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Bachmann-Preis mit drei Teilnehmerinnen aus Österreich

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Klassische Runde: Jurydiskussion im Vorjahr
©APA/APA/GERT EGGENBERGER/GERT EGGENBERGER
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Das Wettlesen um den 48. Ingeborg-Bachmann-Preis wird mit drei Teilnehmerinnen aus Österreich über die Bühne gehen: Die in Wien geborene und zwischen Wien und Warschau aufgewachsene Kaśka Bryla ("Die Eistaucher"), die gebürtige Grazerin Ulrike Haidacher ("Die Party") und die im Burgenland aufgewachsene und nun in Hamburg lebende Wienerin Johanna Sebauer ("Nincshof") sind unter den 14 antretenden Autorinnen und Autoren.

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Die Tage der deutschsprachigen Literatur 2024 finden vom 26. bis 30. Juni im ORF-Theater des Landesstudios Kärnten statt. Um den am letzten Tag vergebenen und mit 25.000 Euro dotierten Ingeborg-Bachmann-Preis und die weiteren Auszeichnungen - Deutschlandfunk-Preis mit 12.500 Euro Dotierung, Kelag-Preis mit 10.000 Euro, 3sat-Preis mit 7.500 Euro und BKS Bank-Publikumspreis mit 7.000 Euro - rittern acht Frauen, fünf Männer und mit Miedya Mahmod aus Deutschland eine Person, die sich als divers versteht.

ORF Landesdirektorin Karin Bernhard sagte am Freitag in einer Pressekonferenz zu den 48. Tagen der deutschsprachigen Literatur: "Es ist ja fast unglaublich, 48 Jahre ohne Unterbrechung, Hunderte Autorinnen und Autoren waren in dieser Zeit in Klagenfurt. Unzählige Karrieren in der literarischen Welt haben hier begonnen. Ich bin stolz, dass unser Landesstudio eine Veranstaltung mit einer derartigen internationalen Breitenwirkung durchführt und eine der wohl schönsten Gelegenheiten bietet, den Kultur- und Bildungsauftrag des ORF zu erfüllen."

Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider (Team Kärnten) ergänzte, dass der Ingeborg-Bachmann-Preis, der "auch in schwierigen Zeiten immer veranstaltet wurde", ein "Alleinstellungsmerkmal für Klagenfurt" darstelle: "Es ist eine jener Veranstaltungen, die hier geboren und aufgewachsen sind, die sich den Herausforderungen gestellt und weiterentwickelt hat und jetzt nicht mehr wegzudenken ist."

Von "einem spannenden Teilnehmerfeld", das es heuer gibt, sprach Horst Ebner, Koordinator der "Tage der deutschsprachigen Literatur": "Wir sind bunt, und wir sind dieses Mal stark weiblich." Christine Koschmieder, Denis Pfabe, Tijan Sila, Sophie Stein und Olivia Wenzel kommen aus Deutschland, Semi Eschmamp, Roland Jurczok und Sarah Elena Müller aus der Schweiz. Der in Frankfurt am Main geborene Henrik Szántó gilt als finnisch-britischer Autor und Slam-Poet.

Als "Blitzstarterin" in der Szene nannte Heimo Strempfl, Leiter des Robert-Musil-Literaturmuseums, die Slowenin Tamara Štajner. Im Jahr 2022 veröffentlichte sie einen Lyrikband, ein Jahr später ihren ersten Roman. Sie ist Performerin, studierte Violine an der Musikakademie und bei dem bevorstehenden Literaturwettbewerb könnte laut Strempfl der Jackpot für sie bevorstehen.

Wie bereits bekannt, ist der Germanist und Literaturkritiker Klaus Kastberger, seit 2015 Juror beim Ingeborg-Bachmann-Preis, neuer Juryvorsitzender des Wettlesens. Die bisherige Vorsitzende Insa Wilke ist auf eigenen Wunsch ausgeschieden, statt ihr kommt die Schweizer Autorin, Kritikerin und Schauspielerin Laura de Weck in die Jury, in der Mara Delius, Mithu Sanyal, Brigitte Schwens-Harrant, Thomas Strässle und Philipp Tingler weiter verbleiben.

Die Eröffnung erfolgt am 26. Juni um 18.30 Uhr mit der Auslosung der Lesereihenfolge und der nunmehr 25. Klagenfurter Rede zur Literatur, die heuer Ferdinand Schmalz unter dem Titel "Hoppla, die Leberwurst!" halten wird. Im Garten des ORF-Theaters, der seit dem Vorjahr Ingeborg-Bachmann-Park heißt, sollen heuer noch mehr Zuhörerinnen und Zuhörer im Schatten der Bäume sitzen können. Am Dienstag, 25. Juni - noch vor der Eröffnung des Bewerbs - wird in dem Park eine Skulptur des Künstlers Johann "Brandy" Brandstätter offiziell aufgestellt: Das Porträt der Preis-Namensgeberin in neugestalteter Form.

3sat überträgt das Wettlesen sowie die Preisverleihung bereits zum 36. Mal. Der gesamte Bewerb wird zudem im Deutschlandradio und als Livestream auf der Homepage des Bachmann-Preises übertragen. "Heuer wird es erstmals eine Kooperation mit ORF Sound geben, die Interessierten die Möglichkeit bietet, Lesungen und Jurydiskussionen nachzuhören", berichtete Ursula Schirlbauer, ORF-Koordinatorin 3sat.

(S E R V I C E - )

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