Wohnungsmieten und Nächtigungskosten als Inflationstreiber

Wohnungsmieten und Nächtigungskosten als Inflationstreiber

Inflation: Die größten Preissteigerungen gibt es beim Wohnen und beim Übernachten.

Die Inflationsrate blieb im Februar bei 1,8 Prozent. Die deutlichsten Preissteigerungen gab es gegenüber dem Vorjahr bei den Wohnungsmieten sowie in der Gastronomie und in der Hotellerie.

Die steigenden Kosten für Wohnungsmieten, Wasser, Energie sowie Preiserhöhungen in der Hotellerie und in der Gastronomie sind für etwa 40 Prozent der Inflation in Österreich verantwortlich. Das zeigen die aktuellen Berechnungen der Statistik Austria zur Inflationsrate im Februar.

In den Bereichen Wohnen, Wasser und Energie stiegen die Preise im Jahresvergleich um durchschnittlich zwei Prozent. Der größte Preistreiber innerhalb dieser Gruppe waren die Wohnungsmieten, die um 4,1 Prozent über dem Vorjahresniveau lagen. Bei den Kosten für Haushaltsenergie gab es dagegen über alle Brennstoffe hinweg kaum Bewegung.

Entwicklung Inflationsrate und Mikrowarenkorb Februar 2017-2018

Entwicklung Inflationsrate und Mikrowarenkorb Februar 2017-2018

Nächtigungspreise um drei Prozent gestiegen

Für Restaurants und Hotels musste man durchschnittlich drei Prozent mehr bezahlen. Dazu beigetragen haben die teureren Bewirtungsdienstleistungen (+2,9 Prozent) sowie die gestiegenen Preise für Beherbergungsdienstleistungen (+3,0 Prozent). Die Beherbergungsbetriebe dürften somit die im Zuge der letzten Steuerreform vollzogene Mehrwertsteuererhöhung von zehn auf 13 Prozent direkt an die Konsumenten weitergegeben haben.

Die Preise im Bereich Verkehr stiegen um durchschnittlich 1,1 Prozent, wobei die deutlichsten Steigerungen bei den Reparaturen privater Verkehrsmittel (+ 2,9 Prozent) zu verzeichnen waren. Die Preise für Treibstoffe haben gegenüber dem Vorjahr nur sehr moderat um 0,9 Prozent angezogen.

1,1 Prozent Inflation im Euroraum

Verbraucherpreis-Entwicklung in den EU-Ländern

Verbraucherpreis-Entwicklung in den EU-Ländern

im Euroraum ist im Februar im Jahresabstand auf 1,1 Prozent gesunken - gegenüber 1,3 Prozent im Jänner. Die gesamte EU verzeichnete im Februar laut Eurostat einen Rückgang auf 1,3 Prozent gegenüber 1,6 Prozent im Jänner.

Die niedrigsten Teuerungsraten verzeichneten Zypern (minus 0,4 Prozent), Griechenland (0,4 Prozent), Dänemark und Italien (je 0,5 Prozent). Die höchsten jährlichen Raten wurden in Rumänien (3,8 Prozent), Estland und Litauen (je 3,2 Prozent) verzeichnet. Österreich hatte mit unveränderten 1,9 Prozent im Februar den sechsthöchsten Wert.

Wirtschaft

E-Bikes: Turbo für Handel und Hersteller

Wirtschaft

US-Präsident Donald Trump wirbelt an verschiedenen Fronten

FACC CEO Robert Machtlinger

Wirtschaft

FACC Hauptaktionär AVIC bündelt die Geschäfte