Studien-Check: Arbeitslosenzahlen von Akademikern im Vergleich

Es gibt kaum einen besseren Schutz vor Arbeitslosigkeit als ein abgeschlossenes Studium. Die Akademiker-Arbeitslosenquote liegt in Österreich bei nur 3,6 Prozent. 80 Studiengänge und die Absolventen-Arbeitslosenzahlen im Vergleich.

Studien-Check: Arbeitslosenzahlen von Akademikern im Vergleich

Das Studienjahr 2018/2019 hat begonnen. Durchhalten lohnt sich: Für Akademiker gibt es generell gute Berufsaussichten.

Je höher die abgeschlossene Bildung, desto weniger gefährdet ist man, später arbeitslos zu werden. Daran sollten all jene denken, die zu Beginn des neuen Studienjahres eine Universität betreten - von den Erstsemestrigen bis hin zu denen,die einen MBA-Lehrgang besuchen. Auch wenn der Weg zwischendurch steinig erscheinen mag lohnt es sich, durchzuhalten. Und zwar unabhängig von der Wahl des Studiums - wie die Statistiken des Arbeitsmarktservice (AMS) belegen.

Mit 3,6 Prozent liegt die Arbeitslosenquote unter Absolventen von Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogischen Hochschulen oder Akademien weit unter dem Gesamtschnitt von 7,0 Prozent (Stand: August 2018) und wird nur von der Arbeitslosenquote der Abgänger Berufsbildender Mittlerer Schulen (BMS) mit 3,5 Prozent marginal unterschritten.

Unter Absolventen von Berufsbildenden Höheren Schulen (BHS) liegt die Arbeitslosenquote zum Vergleich bei 4,0 Prozent, unter AHS-Maturanten und Personen mit einer abgeschlossenen Lehre bei 5,7 Prozent und bei jenen, die nur einen Pflichtschulabschluss haben bei 20,5 Prozent. (siehe Grafik)

Arbeitslosenquote nach Ausbildung

Arbeitslosenquote nach abgeschlossener Ausbildung; Stand: August 2018

Arbeitslosenquote nach abgeschlossener Ausbildung; Stand: August 2018

Trotz der grundsätzlich positiven Auswirkungen eines Studienabschlusses auf das Berufsleben gab es im Sommer 2018 in Österreich knapp 19.000 (18.904) beim AMS als arbeitslos gemeldete Akademiker, und die Detailanalyse der Arbeitslosenzahlen nach über 80 Studiengängen zeigt, dass die beliebtesten Studiengänge auch diejenigen mit den höchsten Arbeitslosenzahlen sind.

Als etwas problematisch können demnach die Arbeitslosenzahlen unter Betriebswirten und Juristen gesehen werden. Die werden zwar am Arbeitsmarkt durchaus auch gesucht und gut bezahlt (siehe Artikel: Die 10 Studiengänge mit den besten Einstiegsgehältern), allerdings ist auch der Konkurrenzdruck entsprechend groß. Zudem fällt für Absolventen dieser beiden Studienrichtungen der Berufseinstieg oft schwer, und für die wirklich gut dotierten Jobs wird generell einiges an Erfahrung vorausgesetzt.

So ist rund jeder sechste arbeitslose Akademiker entweder Betriebswirt oder Jurist, womit die Arbeitslosenzahlen deutlich über denen anderer Studiengänge liegen. Gemessen an den Arbeitslosenzahlen an dritter Stelle liegen Absolventen eines Lehramtsstudiums, wobei es aber - alle Lehramtsstudien zusammengerechnet - nur rund halb so viele arbeitslose akademische Lehrer wie Betriebswirte gibt (siehe Tabelle).

Die besten Aussichten auf einen Arbeitsplatz bieten Studien mit rund 100 oder noch weniger arbeitssuchenden Absolventen - eine Zahl, die in vielen Fällen auf normale Verschiebungen am Arbeitsmarkt zurückzuführen ist. Unter diesen befinden sich zahlreiche technische Studienrichtungen, aber auch einige sprachwissenschaftliche sowie designorientierte und medizinische Curriculae.

Österreichweit die wenigsten arbeitslosen Akademiker gibt es mit Abschlüssen in Computerwissenschaften, Spanisch und - eine große Überraschung - Katholischer Religionspädagogik.

Arbeitslosenzahlen nach Studiengängen

Über 80 Studiengänge im Vergleich: Die Arbeitslosenzahlen unter Österreichs Akademikern (Stand: August 2018).

Studium Arbeitslose absolut Veränderung 2017 (in %)
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