Xerox bereitet feindliche Übernahme von HP vor

Xerox bereitet feindliche Übernahme von HP vor

HP stemmt sich gegen eine Übernahme durch Xerox.

Xerox hat den Aktionären von HP eine Kaufofferte unterbreitet. Das Übernahmeangebot ist 30 Milliarden Dollar schwer. HP stemmt sich gegen die feindliche Übernahme.

Palo Alto (Kalifornien) Der Drucker- und Kopierer-Dino Xerox [ISIN US98421M1062] schaltet bei seiner angestrebten Übernahme des größeren Rivalen HP auf Angriff. Der US-Konzern bestätigte am Dienstag, seine über 30 Milliarden Dollar (27,25 Mrd. Euro) schwere Kaufofferte direkt den Aktionären des Computer- und Druckherstellers HP Inc. [ISIN US4282361033] unterbreiten zu wollen. Zuvor war Xerox beim HP-Verwaltungsrat abgeblitzt.

Am Montag hatte das umworbene Unternehmen es zudem abgelehnt, Xerox Einblick in seine Bücher zu gewähren und so den Weg für weitere Verhandlungen erschwert. Für diesen Fall hatte Xerox bereits vergangene Woche gedroht, ein feindliches Übernahmeangebot in Erwägung zu ziehen.

HP hatte das Angebot von Xerox als zu niedrig und nicht im besten Interesse der HP-Aktionäre abgelehnt. Laut US-Medien bot Xerox 22 Dollar pro HP-Aktie, womit sich eine aktuelle Gesamtbewertung von über 33 Milliarden Dollar ergeben würde.

Eine Fusion könnte den Hardware-Dinos, die mit dem Branchenwandel ringen, frischen Schwung verleihen und die Kosten senken. Der Übernahmeplan ließ aufhorchen, weil Xerox gemessen am Börsenwert viel kleiner als HP ist. HP zeigte sich besorgt, dass der Deal mit Krediten finanziert werden sollte, was die Schulden des gemeinsamen Unternehmens stark erhöhen würde.

Leichter Umsatzanstieg

HP hat dank eines florierenden PC-Verkaufs zuletzt wieder mehr umgesetzt. Der weltgrößte PC-Hersteller konnte den Gesamtumsatz zwar nur geringfügig auf 15,41 Milliarden Dollar (13,98 Mrd. Euro) steigern, lag damit dennoch über den Erwartungen der Analysten, die mit Erlösen von 15,25 Milliarden Dollar gerechnet hatten, wie aus IBES-Daten von Refinitiv hervorgeht. Den Anstieg erreichte das Unternehmen vorwiegend mit dem Verkauf von Notebooks und Laptops.

In der Rechner-Sparte konnte HP im vierten Quartal den Umsatz um 3,6 Prozent auf 10,43 Milliarden steigern und übertraf damit die Schätzungen der Analysten von 10,29 Milliarden Dollar.

Schwächen zeigte HP im Druckergeschäft, die auch auf den Gewinn drückten: Der Umsatz der Druckersparte ging um 6 Prozent auf 4,98 Milliarden Dollar zurück. Der Nettogewinn fiel im Quartal zum 31. Oktober auf 388 Millionen Dollar von 1,45 Milliarden Dollar im Jahresvergleich.

Hewlett-Packard hatte sich Ende 2015 aufgespalten. Neben HP Inc. [ISIN US4282361033] agiert auch der Bereich Hewlett Packard Enterprise [ISIN US42824C1099] eigenständig, in dem Server- und Speicherdienste gebündelt sind.

HP Aktie im Jahresverlauf

Xerox Aktie im Jahresverlauf

HP und der Druckerhersteller Xerox ziehen beide eine jeweilige Übernahme in Betracht: Der Computerkonzern hat kürzlich ein rund 33-Milliarden-Dollar schwere Übernahmeangebot des Druckerherstellers als deutlich zu niedrig abgewiesen und geht in die Gegenoffensive. HP erwäge, selber ein Übernahmeangebot für Xerox zu unterbreiten, teilte der Konzern mit.

Der Aktienkurs von HP [ISIN US4282361033] ist nach dem feindlichen Übernahmeoffert und trotz guter Zahlen um 0,22 Prozent gesunken. Die Xerox-Papiere [ISIN US98421M1062] notierten ebenso schwächer und verloren 1,19 Prozent zum Vortag.

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