Impact Investing: Geld mit Wirkung

Wenn Nachhaltigkeit alleine nicht genug ist: Impact Investing geht über den reinen ESG-Gedanken hinaus. Investoren wollen damit auch einen Wandel anstoßen und etwas zum Besseren verändern.

Impact Investing: Geld mit Wirkung

Geld nachhaltig anlegen und investieren. Etwas anderes kommt für viele Anleger mittlerweile gar nicht mehr infrage. Dass die ESG-Kriterien und somit ökologische, soziale und unternehmerische Grundsätze eingehalten werden, ist dabei eine Grundvoraussetzung. Manchen Anlegern ist das aber noch immer nicht genug. Sie wollen nicht nur, dass die Unternehmen die ESG-Ausschlusskriterien erfüllen – also etwa Kinderarbeit vermeiden, nicht im Öl- oder Gasgeschäft tätig sind oder faire Löhne zahlen und Transparenz an den Tag legen. Es geht ihnen nicht nur darum, Schaden zu vermeiden, sie wollen auch aktiv einen Nutzen stiften.

Die Unternehmen, in die diese Anleger investieren, müssen auch einen aktiven Beitrag für einen gesellschaftlichen, ökologischen oder sozialen Wandel leisten. Das Stichwort dafür ist „Impact Investing“ oder „Anlegen mit Engagement“. Gemeint ist damit, dass Anleger in vorher definierte ökologische oder soziale Veränderungen investieren. Für diese Veränderungen sind konkrete und messbare Ziele vorgegeben, die auch überprüft werden. Gleichzeitig sollen die Anleger mit diesen Investments finanziell profitieren und eine entsprechende Rendite erwirtschaften.

Mit Geld Einfluss nehmen

Der britische Investor Unternehmer Sir Ronald Cohen gilt als „Vater des Impact Investing“. Er gehört als Chairman der im Jahr 2015 gegründeten Global Steering Group for Impact Investment (GSG) an und ist seit der Gründung im Jahr 2011 auch Vorsitzender von Big Society Capital, Großbritanniens erster sozialer Investmentbank. Seine Kernforderung ist, dass Investments neben einer positiven finanziellen Rendite auch positive Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesellschaft haben müssen.

Seine Grundprinzipien und Gedanken hat Cohen auch in seinem Buch „Impact: Ein neuer Kapitalismus für echte Veränderungen“ festgehalten. Darin erklärt er, wie der Kapitalismus verändert und der private Sektor von einem Umweltverschmutzer und Förderer der Ungleichheit in eine wirkmächtige Kraft für das Gute verwandelt werden kann. Wie Chancen gerechter verteilt und Lösungen für die großen sozialen und ökologischen Herausforderungen gefunden werden können und welche Rolle jeder Einzelne dabei spielen kann.

Fonds, die bewegen

Sogenannte „Impact-Fonds“ investieren daher direkt in Unternehmen, die zum Beispiel Bildungsangebote für zukünftige Generationen schaffen oder diese finanzieren, die Programme für den Erhalt der Biodiversität unterstützen oder die den Einsatz erneuerbarer Energien zur Reduzierung der globalen CO2-Emissionen vorantreiben, fördern und finanzieren.

Amundi Asset Management hat bereits eine ganze Reihe von Impact-Fonds aufgelegt, die etwa grüne Projekte finanzieren und Emittenten grüner Anleihen zur Offenlegung von Umweltinformationen verpflichten. Oder einen globalen Themen-Aktienfonds, der weltweit in den Bildungssektor investiert und klimabezogene Investmentlösungen bietet.

Diese Investmentfonds entsprechen dem Artikel 9 Offenlegungsverordnung der Europäischen Union. Darin wurden die Transparenzregeln von Impact-Anlageprodukten festgehalten.

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