Modehändler Fussl peilt die 200-Millionen-Euro Umsatzmarke an

Das Modehaus Fussl peilt für 2022 einen Umsatz von 200 Millionen Euro an. Die Expansion soll weiter vorangetrieben werden, auch in Deutschland.

Fussl Modestraße Geschäftsführer Ernst Mayr

Fussl Modestraße Geschäftsführer Ernst Mayr

Die Fussl Modestraße mit Sitz in Ort im Innkreis, die ihr 150-jähriges Jubiläum feiert, peilt für 2022 einen Umsatz von 200 Mio. Euro an. Heuer liegt man derzeit besser als 2019, um die 180 bis 190 Mio. Euro sollen es bis Jahresende werden, sagte Geschäftsführer Ernst Mayr aus der Eigentümerfamilie. Die Umsatzziele hängen freilich davon ab, wie lange dieser Lockdown dauere. Der Teillockdown für Ungeimpfte "trifft uns schon stark". Mayr schätzte, dass ungefähr 50 Prozent seiner Kundinnen und Kunden nicht geimpft seien.

Für die Zukunft peilt Fussl 100 neue Filialen an - hauptsächlich in Deutschland, wo von 2016 bis 2022 in Bayern und Baden-Württemberg 50 Geschäfte entstanden. In Österreich hält man derzeit bei 150 Fussl-Läden, ebenso viele sollen es auch im Nachbarland - südlich von Frankfurt - werden. In welchem Zeitraum, ist offen. Ursprünglich spekulierte Mayr auf eine Pleite im deutschen Modehandel, um gleich 40, 50 Geschäftslokale auf einen Schlag zu übernehmen. Doch das sei "wegen der Corona-Förderungen nicht wahrscheinlich". Also werde es wohl länger dauern. Man habe 2019 in Deutschland positiv gewirtschaftet, 2020 negativ und heuer wegen der staatlichen Hilfen wieder positiv.

Länger dauern wird es auch mit dem Online-Shop, wiewohl er daran denke. "Ich bin kein Fan von großen Online-Shops. Allein wenn ich nur an die Kartonagen und Verpackungen denke, die da verbraucht werden, das passt nicht mit Nachhaltigkeit und Umweltschutz zusammen", begründete Mayr. Fussl setze mit energieeffizienter LED-Beleuchtung und E-Autos auf Nachhaltigkeit und im Handel auf persönliche Beratung. Andere hätten die Umsätze, die sie online machten, dafür im stationären Geschäft verloren.

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