Körpersprache: 10 Tipps für das Bewerbungsgespräch

Körpersprache: 10 Tipps für das Bewerbungsgespräch

Was wir sagen oder nicht sagen wird verstärkt durch unsere Körpersprache. 60 bis 90 Prozent unserer Kommunikation geschieht nonverbal. Bei Bewerbungsgesprächen sollten Sie diesem Teil Ihrer Kommunikation daher besondere Aufmerksamkeit schenken. Nonverbale Kommunikation lässt sich auch trainieren.

Zugegeben, das Zitat "Man kann nicht nicht kommunizieren" von Paul Watzlawick ist abgedroschen. Der Wahrheitsgehalt ist aber ungebrochen. Denn selbst wenn man nichts zu einem Thema sagt, transportiert man durch Schweigen, Mimik und Gestik bereits wieder eine Botschaft. Risikofaktor Körpersprache – unterschätzt und oft wenig beachtet.

Nonverbale Elemente machen mehr als die Hälfte der in Gesprächen übertragenen Information aus. Und sie wirken dermaßen stark auf das Gegenüber, dass sie Situationen scheitern lassen können. Besonders wichtig ist nonverbale Kommunikation daher bei wichtigen Terminen – also auch beim Bewerbungsgespräch. Hier gilt es, das Gesagte zu unterstreichen, eine offene und freundliche Haltung einzunehmen und dabei trotzdem selbstsicher und nicht abweisend zu wirken. Denkt man daran, dass oft mehrere Kandidaten für eine ausgeschriebene Stelle in Frage kommen, kann ein sympathischer Eindruck im Gespräch also maßgeblich sein.

Worauf kann man beim Vorstellungsgespräch also achten? Was sollte man vermeiden, um nicht künstlich oder aufgesetzt zu wirken?

  1. Authentisch sein: Es geht bei einem Bewerbungsgespräch darum, sich so zu präsentieren, wie man ist. Sicher, man unterstreicht seine Stärken. Ruhige, eher in sich zurückgezogene Menschen werden aber selbst durch wildes Gestikulieren und übertrieben lautes Sprechen nicht zum glaubwürdigen Marktschreier.
  2. Gewinnend sein: Es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck. Daher sollte bereits die Begrüßung des Gesprächspartners sitzen: Freundlich lächeln und idealerweise jemanden mit Namen begrüßen sind ebenso wie ein angenehm fester Händedruck angebracht. Wichtig: Unbedingt den „toten Fisch“, also einen Handschlag gänzlich ohne Druck, vermeiden!
  3. Bewegend sein: Es gilt, die richtige Mischung aus Ruhe und Bewegung auszustrahlen. Die Hände sollten das Gesagte unterstreichen, aber keinesfalls herumfuchteln – das wirkt bestenfalls hyperaktiv.
  4. Offen sein: Ob man seinem Gegenüber offen entgegen tritt, entscheidet auch die Haltung der Arme und Hände. Abweisend wirken beispielsweise vor der Brust verschränkte Arme. Hände, die sich an der Tischplatte festklammern, wirken hingegen ängstlich und verkrampft.
  5. Geerdet sein: Die Fußsohlen sollten beide fest am Boden stehen. Das nimmt einerseits Nervosität. Andererseits vermeidet man damit zappelnde Beine, die Unruhe und Angespanntheit symbolisieren.
  6. Akzentuiert sein: Argumente wirken immer besser, wenn man sie nicht in einem Redeschwall versteckt. Für notorische Viel- und Schnellsprecher wichtig: Gezielte, kurze Pausen verleihen dem Gesagten ebenso wie das Heben und Senken der Stimme Akzente. Damit bleibt der Inhalt beim Gegenüber besser in Erinnerung.
  7. Aufrecht sein: Den Oberkörper aufrecht, aber nicht unlocker überstreckt halten, die Schultern leicht diagonal zur Blickrichtung – so wirkt die Körperhaltung dynamisch gewinnend.
  8. Auf Augenhöhe sein: Höflichkeit ist das Um und Auf – dazu gehört auch der Blickkontakt mit dem Gegenüber. Wer seinen Gesprächspartner nicht ansieht, wirkt schnell desinteressiert oder unhöflich.
  9. Souverän sein: Es sind die kleinen Details, die Souveränität ausstrahlen. So sollte man sich nicht auf die vordere Kante des Stuhles setzen, sondern möglichst viel von der Sitzfläche ausfüllen. Stehen die Füße dabei fest am Boden, wirkt das selbstsicher.
  10. Fleißig sein: Wie immer gilt: Übung macht den Meister. Wer wenig Erfahrung in Bewerbungssituationen hat, kann ein Vorstellungsgespräch auch zur Probe simulieren und dabei bewusst auf seine Körpersprache achten.

Körpersprache im Business-Alltag

Augenkontakt suchen und punkten

Wenn Sie augenkontakt vermeiden, signalisieren Sie geringes Selbstbewusstein, Unsicherheit und Angst. Suchen Sie immer wieder Augenkontakt mit Ihrem Gesprächspartner, aber starren Sie nicht. Sie signalisieren Interesse, Verständnis und Selbstbewusstsein.

Das hat "Handschlagqualität"

Der erste Eindruck eines Menschen ist oft auch bestimmt durch den ersten Händedruck. Ist Ihr Händedruck zu schwach oder schlaff, hat das den Eindruck Sie als Persönlichekti sind das auch. geben Sie einen festen Händedruck, sicher und entschieden - aber bitte keine brutale Todeskralle!

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