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Marktbeobachter verwiesen auf die erneut deutlich gestiegenen Ölpreise als wichtigsten Belastungsfaktor. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im November kletterte auf über 107 US-Dollar und schürte damit wieder Inflationssorgen, welche höhere Leitzinsen auslösen könnten.
Während es bei Aktien aus der Öl- und Gasbranche ebenso wie bei den defensiven Werten aus der Nahrungsmittelbranche nach oben ging, gab es im Technologiesektor, sowie bei Anteilsscheinen im Reise- und Freizeitsegment klare Verluste zu sehen. Ebenso unter Druck standen am Berichtstag Autotitel und Papiere von Finanzdienstleistern, darunter UBS. Die Titel der Bank gaben um 0,6 Prozent nach. Am Mittwoch hatte sich der Schweizer Ständerat für eine deutliche Verschärfung der Eigenmittelvorschriften ausgesprochen.
Zu den Verlierern gehörten auch die Aktien von H&M, die nach Zahlen um zwei Prozent sanken. Die Analysten der RBC interpretierten den Bericht des Bekleidungshändlers zum dritten Quartal als durchwachsen. Bereinigt habe das Zahlenwerk die Schätzungen zwar leicht übertroffen. Die Lagerbestände seien aber hoch und der Ausblick für die Margenentwicklung vorsichtig. Die Experten der Deutschen Bank bemängelten, dass sich eine klare Verbesserung der Umsatzentwicklung trotz der Bemühungen des Managements noch nicht abzeichne.
Besser sah es bei dem britischen Bekleidungsanbieter Asos aus. Die Aktie kletterte mit über 13 Prozent Aufschlag auf das höchste Niveau seit drei Jahren. Das Unternehmen hatte die Ergebnisprognose nach oben angepasst. Analysten erhöhten daraufhin ihre Schätzungen und Kursziele.
Mit minus 1,2 Prozent zeigten sich zum Handelsende die Aktien von Schneider Electric nach einer Übernahmeankündigung. Der Konzern steht demnach vor der Akquisition der bulgarischen Shelly Group. Die Franzosen wollen für den Hersteller von intelligenten Elektro-Geräten (smart devices) aus dem SDAX ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot über 70 Euro je Aktie unterbreiten. Beide Unternehmen unterzeichneten dazu eine entsprechende Vereinbarung. Die Titel der Shelly Group schloss um vier Prozent höher bei 67 Euro.