Porsche & Piëch: Der Clan hinter dem VW-Konzern und Porsche [PORTRÄT]

Die Familien Porsche und Piëch kontrollieren von ihrem Stammsitz in Zell am See aus ihr Automobil-Imperium und zahlreiche weitere Beteiligungen. Mit einem Vermögen von rund 41,6 Milliarden Euro führt der Clan das trend. Ranking der 100 reichsten Österreicher an.

Thema: Milliardäre und Multimillionäre - die reichsten Österreicher
Wolfgang Porsche, aktuelles Oberhaupt der Familien Porsche & Piëch, 2017 beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

Wolfgang Porsche, aktuelles Oberhaupt der Familien Porsche & Piëch, 2017 beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

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Die Köpfe des Clans

Hans Michael Piëch bei der Volkswagen Hauptversammlung 2017. Er will den Transformationsprozess bei VW als Aufsichtsrat in der Familienholding Porsche SE weiter begleiten.

Hans Michael Piëch, neben Wolfgang Porsche das aktuelle Familienoberhaupt.

  • Wolfgang Porsche (* 10. Mai 1943)
  • Hans Michel Piëch (* 10. Januar 1942)
  • Ernst Piëch (*1929)
  • Ursula Piëch (* 19. Mai 1956), Ehefrau von Ferdinand Piëch (* 17. April 1937; † 25. August 2019)
  • Hans-Peter Porsche (* 29. Oktober 1940)
  • Ferdinand Oliver Porsche (*13. März 1961)

Eine diskrete Familie

Der Familienclan Porsche & Piëch gibt sich öffentlich sehr bedeckt. In Zell am See kennen jedoch zumindest viele ältere Einheimische das aktuelle Familienoberhaupt Wolfgang Porsche, der dort mit seinem 2019 verstorbenen Cousin Ferdinand Piëch aufwuchs. Am Schüttgut, einem auf einer Anhöhe gelegenen, über 600 Jahre alten Hof mit zwei großen Wirtschaftsgebäuden und einer weißen Kapelle, in der sich die Familiengruft befindet. Dort sind die Urnen der verstorbenen Mitglieder der Ursprungsfamilien beigesetzt: jene von Ferdinand und Aloisia Porsche, ihrer Kinder Louise und Ferry, deren Ehepartner Anton Piëch und Dorothea Porsche der Enkelin Louise Daxer-Piëch.

Das Vermögen der Familien Porsche und Piëch beläuft sich auf rund 41,6 Milliarden Euro. Damit gehören sie zu den reichsten und einflussreichsten Familien in Europa und führen als Clan das trend-Ranking der 100 reichsten Österreicher an.


Der Aufstieg der Familien Porsche & Piëch

Der Aufstieg der Familie begann mit dem 1875 in Maffersdorf in Böhmen geborenen Ferdinand Porsche, dem dritten Kind des Spenglers Anton Porsche. Der junge Ferdinand machte eine Lehre im elterlichen Betrieb und begann anschließend in Wien als Mechaniker zu arbeiten.

Firmenbegründer Ferdinand Porsche

Firmenbegründer Ferdinand Porsche

1896 meldete er einen von ihm konstruierten Radnaben-Elektromotor zum Patent an und baute in der Folge bei seinem Arbeitgeber, den Lohner-Werken, einer Wiener Wagen- und Wagonbaufabrik, sein erstes Auto, den sogenannten Lohner-Porsche mit Allrad-Nabenelektromotor-Antrieb.

Der Lohner-Porsche, das erste von Ferdinand Porsche gebaute Auto. Die Nabenelektromotoren sind in den Rädern gut sichtbar (Foto aus 1902).

Der Lohner-Porsche, das erste von Ferdinand Porsche gebaute Auto. Die Nabenelektromotoren sind in den Rädern gut sichtbar (Foto aus 1902).

1903 heiratete Porsche seine Frau Aloisia, die 1904 die Tochter Louise und 1909 den Sohn Ferry zur Welt brachte. Louise Porsche heiratete später den Wiener Rechtsanwalt Anton Piëch. Aus dieser Ehe stammt der zweite Zweig des heutigen Familienclans.

