Die wichtigsten Tipps: Was Sie vor dem Urlaub noch regeln sollten

Wer den Urlaub sorgenfrei genießen will, sollte sich vor der Abreise um einige Dinge kümmern, um danach keine bösen Überraschungen zu erleben. Die Experten der D.A.S. Rechtsschutz AG informieren.

Thema: Rechtstipps
Die wichtigsten Tipps: Was Sie vor dem Urlaub noch regeln sollten

Wer nur seinen Koffer packt und alles für die Reise vor Ort organisiert, aber keine Vorkehrungen für die Abwesenheit trifft, kann bei der Rückkehr böse Überraschungen erleben. Die D.A.S Rechtsschutz-Experten geben nützliche Tipps, was Sie vor einer Reise noch beachten und tun sollten.


1. Post von Behörden

Ein Urlaubspostfach schützt vor Problemen mit RSa- und RSb-Briefen

Sie kommen selten, und wenn sie kommen, dann meistens unerwartet. Die Rede ist von behördlichen RSa- oder RSb-Briefen. Wenn ein solches Schriftstück nicht persönlich zugestellt werden kann, hinterlassen Postboten eine sogenannte Hinterlegungsanzeige (einen gelben Benachrichtigungszettel) im Briefkasten. Das Schriftstück wird in der Folge beim nächsten Postamt hinterlegt und gilt mit dem ersten Tag der Abholfrist bei der Post als zugestellt.

Das kann zu einem Problem werden, wenn man während des Zustellversuchs im Urlaub ist und in der Folge eine rechtliche Frist zu laufen beginnt.
Dagegen schützt ein Urlaubspostfach. Hat man ein solches eingerichtet, werden RSa- und RSb-Briefe an den Absender retourniert, und daher besteht die Gewissheit, aus diesem Grund keine Fristen zu versäumen.

Ein Urlaubspostfach kann in jeder Post-Filiale oder online auf post.at gebucht werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf 12,90 Euro für eine Woche, für zwei Wochen auf 14,90 Euro und für vier Wochen auf 19,90 Euro.

Ein solches Postfach empfiehlt sich auch, wenn man einen überquellenden Briefkasten vermeiden will. Auch Zeitungen oder Magazin-Abos können sofern man sie nicht an den Urlaubsort umleiten lässt oder unterbricht, bequem bei der Post gebündelt und nach der Rückkehr zugestellt werden.

Frist versäumt: was Sie tun können. Hatte man während des Urlaubs kein Postfach eingerichtet und deshalb eine wichtige behördliche Frist versäumt, muss der Empfänger des Schriftstücks ein Rechtsmittel einbringen und eine sogenannte Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragen.

War der Empfänger bei der Zustellung wegen Urlaub oder Krankheit längere Zeit ortsabwesend, gilt das Schriftstück erst am folgenden Tag nach der Rückkehr an die Abgabestelle als zugestellt. Wenn kein Postfach gemietet war, liegt die Beweislast für die Ortsabwesenheit allerdings beim Empfänger.


2. E-Mails

Automatisierte Abwesenheitsnachrichten

Die Juristen der D.A.S. Rechtsschutz AG raten zur Vorsicht, vor dem Urlaubsantritt eine automatisierte Abwesenheitsnotiz für eingehende E-Mails einzurichten.

Eine Sende- oder Lesebestätigung stellt zwar keinen rechtswirksamen Nachweis über eine ordnungsgemäße Zustellung dar, dennoch kann eine solche Abwesenheitsnotiz bei einer juristischen Auseinandersetzung helfen, wenn es etwa darum geht, Rechnungen fristgerecht zu begleichen.

Der Oberste Gerichtshof hat auch entschieden: Wenn eine Monatsrechnung elektronisch versendet wird und der Empfänger eine Abwesenheitsnotiz eingerichtet hat, kann man von keiner wirksamen Zustellung ausgehen.


3. Auto und Urlaub

Wenn das Auto zu Hause bleibt

Überprüfen Sie, ob das Fahrzeug für die Dauer des Urlaubs richtig geparkt ist. Kontrollieren Sie, ob Ihr Auto nicht in einer Kurzparkzone abgestellt ist, und vergewissern Sie sich, dass auf dem Stellplatz keine Baustelle geplant ist. Falls Ihr Fahrzeug wider Erwarten dennoch abgeschleppt wird oder Sie eine Verkehrsstrafe erhalten – etwa wegen einer kurzfristig eröffneten dringenden Baustelle infolge eines Leitungsgebrechens –, müssen Sie den Nachweis erbringen, dass die Baustelle zum Zeitpunkt Ihrer Abreise von zu Hause noch nicht absehbar war.

