Mehr Wunsch nach Ausgeglichenheit, mehr Personalengpässe [Umfrage]

Die große trend-Umfrage: Als Ursache des akuten Personalmangels in vielen Branchen nennen die Österreicher neben schlechter Bezahlung den Wunsch nach Work-Life-Balance.

Mehr Wunsch nach Ausgeglichenheit, mehr Personalengpässe [Umfrage]

Johannes Kopf brachte es Anfang Juli auf den Punkt: „3er-BMW, Laptop und Handy so wie früher – das ist für die neuen Generationen am Arbeitsmarkt nicht mehr genug“, so der AMS-Chef im Ö1-Mittagsjournal. Viele wissen, dass ihre Arbeit inzwischen ein knappes Gut geworden ist, und fordern Bedingungen ein, die über bisherige Zuckerl hinausreichen.

Und dazu gehört nicht nur gute Bezahlung, sondern auch der Rahmen, um das Berufs- mit dem Privatleben in Einklang zu bringen. 25 Prozent der Österreicher sagen laut einer Umfrage des Linzer market-Instituts, dass diese Work-Life-Balance für sie in den letzten Jahren wichtiger geworden ist, dagegen geben nur zwölf Prozent an, dass dem nicht so ist. Für rund ein Drittel hat sich nichts verändert. Am stärksten gestiegen ist laut market-Expertin Birgit Starmayr das Bedürfnis nach Ausgleich in der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen, also in der „Rush Hour des Lebens“, wo oft berufliche und familiäre Anforderungen miteinander kollidieren.

Dieser Wandel in der Einstellung zur Arbeit wird auch als Mitursache für ein Problem benannt, das derzeit im Dienstleistungssektor besonders sichtbar wird: Der Boom in Industrie und Tourismus hat den Arbeitsmarkt leer gefegt, immer häufiger kommt es zu Engpässen – Flüge müssen deshalb ebenso abgesagt werden, wie Lokale geschlossen bleiben. Haupttreiber dieses Phänomens ist laut den Befragten die schlechte Bezahlung in den betreffenden Branchen. 80 Prozent sagen, dass monetäre Rahmenbedingungen schuld daran seien, wenn Firmen häufig nicht mehr ihr gewünschtes Personal finden. An zweiter Stelle wird aber schon die Work-Life-Balance genannt, also das gestiegene Bedürfnis, Arbeit und Freizeit unter einen Hut zu bringen.

Dramatische Auswirkungen auf das eigene Konsumverhalten hat die Situation in den nächsten Monaten allerdings kaum. Nur 29 Prozent überlegen, jetzt weniger zu reisen oder essen zu gehen.


Diese repräsentative trend-Umfrage wurde vom market-Institut durchgeführt. n = 1.000 Befragte.


Die Umfrageergebnisse finden Sie auch in der trend. PREMIUM Ausgabe vom 8. Juli 2022

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