Bei Lohner entwickelte Ferdinand Porsche in der Folge auch noch das erste Hybridfahrzeug der Welt, ehe er zu Austro-Daimler nach Wiener Neustadt wechselte, wo er Entwicklungs- und Produktionsleiter wurde und weitere Autos und Flugmotoren konstruierte. 1917 wurde Porsche Generaldirektor von Austro-Daimler und begann nach dem Ersten Weltkrieg Sportwägen zu bauen. Er baute bei Austro-Daimler eine Rennwagenabteilung auf und der zweisitzige „Sascha“ war bei zahlreichen Rennen erfolgreich

Der Austro Daimler "Sascha" im Porsche-Museum in Stuttgart.

Der Austro Daimler "Sascha" im Porsche-Museum in Stuttgart.

1923 wechselte er nach Stuttgart zur Daimler-Motoren-Gesellschaft und entwickelte dort mehrere Autos und Sportwägen der Marke Mercedes-Benz sowie in seiner eigenen Garage Prototypen für das Auto, das später als VW Käfer weltweit bekannt werden sollte.

1928 verließ Porsche das mittlerweile zu Daimler-Benz fusionierte Unternehmen und gründete nach einem Intermezzo als technischer Vorstand der Steyr-Werke im Dezember 1930 sein eigenes Konstruktionsbüro in Stuttgart.

Anfang der 1930er Jahre kämpfte die Familie Porsche mit einer drohenden Pleite. Die Fahrzeug-Entwicklung kostete mehr Geld als geplant. Spätere Recherchen, die zur Vermögenskontrolle durchgeführt wurden, bestätigten die akute Geldnot der Familie Porsche.


Porsche im Zweiten Weltkrieg

Die Kehrtwende für Porsche kam mit dem KdF-Wagen, dem „Kraft durch Freude“ Wagen, einem wichtigen Projekt der Nationalsozialisten, die ein Auto bauen lassen wollte, das zum Preis von 990 Reichsmark für jeden erschwinglich sein sollte. Ab 1934 konstruierte Porsche im Auftrag des Deutschen Reichsverbands der Automobilindustrie auf Basis seiner Prototypen den KdF-Wagen, der später als VW Käfer zum meistverkauften Auto der Welt werden sollte.

Ab 1938 war Ferdinand Porsche zusätzlich Hauptgeschäftsführer und Aufsichtsratsmitglied der damaligen Volkswagenwerk G.m.b.H, die den KdF-Wagen produzieren sollte. Das Auto, auf das viele sparten, wurde jedoch nie ausgeliefert. Stattdessen gingen bei VW die Militär-Kübelwägen in Produktion.

Prototyp des KdF-Wagen aus 1936 (Rekonstruktion), dahinter ein VW Käfer der ersten Generation, im ZeitHaus Wolfsburg.

Prototyp des KdF-Wagen aus 1936 (Rekonstruktion), dahinter ein VW Käfer der ersten Generation, im ZeitHaus Wolfsburg.

Porsche profitierte sehr von den Rüstungsaufträgen der NS-Diktatur. Innerhalb weniger Jahre konnte die Firma ihren Profit vervielfachen. Auch die Familie kam zu einem großen Vermögen, wie historische Steuerurkunden anzeigen. Während Ferdinand Porsche 1932 noch einen Betrag von 28.275 Reichsmark versteuerte, waren es 1938 bereits 711.530 Reichsmark. Im Dritten Reich machte er auch eine politische Karriere. Porsche wurde zum Wehrmachtwirtschaftsführer ernannt und war Vorsitzender der Panzerkommission und in Hitlers Rüstungsrat.

Ende 1944 war die Lage Deutschlands im Krieg bereits ziemlich aussichtslos und die Familie verließ Deutschland. Ende 1944 zog sich Porsche mit seiner Familie nach Gmünd in Kärnten und im Jänner 1945 schließlich nach Zell am See zurück, wo Ferdinand Porsche 1941 das Schüttgut gekauft hatte. Bis heute ist dieses Gut der Stammsitz der Familie.

Mit der Familie ist auch ein großes Vermögen in Historikern unbekannter Höhe nach Österreich gekommen. Ebenso wurden über 150 Angestellte sowie viele Akten und Verträge hierher gebracht. Es war höchst an der Zeit, denn das KdF-Werk in Fallersleben/Wolfsburg wurde im April 1945 von französischen Soldaten besetzt. Dennoch wurden Ferdinand Porsche, sein Sohn Ferry und sein Schwiegersohn Anton Piëch im Dezember 1945 in Haft genommen. Ferry wurde nach drei Monaten aus der Haft entlassen. Ferdinand Porsche und Anton Piëch blieben 22 Monate in französischen Gefängnissen und wurden im August 1947 nach Zahlung einer Kaution freigelassen.