Wenn das Auto in den Urlaub mitkommt

Die Grüne Karte. Außerhalb der EU ist in vielen Ländern die sogenannte Grüne Karte notwendig. Diese ist ein international anerkannter Nachweis, dass ein Auto ordnungsgemäß versichert ist. Sie wird den Versicherungsnehmern von der Versicherung jährlich zugesandt oder muss – falls das nicht geschehen ist – angefordert werden. Wird die Grüne Karte nicht mitgeführt, kann Ihnen schon an der Grenze die Einreise verweigert werden.

Vor allem in vielen Ländern Osteuropas wird die grüne Versicherungskarte verlangt. In Albanien, Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien, Moldawien, Montenegro, der Ukraine und Weißrussland (Belarus) ist die Grüne Karte etwa Pflicht. In Serbien ist sie nicht Pflicht, man sollte sie aber besser dabeihaben. Für den Kosovo ist die Grüne Karte nicht gültig. Dort muss an der Grenze eine Grenzversicherung abgeschlossen werden.

Für den Iran, Israel, Marokko, Russland, Tunesien und die Türkei muss von der Versicherung das jeweilige Länderkennzeichen gesondert in die Grüne Karte eingetragen werden. In der Türkei ist darauf zu achten, dass der Versicherungsschutz für die gesamte Türkei gilt.

Innerhalb der EU gilt prinzipiell das EU-Kennzeichen als ausreichender Nachweis einer bestehenden Versicherung. „Aber es gibt es in Ländern wie Italien und Tschechien immer wieder Probleme. Es ist daher ratsam, auch in diesen Ländern die Grüne Karte mitzuführen“, betonen die D.A.S. Juristen. Das gilt auch für Serbien.


4. Zu Hause

Gas und Wasser. Vor der Abreise sollten Sie den Gas- und den Wasserhahn in Ihrem Heim abdrehen. Wenn Sie länger als 48 Stunden das Eigenheim verlassen und nicht die nötigen Vorkehrungen getroffen haben, erklären sich nämlich die meisten Versicherungen im Schadensfall leistungsfrei. Das bedeutet: Sie weigern sich zu zahlen, wenn etwa wegen eines Wasserrohrbruchs während des Urlaubs ein Wasserschaden entsteht. In Wintermonaten kann der Gashahn für eine Heizanlage – Stichwort Frostschutz – geöffnet bleiben.

Social Media. Auch wenn es noch so verlockend ist: Nehmen Sie Abstand davon, Urlaubsfotos in sozialen Netzwerken zu posten. Sie könnten damit auch potenzielle Einbrecher auf den Plan rufen. Besser ist es, wenn Sie nur Vertrauenspersonen über Ihren Urlaub informieren. Mit Ihren Urlaubsfotos können Sie in sozialen Netzwerken auch nach Ihrer Rückkehr noch punkten.


Weitere Rechtsinformationen und alles rund um Ihre rechtliche Absicherung finden Sie unter www.das.at

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Über die D.A.S. Rechtsschutz AG:
Seit 1956 ist die D.A.S. Rechtsschutz AG mit Spezialisierung auf Rechtsschutzlösungen für Privatpersonen und Unternehmen in Österreich tätig. Als unabhängiger Rechtsdienstleister bietet sie umfassenden Versicherungsschutz, fachliche Betreuung durch hochqualifizierte juristische Mitarbeiter und RechtsService-Leistungen wie die D.A.S. Direkthilfe® und D.A.S. Rechtsberatung an. Der Firmensitz des Unternehmens befindet sich in Wien. Die rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen Kunden in ganz Österreich zur Verfügung. In den vergangenen Jahren hat die D.A.S. Österreich ihre starke Marktposition als Rechtsschutzspezialist gefestigt und wird bereits seit 2009 jährlich mit einem stabilen A-Rating durch Standard & Poor’s bewertet. Das Versicherungsunternehmen ist seit Juli 2018 Netzwerkpartner der Leitbetriebe Austria und absolvierte 2020 erfolgreich eine Re-Zertifizierung. Im selben Jahr ist die D.A.S. auch mit dem Silbernen Siegel als „Best Recruiter“ ausgezeichnet worden.
Seit 1928 steht die internationale D.A.S. für Kompetenz und Leistungsstärke im Rechtsschutz. Heute agieren D.A.S. Gesellschaften in mehr als 10 Ländern weltweit. Sie sind die Spezialisten für Rechtsschutz der ERGO Group AG. Die D.A.S. Rechtsschutz AG agiert seit 2014 als Muttergesellschaft der D.A.S. Tschechien.

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