
Schauspieler, Kabarettist, Autor und Kaiser. Und jetzt singt Publikumsliebling ROBERT PALFRADER auch noch. Für die Revue „Ein bisschen trallalala“ schlüpft er in der Volksoper in die Rolle des Sängers und Komikers Max Pallenberg. Ein Gespräch übers Unterhaltungshandwerk.
Gerade erst haben Sie die eigene Familiengeschichte väterlicherseits in Ihrem ersten Roman „Ein paar Leben später“ aufgearbeitet, schon schlüpfen Sie in ein anderes Leben. Was wussten Sie vorab von Max Pallenberg, den Kurt Tucholsky als „einen Teufel, entgleisten Gott und großen Künstler“ beschrieb?
Er hat viele Komplimente von großen Geistern seiner Zeit bekommen, auch von Alfred Polgar, der ihm eine eigene Monografie gewidmet hat, aber ich habe ihn nicht gekannt. Der Grund, warum ich bei der Produktion mitmache, ist, weil Ruth Brauer-Kvam mich dabeihaben wollte. Das hat mich tief geehrt. Wir sind seit Jahrzehnten befreundet, haben aber noch nie miteinander gearbeitet.
Ich habe keine Sekunde nachgedacht und Ja gesagt, bevor ich wusste, was das werden wird. Mir hat auch der Name Fritzi Massary nichts gesagt. Gar nichts. Ich habe dann erfahren, dass das zwei außergewöhnliche Künstler waren, denen wir die Ehre – hoffentlich ist es eine – erweisen. Wir versuchen eine Hommage an die beiden Wiener Paradiesvögel, die erst in Berlin zu Superstars geworden sind.
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