Neubeginn und 911er

Nach dem Krieg und dem Tod von Ferdinand Porsche im Jahr 1951 übernahm Ferry Porsche die Führung des Unternehmens und konzentrierte sich auf die Herstellung von Sportwägen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann Porsche auch mit Volkswagen zu kooperieren und erste gemeinsame Verträge wurden geschlossen. Der auf der Konstruktion Ferdinand Porsches beruhende VW Käfer wurde zu dem echten "Volkswagen", den Hitler seinerzeit haben wollte. Insgesamt wurden in Deutschland über die Jahrzehnte 16.255.500 Käfer gebaut, weltweit waren es 21,5 Millionen bis zum Produktionsende im Jahr 2003. Eine Marke, die seither nur vom VW Golf in seinen zahlreichen Generationen übertroffen werden konnte.

Im Juni 1948 stellte Ferry Porsche ersten Sportwagen der Marke Porsche fertig - und begründete damit eine Marke mit Weltruf. Der 356 Roadster war das erste Auto, das den Namen Porsche trug.

"Am Anfang schaute ich mich um, konnte aber den Wagen, von dem ich träumte, nicht finden. Also beschloss ich, ihn mir selbst zu bauen", wird der 1998 verstorbene Ferry Porsche auf der Website der Ferry-Porsche-Stiftung zitiert.

1963 gelang mit dem Porsche 911 der ganz große Wurf. Eine Ikone, ein zeitloser Sportwagenklassiker, der seit 2018 in der achten Generation ist, war geboren.

Porsche 911 - eine Ikone in 8 Generationen

Der Ur-911er (1963) - Die Geburt einer Ikone

81.100 Stück

Als Nachfolger des Porsche 356 stertete der Ur-Elfer 1963 auf der Frankfurter IAA als Typ 901. Die Umbenennung in 911 erfolgte 1964 zur Markteinführung. Der luftgekühlte Sechszylinder-Boxermotor leistete 130 PS – genug für 210 km/h. Ab 1965 konnte man den vierzylindrigen Porsche 912 ordern. 1966 stellte Porsche den 160 PS starken, mit Leichtmetallfelgen ausgestatteten 911 S vor. Der 911 Targa mit seinem markanten Edelstahl-Überrollbügel kam Ende 1966 auf den Markt. Mit „Sportomatic“, einem halbautomatischen Viergang-Getriebe, war der Elfer ab 1967 erhältlich. Mit Hubraumerhöhungen auf 2,2 Liter (1969) und 2,4 Liter (1971) wurde der Porsche 911 immer leistungsstärker. Ein Traum: der 911 Carrera RS 2,7 aus dem Jahr 1972, 210 PS stark und 1.000 Kilogramm leicht. Sein „Entenbürzel“ war der erste Heckspoiler für Serienfahrzeuge.

G-Serie (1973) – Die zweite Generation

198.414 Stück

Das „G-Modell“ wurde von 1973 bis 1989 gebaut – so lange wie keine andere Elfer-Generation. Besonderes Merkmal: Die markanten Faltenbalg-Stoßstangen – eine Innovation, um den damaligen Crashtest-Bedingungen der USA gerecht zu werden. Zusätzlich gab es serienmäßige Dreipunkt-Sicherheitsgurte sowie Sitze mit integrierter Kopfstütze. 1974 präsentierte Porsche den ersten serienmäßigen 911 Turbo mit Dreiliter-Motor, 260 PS und auffälligem Heckspoiler. 1977 folgte die nächste Leistungsstufe: Der 911 Turbo 3.3 leistete 300 PS. Frischluftfreunde konnten den „Elfer“ ab 1982 auch als Cabriolet erwerben.


