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Wo der innovative Tourismus blüht

In Kooperation mit Land Kärnten Standortmarketing
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In Kärnten ist der Tourismus mehr als Seen, Berge und Kasnudeln: Smarte Ideen und Initiativen zu Nachhaltigkeit und Digitalisierung machen Kärnten auch als Standort für Freizeitunternehmen interessant.

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Irgendwann ist Schluss mit lustig, sogar im Funima­tion-Club der Hotelgruppe Falkensteiner am Katschberg in Kärnten. Ernst wird es bei der Mülltrennung. Gemeinsam mit einem Tech-Start-up wurden die Müllbehälter mit Sensoren ausgestattet, die überprüfen, was und wie viel weggeworfen wird und ob sich eventuell Lebensmittel einsparen ließen. „Für uns ist das ein Baustein in unserem Nachhaltigkeitskonzept“, sagt Otmar Michaeler, Geschäftsführer der Falkensteiner ­Michaeler Tourism Group (FMTG).

Mit umweltfreundlichen Aktivitäten ist Michaeler am Katschberg kein Einzelgänger, im Gegenteil. Das Tourismus­gebiet hat sich ganz der Nachhaltigkeit verschrieben. Das ehrgeizige Ziel: Bis 2030 soll der „Klimaberg Katschberg“ CO2-neutral sein. Eingekauft werden bevorzugt Lebensmittel aus der Region, auf den Speisekarten findet sich ein vegetarisches „Klimaessen“, die Anreise mit der Bahn wird gefördert, Urlaubern stehen leihweise E-Autos zur Verfügung. Hochbeete, Blumen- und Kräuterwiesen wurden angelegt, Bienenstöcke aufgestellt. Für Bepflanzungen wird eine spezielle Erde verwendet, die mit Mikro­organismen angereicherten biogenen Kohlenstoff enthält. 22 Betriebe sind mittlerweile bei der Initiative dabei, die Hälfte davon mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet.

Das Beispiel zeigt: Tourismus in Kärnten ist mehr als Seen, Berge, Kas­nudeln und saubere Betten. Gefragt sind Innovationen und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Diese Kombination macht das Bundesland zu einem be­liebten Tourismusziel. Mit über 13 Millionen Übernachtungen zählt Kärnten zu den beliebtesten Urlaubsdestinationen Österreichs.

Und: Kärnten ist nicht nur für Touristiker ein interessanter Standort, sondern auch für innovative Technologiefirmen, die neue Ideen für Urlaub und Freizeit entwickeln. Beispiel Skidata, Spezialist für Zutrittssysteme – vom Skipass auf der keycard bis zu Parkhäusern und Stadien. Das Salzburger Unternehmen hat bereits 2007 einen Forschungsstützpunkt im Lakeside Park eröffnet. „Unsere Strategie ist, disruptive Entwicklungen auch räumlich von unserer Forschungs- und Entwicklungsabteilung zu separieren“, erläutert Christoph Schwarzenberger, Vice President für Technology, „und durch die Nähe zur Universität und ­zu anderen innovativen Firmen gibt es in Klagenfurt einen großen Pool an gut qualifizierten Talenten.“

Skifahrer sind fast ständig mit Ski­data in Kontakt – oder eben gerade nicht. Denn das Unternehmen ist mit seinen innovativen Technologien in rund 200 österreichischen Skigebieten führend bei Entwicklung, Installation und Betrieb von kontaktlosen Zutrittssystemen.

Kärnten ist ein Tourismusstandort mit Potenzial. Wir investieren dort 75 Millionen Euro.

Otmar Michaeler, Falkensteiner Michaeler Tourism
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© Fotostudio Barendrecht

Ohne Schranken.

Der nächste Schritt in der Entwicklung, an dem auch die 38 Skidata-Tüftler in Klagenfurt arbeiten: „Die Schranken fallen“, formuliert Schwarzenberger die Vision. Was das heißt? „Nach dem bargeldlosen Bezahlen und dem kontaktlosen Zutritt sollen in Zukunft Drehkreuze und Schranken weitgehend wegfallen“, erläutert Schwarzenberger. In der Praxis bedeutet das: digitaler Skipass am Smartphone, gekauft im Webshop, Zutritt, ohne das Handy aus der Tasche nehmen zu müssen. Kein Stau an der Kasse oder beim Verlassen des Parkhauses, die Gebühr wird über das Erkennen des Kennzeichens automatisch abgebucht. „Komfort und Alles-aus-einer-Hand-Lösungen sind die Zukunft in der Freizeitwirtschaft“, ist Schwarzenberger überzeugt.

Innovativ ist auch ein neues Modell, das Tourismus und Industrie verbindet: Die neue Plattform welcome2villach.at bietet eine Vielzahl von Informationen zu „Living, Working, Playing, Learning, Enjoying in Villach“. Die Zielgruppe sind potenzielle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unternehmen sowie Gäste, inhaltlich geht es um Themen wie Ausbildung, Gesundheitsversorgung, Umwelt, Sicherheit und Freizeitgestaltung. Die Idee hinter der Kampagne „Welcome2­Villach – Home of Work | Life Balance“: die große Attraktivität des Wirtschaftsstandorts und die hohe Lebensqualität der Region Villach zu betonen.

Auch Falkensteiner ist von Kärnten überzeugt. 75 Millionen Euro sollen in den nächsten drei bis vier Jahren ­investiert werden, unter anderem in „Glamping-Anlagen“, also gehobenen Outdoor-Tourismus. Am Hafnersee entsteht eine neue Anlage, auch für den ­Katschberg gibt es Ausbaupläne.

„Wir glauben an Kärnten, das Bundesland hat Potenzial“, sagt Michaeler, ­„allerdings muss es noch stärker gelingen, Kärnten in seiner Gesamtheit zu vermarkten.“

Durch die Nähe zur Universität gibt es im Lakeside Park einen großen Pool an qualifizierten Talenten.

Christoph Schwarzenberger, skidata
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© OTS/Falkensteiner Hotels & Residences
Standort Kärnten: Erfolgsgeschichten

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