im Schnitt zwei, drei Prozent Rendite pro Jahr heutzutage oft um Hausecken besser dran als mit einem Sparbuch.

Real Invest Austria: Immos in Hauptstädten bringen steten Ertrag

Der Real Invest Austria der Bank Austria (ISIN: AT0000634357) zählt zu den konservativen Perlen in der Welt der Immobilienfonds, die direkt in Einzelobjekte investieren. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate verbuchte der Fonds einen Zuwachs von 2,3 Prozent. In zehn Jahren machten Anleger damit insgesamt einen Ertrag von 30,2 Prozent. Investiert wird in österreichische Infrastruktur. Langfristige Mietverträge, unter anderem in Objekte in Wien und in den Landeshauptstädten in ersten Lagen bilden ein stabiles Fundament für die Rendite. Investiert wird in Wohnungen, Büros, Schulen, Kindergärten, Studentenheime und Einkaufszentren mit hohem Nachhaltigkeitsniveau, deren Objekte an bonitätsstarke Mieter vergeben werden.

Erste Immobilienfonds: Niedrige Spesen, gute Performance

Wie der Real Invest zieht auch der Chart der Erste Immobilienfonds (ISIN: AT0000A08SH5) fast schnurgerade nach oben. Auch er zählt mit einer Rendite von 2,8 Prozent zu den besten in seinem Segment. In drei Jahren warf der Fonds 7,7 Prozent ab. Das mag zum Teil auch daran liegen, dass der Fonds mit 0,85 Prozent jährliche Spesen verglichen mit Misch- oder Aktienfonds recht günstig ist. Der Immobilienfonds investiert 75 Prozent seines Vermögens in Wohnungen und Häuser in Ballungszentren. Zu knapp einem knappen Drittel ist der Fonds in Büroimmobilien veranlagt, Geschäftslokale dienen als Beimischung. In Österreichs sind 75 Prozent des Geldes investiert, 25 Prozent in Deutschland. Zu den am stärksten gewichteten Objekten zählen eine in Hamburg, gefolgt von vier in Wien, am Laaer-Berg oder etwa auf der Mariahilfer Straße.

SemperReal Estate: In fünf Jahren über zehn Prozent im Plus

Gut unterwegs ist auch der LLB SemperReal Estate(ISIN: AT0000615158) mit einem Ertrag von 2,5 Prozent. Auch hier gilt: Auch wenn die Rendite minimal erscheint, mit den Jahren läppern sich auch kleine, aber stete Renditezuwächse. Auf Sicht von fünf Jahren waren das bei diesem Fonds 10,4 Prozent. Das schafft so mancher Mischfonds nicht. Wenn auch dieser Fonds gerade in der Krise nicht ohne Risiko ist. Veranlagt werden nämlich vor allem in gewerblich genutzte Immobilien und da mit Schwerpunkt Einzelhandelsimmobilien, gefolgt von Bürohäusern, Hotelimmobilien und Logistikobjekten. Laufende Kosten: 0,96 Prozent.

Einzelanleihe mit §14-Status

Die IFA, das Investmentportal der Soravia Gruppe bietet regelmäßig Immoanleihe

Die IFA, das Investmentportal der Soravia Gruppe, hat eine nicht nachrangige IFA AG Nachhaltigkeitsanleihe (ISIN: AT0000A2ZXK4)mit einer Rendite von 3,75 Prozent. Das Mindestinvestitionsvolumen beträgt 10.000 Euro, die Laufzeit vier Jahre und vier Monate. Die Rückzahlung der Anleihe erfolgt am 28.02.2027 zum Nennbetrag, sofern nicht zuvor vorzeitig gekündigt, zurückgezahlt, oder angekauft und entwertet wurde. Das Unternehmen legt generell meist im Herbst eine Anleihe, die für den Gewinnfreibetrag einsetzbar ist, auf. Am besten man schaut immer wieder einmal auf die IFA-Homepage, wo in der Vergangenheit immer wieder Anleihen nach §14 ausgegeben wurden.

Take Aways
  • Der Gewinnfreibetrag, den natürliche Personen mit betrieblichen Einkunftsarten in Anspruch nehmen können, wurde von 13 auf 15 Prozent erhöht.
  • Begünstigte Wirtschaftsgüter für den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag sind
  • 1. körperliche, abnutzbare Anlagegüter mit einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von mindestens vier Jahren.
  • 2. Wertpapiere, im Sinne des §14 Einkommensteuergesetz (EStG), wenn sie ab der Anschaffung mindestens vier Jahre dem Betrieb gewidmet werden.
  • Nicht begünstigt sind unter anderem
  • Pkw und Kombi, ausgenommen Fahrzeuge für die Fahrschule und Taxis
  • Gebrauchte Wirtschaftsgüter
  • Sofort abgesetzte geringwertige Wirtschaftsgüter

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