Das Familiensilber Porsche

Die Marke Porsche blieb unter Kontrolle der Familie - bis sich der Familienclan im Jahr bei dem Versuch, den Volkswagen-Konzern unter seine Kontrolle zu bringen, die Finger verbrannte. Schon der von Ferdinand Piëch geleitete Übernahmeversuch im Jahr 2006 verschaffte der VW-Aktie gehörigen Auftrieb, im Oktober 2008 eskalierte der Übernahmepoker aber regelrecht. Zeitweise kostete eine VW-Aktie 1000 Euro, was den Volkswagen-Konzern damals zum teuersten Unternehmen der Welt machte.

Auslöser der Kurskapriolen war die Mitteilung Porsches vom 26. Oktober, dass der Aktien-Anteil an Volkswagen auf 42,6 Prozent erhöht wurde und dass der Porsche weitere 31,5 Prozent der Konzernanteile über Optionen kontrolliert. Damit wäre Porsche zu 74,1 Prozent an VW beteiligt. Nachdem weitere 20 Prozent an Volkswagen dem Bundesland Niedersachsen gehören war nur noch ein geringer Streubesitz von weniger als sechs Prozent am Markt.

Wolfgang Porsche bei der "Mille Miglia" Oldtimer-Rallye 2014 am Steuer eines klassischen Porsche 356 Roadster.

Wolfgang Porsche bei der "Mille Miglia" Oldtimer-Rallye 2014 am Steuer eines klassischen Porsche 356 Roadster.

Der Run hielt jedoch nur kurz an. Am 3. November 2008 notierte die Aktie bereits wieder bei 385 Euro, zu Jahresende 2008 bei 250 Euro.

Wie zahlreiche weitere Investoren verloren die Familien Porsche und Piëch dabei viel Geld. Der Clan musste 2009 große Anteile des Unternehmens Porsche an Volkswagen verkaufen, um sich selbst vor dem Ruin zu retten. Am 1. August 2012 wurde Porsche komplett von Volkswagen übernommen. Die Porsches und Piëchs hatten zwar nach wie vor über die Porsche SE Holding eine knappe Mehrheit am Volkswagen-Konzern, das Familiensilber „Porsche“ war jedoch nicht mehr in direktem Besitz der Familie.

Bis zum 29. September 2022, dem Tag des Börsengangs der Marke Porsche - Porsche notiert unter der ISIN DE000PAH0038. Der Familienclan hat diese Gelegenheit genutzt, um die Sportwagenmarke wieder direkt unter seine Kontrolle zu bringen: Ihre Familiengesellschaft Porsche SE hat im Zuge des Börsengangs 25,1 Prozent der Stammaktien an der Porsche AG gekauft. Rund sieben Milliarden Euro war es der Familie wert, Porsche wieder kontrollieren zu können und bei unternehmenskritischen Entscheidungen maßgeblich mitbestimmen zu können. Die verbleibenden 74,9 Prozent der Stammaktien sowie drei Viertel der Vorzugsaktien kontrolliert die Volkswagen AG.


Das Vermögen der Porsches und Piëchs

Das Vermögen des Familienclans genau zu beziffern ist äußerst schwierig und auch immer vom aktuellen Wert ihrer Unternehmensanteile abhängig. Für das Ranking der 100 Reichsten Österreicher hat der trend daraus ein kumuliertes Vermögen von 41,6 Milliarden Euro errechnet. Das ist freilich kein Barvermögen, sondern ein Wert, der sich aus dem der bekannten Besitztümer der Familien errechnen ließ.

Die Porsche AG erwirtschaftete im Jahr 2021 einen Umsatz von 33,1 Milliarden Euro und einen Gewinn von 5,3 Milliarden Euro. Fast 37.000 Menschen arbeiten für Porsche. Doch Porsche nicht das einzige wichtige Asset der Familie. Über ihre Porsche SE, die zu 100 Prozent von der Familie kontrolliert wird, hält der Clan zudem 53,3 Prozent der Stammaktien an der Volkswagen AG, dem Konzern zu dem die Marken VW, Audi, Skoda, Seat, Cupra, Lamborghini, Bentley, Porsche und Ducati sowie Volkswagen Nutzfahrzeuge und weltweit 120 Produktionsstätten gehören.

Ursula Piëch und der 2019 verstorbene Ferdinand Piëch

Ursula Piëch und der 2019 verstorbene Ferdinand Piëch

Die Porsche Holding Salzburg, das Auto-Handelsunternehmen der Familien Porsche und Piech, ist das größte Automobilhandelsunternehmen in Europa und auch außerhalb, unter anderem in Japan, China oder Kolumbien aktiv.

