Zalando trotzt dem Brexit: Gewinne sollen weiter stark steigen

Zalando trotzt dem Brexit: Gewinne sollen weiter stark steigen

Im Gegensatz zum britischen Konkurrenten Atos, der vor allem von der Talfahrt des Pfund profitieren will, hat der Brexit bei Zalando laut Vorstandsmitglied Rubin Ritter kaum Auswirkungen auf das Geschäft. Für 2016 erwartet Europas größter Online-Modehändler noch mehr Wachstum.

Europas größter Online-Modehändler Zalando hebt nach einem deutlichen Gewinnsprung im zweiten Quartal seine Ziele fürs Gesamtjahr an. Die bereinigte operative Rendite (Ebit-Marge) werde 2016 zwischen 4,0 und 5,5 Prozent liegen, kündigte das Berliner Unternehmen am Dienstag an.

Bisher hatte Zalando 3,0 bis 4,5 Prozent in Aussicht gestellt. Zalando-Vorstandsmitglied Rubin Ritter begründete die gestiegene Zuversicht unter anderem mit geringeren Kosten im Marketing. Fürs zweite Quartal geht der im MDax notierte Konzern von einem bereinigten Betriebsgewinn von bis zu 88 Mio. Euro aus - dies wäre fast eine Verdreifachung zum Vorjahr, als Zalando auf 30 Mio. Euro kam. Im Geschäft von Lang & Schwarz sprang die Aktie vorbörslich mehr als fünf Prozent in die Höhe. Endgültige Zahlen will Zalando am 11. August veröffentlichen.

Keine Auswirkungen des Brexit

Im Gegensatz zum britischen Konkurrenten Asos, der nach dem Brexit-Votum vor allem von der Pfund-Talfahrt profitieren will, hat sich bei Zalando die Entscheidung der Briten für den EU-Austritt laut Ritter bisher kaum aufs Geschäft ausgewirkt. Bisher sei nicht geplant, durch den Brexit etwas an der Strategie auf der Insel zu ändern, sagte Ritter. Allerdings sei das britische Geschäft auch kleiner als in anderen Ländern.

Der Umsatz von Zalando kletterte von April bis Juni um höchstens 26 Prozent auf 924 Mio. Euro. Zalando rechnet für das Gesamtjahr weiterhin mit einem Wachstum von etwa 25 Prozent. 2015 waren es noch 34 Prozent.

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