Worum es bei den Griechenland-Verhandlungen geht

Griechenland braucht neues Geld. Bevor es die bis zu 86 Mrd. Euro aus dem dritten Hilfspaket bekommt, muss es aber selbst mehr Geld einnehmen und sparen - 5,4 Mrd. Euro sind das Ziel. Das Euro-Reform-Paket, über das Athen derzeit mit seinen Gläubigern verhandelt.

Worum es bei den Griechenland-Verhandlungen geht

PENSIONSREFORM: Gespart werden soll mit Pensionskürzungen. Im Gespräch ist dabei auch die stufenweise Abschaffung einer Zusatzpension, die etwa ein Viertel des Einkommens der meisten Pensionisten ausmacht. Außerdem soll eine Obergrenze von 2.300 Euro eingeführt werden. Wenn jemand mehrere Pensionen erhält, soll die Grenze bei 3.000 Euro liegen. Zudem ist eine Beitragserhöhung von einem Prozent angedacht.

STEUERN: Einnahmen sollen Steuererhöhungen und eine Senkung des steuerfreien Betrages von 9.500 auf 5.000 Euro bringen. Daneben ist ein ganzes Bündel neuer indirekter Steuern angedacht - auf Tabak, Treibstoff, Transaktionen mit einem Wechselbrief, Mobilfunk, Pay-TV-Abos. Außerdem soll die Mehrwertsteuer von 23 auf 24 Prozent erhöht werden.

PRIVATISIERUNG: Die Gläubiger wollen, dass der vorhandene Privatisierungsfonds (TAIPED) vollständig unabhängig und nicht mehr von der Regierung gelenkt wird. Im Gespräch ist derzeit etwa ein Verkauf der Wassergesellschaften von Athen und Thessaloniki.

BACK-UP-PLAN: Außerdem ist ein "Sparprogramm auf Vorrat" für den Notfall im Gespräch. Dieses soll nur dann greifen, wenn Athen es nicht schafft, im Jahr 2018 einen Primärüberschuss (ohne Schuldendienst) von 3,5 Prozent zu erreichen. Dann könnte die Mehrwertsteuer für Elektrizität, Wasser und andere Dienstleistungen von 13 auf 24 Prozent erhöht werden.

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