In Zell am See, dem Stammsitz der Familie, besitzt sie zahlreiche lokale Unternehmen. So gehört beispielsweise die Schmittenhöhenbahn den Familien Porsche und Piëch. Das Unternehmen betreibt 27 Bergbahnen und Skilifte. Auch in der Schifffahrt ist das Unternehmen aktiv. Die Familien Porsche und Piëch sind zudem in der lokalen Landwirtschaft involviert und haben in die Pinzgau-Milch investiert. Darüber hinaus besitzen die Familien verschiedene Unternehmen in der Forstwirtschaft.

Der Flughafen und das Schlosshotel in Zell am See gehören ebenfalls den Familien Porsche und Piëch.


Porsche & Piëch in der Öffentlichkeit

Die Mitglieder der Familien Porsche und Piëch führen teils sehr unterschiedliche Leben. Das Zentrum vieler Familienmitglieder liegt allerdings nach wie vor in Zell am See in Österreich und der umliegenden Region. Wolfgang Porsche ist in der Region sehr bekannt und oft gesehen. Auch im Schloss Prielau, das am Nordufer des Zeller Sees liegt und seit 1980 der Familie gehört. Wolfgang Porsche lässt sich auch regelmäßig beim Almabtrieb seiner zahlreichen Rinder blicken und zeigt, dass er nach wie vor mit der Region verbunden ist. Ihm gehört aktuell auch das Schüttgut.

Das Schüttgut in Zell am See, der Stammsitz der Familien Porsche & Piëch. In der Kapelle befindet sich die Familiengruft.

Das Schüttgut in Zell am See, der Stammsitz der Familien Porsche & Piëch. In der Kapelle befindet sich die Familiengruft.

Viele andere Mitglieder der Familie sind weit weniger häufig in der Öffentlichkeit zu sehen. So hat zwar Ferdinand Oliver Porsche bereits seit vielen Jahren zahlreiche wichtige Posten im Volkswagen-Konzern übernommen, doch wie sich die Macht und das Kapital der Familie verteilen, ist unbekannt.

Ferdinand Oliver Porsche

Ferdinand Oliver Porsche

Die Familien Porsche und Piëch behalten sich ansonsten in der Öffentlichkeit sehr bedeckt. Nur selten dringen interne Familienangelegenheiten an die Außenwelt. Die Größe der Familie trägt zur Unübersichtlichkeit bei. Ferdinand Porsche selbst hatte zwar nur zwei Kinder und acht Enkel, doch in jeder folgenden Generation wuchs die Familie mehr und mehr. Die mittlerweile weit verzweigte vierte Generation der Familie Porsche bestand 2013 aus 34 Cousinen und Cousins. Welches Familienmitglied über welchen Besitz verfügt, ist für Außenstehende kaum zu ermitteln und bestenfalls grob zu schätzen. Die Familie erhält laufend hohe Dividenden, wer davon jedoch welche Anteile und unter welchen Voraussetzungen erhält, ist nur intern bekannt.


So engagiert sich Porsche

Der Porsche-Clan engagiert sich auf lokaler und nationaler Ebene an gemeinnützigen Initiativen. Sehr bekannt ist die Ferry-Porsche-Stiftung, die in den Themenfeldern Soziales, Umwelt, Kultur, Sport Bildung und Wissenschaft tätig ist. Die Stiftung ist in erster Linie an den Werkstandorten und der Region tätig, also Stuttgart, Leipzig und Weissach. Soziale Einrichtungen und Privatpersonen können Förderanträge stellen, um für ihre Projekte Hilfe zu bekommen. Voraussetzung ist aber, dass die Projekte zu den Grundsätzen und den Schwerpunkten der Ferry-Porsche-Stiftung passen.

DieStiftung verleiht auch jährlich den Ferry-Porsche-Preis an die besten Abiturientinnen und Abiturienten in Baden-Württemberg. Das Ziel der Preisverleihung ist, junge Talente zu fördern, die in den Kernfächern Physik, Mathematik und Technik besondere Talente zeigen. Zusätzlich zur Preisverleihung werden auch Stipendien und Praktika unter den Abiturientinnen und Abiturienten verlost.

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