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EU-Prognose: Wirtschaftswachstum bleibt schwach

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Europas Wirtschaft kommt nicht voran
©APA/APA/dpa/Thomas Müller
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Die am Mittwoch von der EU-Kommission in Brüssel veröffentlichte Frühling-Konjunkturprognose sagt weiterhin schwache Wachstumsaussichten für die EU, die Eurozone und Österreich voraus: Heuer soll die Wirtschaft der EU um 1,0 Prozent wachsen, 2025 um 1,6 Prozent. Für die Eurozone rechnet die Kommission mit 0,8 respektive 1,4 Prozent. Für Österreich wird 2024 ein kleines Plus von 0,3 Prozent erwartet, bevor die heimische Wirtschaftsleistung 2025 um 1,6 Prozent steigen soll.

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In ihrer im Februar veröffentlichten Winterprognose hatte die Kommission für die EU mit einem Plus von 0,9 Prozent für 2024 und von 1,7 Prozent für 2025 gerechnet. Für die Eurozone waren 0,8 bzw. 1,5 Prozent erwartet worden. Für Österreich lag die Prognose damals bei 0,6 Prozent Wirtschaftswachstum für heuer und bei 1,4 Prozent für das kommende Jahr.

Die jährliche Inflation soll schneller sinken als im Februar angenommen: So soll sie in den Ländern mit der gemeinsamen Euro-Währung 2024 auf 2,5 Prozent und im Jahr 2025 auf 2,1 Prozent weiter sinken, während die Inflation in der EU von 2,7 Prozent in diesem Jahr auf 2,2 Prozent im kommenden zurückgehen dürfte. Der österreichische Wert liegt mit 3,6 Prozent heuer und 2,8 Prozent 2025 immer noch über dem Durchschnitt.

Die Arbeitslosigkeit bleibt in allen Gebieten recht stabil: Für die EU werden heuer 6,1 Prozent und im kommenden Jahr 6,0 Prozent erwartet, für die Eurozone 6,6 bzw. 6,5 Prozent. Österreich liegt mit 5,3 respektive 5,1 Prozent (nach Eurostat-Definition) unter dem Durchschnitt.

Die Kommission betont, "nach einer weitgehenden Stagnation der Wirtschaft im Jahr 2023 haben das unerwartet gute Wachstum zu Beginn des Jahres 2024 und der anhaltende Rückgang der Inflation die Voraussetzungen für ein allmähliches Anziehen der Aktivität im Prognosezeitraum erhöht". Dies sei primär auf einen Anstieg des privaten Konsums zurückzuführen, da der anhaltende Reallohn- und Beschäftigungszuwachs höhere verfügbare Einkommen bringe.

Der andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der Nahost-Konflikt sowie weitere geopolitische Spannungen würden jedoch die Unsicherheiten und Abwärtsrisiken erhöhen, warnt die Kommission in ihrem Bericht. Außerdem könnte die anhaltende Inflation in den USA zu verzögerten Zinssenkungen führen, und damit die globalen Finanzbedingungen verschlechtern. Auch die mit dem Klimawandel verbundenen Risiken belasteten zunehmend die Prognosen.

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