Zalando plant Lieferung innerhalb von 30 Minuten

In Berlin und Köln testet Zalando derzeit die Lieferung am gleichen Tag. Doch das ist dem Online-Modehändler noch nicht sportlich genug: Man plant sogar die Zustellung der Ware innerhalb von 30 Minuten. Am neuen Entwicklerstandort Helsinki soll an mobile Anwendungen getüftelt werden.

Zalando plant Lieferung innerhalb von 30 Minuten

Berlin. Rasant ist Zalando zu Europas größtem Online-Modehändler gewachsen und diese Position gilt es zu verteidigen. In Zukunft soll die Ware noch schneller zu den Kunden gelangen. Innerhalb einer halben Stunden sogar, wie Gründer und Vorstandsmitglied Robert Gentz in einem Interview mit der "Berliner Morgenpost" ankündigte. Die bisher schnellste Zustellung hätte Zalando innerhalb von viereinhalb Stunden geschafft.

Gelingen soll die Turbo-Zustellung durch eine Kooperation mit dem lokalen Einzelhandel. Selbst in den stationären Handel einsteigen wolle Zalando aber nicht. Derzeit testet das 2008 gegründete Unternehmen in Berlin und Köln eine Lieferung am selben Tag der Bestellung.

Zalando zieht es ins Ausland

Zalando will außerdem den Ausbau seiner Technologie-Plattform beschleunigen und fokussiert verstärkt das Ausland. Nach Dublin wurde vor kurzem in Helsinki ein Entwicklerstandort eröffnet. Grund dafür sei das Umfeld aus führenden Universitäten und Startups, die die Städte für Zalando attraktiv machen. In der finnischen Hauptstadt sollen vor allem mobile Anwendungen zur Ausweitung des Geschäfts entwickelt werden.

Im April hatte Zalando in Irland seinen ersten Technologie-Standort außerhalb Deutschlands angekündigt. In Dublin sollen in den nächsten drei Jahren bis zu 200 Arbeitsplätze für Daten-Analysten und Software-Entwickler geschaffen werden. Zugleich solle auch der Tech-Bereich in Deutschland mit über 700 Mitarbeitern schneller ausgebaut werden, hieß es damals. Das börsennotierte Unternehmen will unter anderem das Einkaufserlebnis besser auf einzelne Nutzer zuschneiden.

In die roten Zahlen gerutscht

Weniger erfolgreiche Nachrichten gab es erst vor kurzem: Zalando fuhr im dritten Quartal 2015 wieder Verluste ein. Von Juli bis September wurde ein Betriebsverlust (Ebit) von bis zu 32 Millionen Euro verbucht - noch sind es vorläufige Zahlen, Details wird es erst am 12. November geben. Im Vorjahreszeitraum machte verbuchte Zalando noch einen Gewinn von rund vier Millionen Euro. Schuld tragen laut Zalando die hohen Investitionen. Bereits im zweiten Quartal hatte die schlechte Zahlungsmoral einiger Kunden das Betriebsergebnis belastet.

Zalando wurde 2008 gegründet und wuchs innerhalb kürzester Zeit von einem Startup zu einem Konzern mit über 9.000 Mitarbeitern. Laut eigenen Angaben hat Zalando über 16 Millionen aktive Kunden und über 135 Millionen Website-Besucher pro Monat. Der Branchenverband HDE prognostiziert für 2015 ein Umsatzplus von zwei Prozent, vor allem dank der steigenden Online-Einkäufe.

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Agatha Kalandra ist Vorstandsmitglied, Partnerin und Leiterin des Management-Consulting-Teams von PwC Österreich. Sie verfügt über einen MBA in Controlling und Finance und mehr als 25 Jahre Berufserfahrung. Ihr Fokus liegt auf Finance-Transformation, HR-Transformation und Sustainability.
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