Kostbare Tropfen

Nicht nur Italien: Die Wasserknappheit ist in vielen Ländern ein Problem. Verbesserungen sind auch ein Wachstums- und Investitionsthema.

Kostbare Tropfen

Bis zu fünf Milliarden Menschen könnten bis zum Jahr 2050 von Wasserknappheit bedroht sein. Zu diesem erschreckenden Ergebnis kommt ein kürzlich von den Vereinten Nationen veröffentlichter Bericht. Die UNO hat die Bewältigung dieses Problems daher auch zu einem ihrer wichtigsten Ziele für nachhaltige Entwicklung erklärt: „Ziel 6“ ist speziell auf sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen für alle ausgerichtet.

„Die Weltbevölkerung wächst, Industrialisierung und Verstädterung nehmen zu. Dadurch wird das Wasser knapper, und oft ist es nicht dort vorhanden, wo es am dringendsten benötigt wird: In Asien leben zwei Drittel der Weltbevölkerung, aber es verfügt nur über ein Drittel der Wasservorräte", analysiert Catherine Cahill, Portfoliomanagerin bei KBI Global Investors, einem Unternehmen der Amundi-Gruppe.


Wasser wird ein langfristiges, strukturelles Wachstumsthema für Investoren sein.

Portfolio-Managerin Catherine Cahill

Dürre oder Überschwemmung

Die Auswirkungen des Klimawandels verschärfen das Problem noch weiter, wie man fast jeden Abend in den Nachrichtensendungen sehen kann: Entweder gibt es Dürre oder Überschwemmungen nach extrem starken Regenfällen. Hinzu kommt, dass in vielen Ländern die Wasserinfrastruktur in einem schlechten Zustand ist. Größter Wasserverbraucher ist die Landwirtschaft mit einem Anteil von 70 Prozent, rund 20 Prozent entfallen auf die Industrie.

Für Expertin Cahill ist die Industrie daher auch der Bereich, in dem Wassereinsparungen möglich sind: Wasser ist in industriellen Prozessen allgegenwärtig, und es kommt darauf an, wie Unternehmen ihren Verbrauch steuern. Gegenwärtig werden nur etwa fünf Prozent des weltweiten Wasservorrats wiederverwendet. Ein wichtiger Weg in die Zukunft ist für viele die "intelligente Wasserversorgung", bei der Künstliche Intelligenz und Datenanalyse in die Wasserinfrastruktur integriert werden, um die Leistung der Anlagen zu optimieren und die Ausfallzeiten zu verringern.

Ob es darum geht, Unternehmen zu ermutigen, Verschwendung zu vermeiden oder sie zu unterstützen, die Spitzentechnologien zur Lösung kritischer wasserbezogener Probleme entwickeln: Das Wasserthema bietet enorme Wachstumschancen, betont Cahill, die einen Aktienfonds eben zu diesem Thema managt: „Abgesehen von den langfristigen Faktoren ist das Engagement für eine bessere Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in der ganzen Welt deutlich gestiegen. All diese Faktoren bedeuten, dass Wasser ein langfristiges strukturelles Wachstumsthema für Investoren sein wird, um eine gerechtere Verteilung der wertvollsten Ressource der Welt zu gewährleisten.”

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