
Wirtschaftskammerpräsident Harald Mahrer im trend. Interview. Er senkt die Kammer-Pflichtbeiträge um zwölf Prozent. Und er fordert andere öffentliche Organisationen auf, seinem Vorbild zu folgen, um Unternehmen und Bevölkerung in der Krise zu entlasten.
Auch viele der eigenen Funktionäre waren überrascht, als ihnen Wirtschaftskammerpräsident Harald Mahrer bei einer Versammlung am 7. September eröffnete, er werde die gesetzlichen Kammerbeiträge, die Unternehmen zu entrichten haben, senken. Nicht alle Kämmerer sind hellauf begeistert über den Verzicht auf Einnahmen. Doch Mahrer wählte den Zeitpunkt bewusst.
Denn die ohnehin immer wiederkehrende Kritik an den hohen "Zwangsbeiträgen" und den Milliarden-Rücklagen der Wirtschaftskammer-Organisation (WKO) und ihrer Bundeszentrale (WKÖ) wurde zuletzt wieder lauter: weil die Kammerumlagen -wie die Steuereinnahmen des Staates -durch die hohe Inflation automatisch stark ansteigen (Details siehe auch Kasten Seite 23). Mahrer geht deswegen nun in die Offensive. Und er will, dass diverse "öffentliche Hände" seinem Beispiel folgen.
Bei einem Gespräch im Tiroler Alpbach erklärte er dem trend seine Pläne.
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