
Die Tiroler Supermarktkette MPreis kämpft mit stagnierenden Umsätzen und Verlusten. Nun sollen externe Manager die Kastanien für das Familienunternehmen aus dem Feuer holen und MPreis wieder zur Nummer eins in Tirol machen
Gefühlt ganz Tirol stand diesen Sommer Kopf, als die Arbeiterkammer anprangerte, dass bei der Supermarkt-Kette MPreis kein Bargeld mehr akzeptiert werde. Tatsächlich gab es dazu bereits seit der Coronapandemie in einer MPreis-Filiale einen Pilotversuch, aber bei Filiale zwei war das Fass für die Konsumentenschützer offenbar voll und sie drohten mit Klage. Der öffentliche Druck veranlasste die Tiroler Lebensmittelhändler schließlich zu einer reumütigen Umkehr. Pilotversuch gescheitert, das Bargeld ist wieder zurück in den Filialen.
Dieses Beispiel steht symptomatisch dafür, dass in den letzten drei Jahren bei MPreis einiges unrund läuft. Das von Therese Mölk im Jahr 1920 gegründete Familienunternehmen kannte 100 Jahre eigentlich nur eine Richtung: Wachstum, Expansion, Erfolg. Doch vor rund drei Jahren begannen die Probleme. Corona und die steigenden Energiekosten setzten dem Unternehmen mehr als der Konkurrenz zu. MPreis rutschte in die roten Zahlen und verlor seine Position als Nummer eins am Tiroler Markt an den Konkurrenten Spar. Dazu kamen häufige Wechsel im Management und Managementfehler. Mit externen Experten will die Familie die Talfahrt nun beenden. Wie das gehen soll, hat der trend in der MPreis- Zentrale in Völs recherchiert.
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