
Unternehmensberater und Produktivitäts-Experte Alois Czipin warnt: Österreich fällt in den Produktivitätsstatistiken zurück. Woran das liegt und wie Firmen Produktivitätsreserven auch abseits der Produktion mobilisieren könnten, erklärt er im Interview.
Nach mehr als 30 Jahren in der Unternehmensberatung mit Highlight-Projekten wie der Libro-Sanierung könnte man meinen, Alois Czipin, den oft als "Produktivitätspapst" titulierten Berater, würde so leicht nichts erschüttern. Fällt sein Blick aber auf die langfristige Produktivitätsentwicklung in Österreich und internationale Vergleiche, sorgt er sich massiv um die absehbaren Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, die Qualität des Wirtschaftsstandorts und die gesamte Volkswirtschaft. "Mit dieser Entwicklung fahren wir geradewegs an die Wand und stellen unseren Wohlstand in Frage", warnt Czipin.
Schon in der Pandemie, deren Effekte kurzfristigere Produktivitätsvergleiche übrigens verzerren können, hat die Politik mit der Einrichtung des Produktivitätsrats, der sich umfassend mit allen Facetten der Wettbewerbsfähigkeit befassen und konkrete Maßnahmenempfehlungen aussprechen soll, die langfristige Brisanz des Abwärtstrends erkannt. Dessen Vorsitzender Christoph Badelt und weitere Ökonomen skizzieren die volkswirtschaftlichen Dimensionen und Lösungsansätze.
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