Der neue Zehn-Euro-Schein: Die Merkmale

Der neue Zehn-Euro-Schein: Die Merkmale

Der neue Zehn-Euro-Schein ist mit einem Speziallack überzogen. Das soll ihn haltbarer machen.

Speziallack, neues Wasserzeichen und ein auffälligeres Hologrammzeichen: Am Dienstag wird der neue Zehn-Euro-Schein in Umlauf gebracht. 4,3 Milliarden Stück werfen die Notenbanken auf den Markt. Er soll vor allem auch fälschungssicherer sein als der alte.

Frankfurt. In wenigen Tagen halten Europas Verbraucher ihn in Händen: den neuen Zehn-Euro-Schein. Vom kommenden Dienstag (23.9.) an bringen Europas Notenbanken 4,3 Milliarden Stück der überarbeiteten Banknote unters Volk. Wie beim neuen Fünfer, der seit Mai 2013 im Umlauf ist, versprechen sich die Zentralbanker besseren Schutz vor Fälschungen.

Spürbarste Veränderung: Die Oberfläche ist glatt, weil der Schein mit Speziallack überzogen ist. Das soll den Zehner, der wie der Fünfer rasch den Besitzer wechselt, haltbarer machen. Der neue Schein bietet nicht nur eine modernere Optik sondern vor allem die bereits von der 5-Euro-Banknote bekannten Sicherheitsmerkmale: Portrait-Hologramm, Portrait-Wasserzeichen und Smaragd-Zahl mit Farbwechsel auf der Vorderseite der Banknote.

Die neuen Sicherheitsmerkmale im Detail:

  • Relief: Auf der Vorderseite der neuen 10-Euro-Scheine lässt sich am linken und rechten Rand jeweils eine Reihe kurzer erhabener Linien ertasten.
  • Wasserzeichen: Auf den neuen Banknoten wird im Wasserzeichen ein Porträt der mythologischen Gestalt Europa sichtbar.
  • Sicherheitsfaden: Betrachten Sie die Banknote gegen das Licht. Der Sicherheitsfaden erscheint als dunkler Streifen, auf dem die Wertzahl in sehr kleiner, weiser Schrift sichtbar wird. Auf dem neuen Sicherheitsfaden ist das €€-Symbol zu sehen.
  • Hologramm: Kippen Sie die Banknote. Der silberne Streifen im rechten Teil der Vorderseite zeigt die Wertzahl und das €-Symbol. Neu ist das Porträt-Hologramm: Ein Porträt der Europa und ein Fenster werden sichtbar. Die zweite Neuheit ist die Smaragd-Zahl. Kippen Sie die Banknote. Auf der Vorderseite links unten sehen Sie eine glänzende Zahl, auf der sich ein Lichtbalken auf und ab bewegt. Außerdem verändert die Zahl ihre Farbe von Smaragdgrün zu Tiefblau.

Die Vorderseite des neuen 10-Euro-Scheins

Die Rückseite des neuen 10-Euro-Scheins

Bundesbank: Kein Chaos wie beim neuen Fünfer

Seit 2005 haben Währungsexperten an den neuen Sicherheitsmerkmalen getüftelt. Schließlich wollen die Währungshüter Geldfälschern stets mindestens einen Schritt voraus sein. Im ersten Halbjahr 2014 wurden europaweit 331.000 Blüten aus dem Verkehr gezogen.

Für die Umstellung auf den neuen Zehner werden Automatenbetreiber und Banken nach Angaben der Bundesbank seit neun Monaten geschult. Denn das Chaos vom Mai 2013 soll sich nicht wiederholen: Seinerzeit landete die neue Fünf-Euro-Note zwar in den Portemonnaies der Verbraucher, doch Fahrscheine oder Parktickets konnten die Menschen an vielen Automaten in Europa damit nicht bezahlen, weil deren Software nicht rechtzeitig geändert worden war.

Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele rechnet dieses Mal mit einem weitgehend reibungslosen Prozess. Thiele betonte jedoch, die Notenbank könne eine 100-prozentige Umstellung nicht garantieren: "Die Anpassung der Automaten liegt in der Verantwortung der Betreiber." Voraussichtlich Anfang 2016 wollen die Notenbanken den überarbeiteten 20-Euro-Schein in Umlauf bringen.

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