
SERVICE. Die Digitalisierungsförderung von Wirtschaftsministerium und Wirtschaftskammer wird neu aufgelegt – mit grünen Schwerpunkten.
Am Anfang war das Chaos.Am Ende auch, aber beabsichtigt. Dazwischen ein Quantensprung der Unternehmensentwicklung, sagt Melanie Eckl-Kerber. Die einstige Start-up-Gründerin und mittlerweile gestandene Eventmanagerin organisiert kreativ-künstlerische Erlebnis- und Teambuildingevents für Unternehmen und Private, wo es zuweilen durchaus turbulent zugehen kann. Vor allem seit ein mit einem CRM-System (Customer Relationship Management) verbundener Onlineauftritt eine Expansion möglich machte: „Wer ein größeres Auftragsvolumen managen möchte, schafft dies nicht mehr mit Excel-Listen, sondern muss die Prozesse digital vereinfachen, sonst geht man im Durcheinander unter.“
Eckl-Kerber nutzte für die Skalierung ihres Start-ups Art Adventure eine Förderaktion von Wirtschaftsministerium und Wirtschaftskammer (WKÖ), die gemeinsame Digitalisierungsoffensive KMU.Digital, bei der seit dem Beginn im Jahr 2017 schon mehr als 25.000 Beratungs- und Umsetzungsinitiativen unterstützt wurden. Deren Erfolg ist auch der Grund, warum nun genau dort ein neuer Förderschwerpunkt gesetzt wird.
Für KMU gibt es dabei einiges abzuholen. Das Förderbudget bis einschließlich 2026 ist mit zehn Millionen Euro pro Jahr doppelt so hoch wie bisher, insgesamt stehen bis dahin 35 Millionen zur Verfügung. Die Abwicklung der Beantragung erfolgt über das Austria Wirtschaftsservice (aws). Neu ist auch: Es gibt zwei Förderschienen, neben der klassischen auch eine mit grüner Ausrichtung. „Green“ fördert Projekte, die definitiv den CO2-Ausstoß reduzieren und Hand in Hand mit dem Vorantreiben der Digitalisierung bei einem KMU gehen. Damit soll ein Beitrag zur Erreichung der Klimaziele geleistet werden.
Tatsächlich läuft der Schritt von den ersten Erfahrungen in der Selbstständigkeit hin zum gestandenen Unternehmen oft über die digitale Verstärkung der Abläufe, weiß Amelie Groß, WKÖ-Vizepräsidentin: „Mit der Verdoppelung der Mittel für KMU.Digital und der Verlängerung um drei Jahre wird der Mehrwert für kleine und mittlere Unternehmen noch größer.“
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