WKO-Chef Mahrer: "Unternehmen werden bei Impfstrategie aktiv eingebunden"

WKO-Präsident Harald Mahrer will Klein- und Mittelbetriebe (KMU) mit mobilen Impfteams unterstützen, die direkt in die Betriebe kommen.

WKO-Chef Mahrer: "Unternehmen werden bei Impfstrategie aktiv eingebunden"

RAUS AUS DEM LOCKDOWN. WKO-Präsident Harald Mahrer stellt sich hinter die Unternehmen.

trend: Welchen Beitrag können Unternehmen zu Österreichs Test- und Impfstrategie leisten?
Harald Mahrer: Einen sehr wichtigen, indem sie ihren Mitarbeitern ein niederschwelliges Angebot zum schnellen und unbürokratischen Testen am Arbeitsplatz ermöglichen. Zum Beispiel im Rahmen einer Teststraße, wie sie bereits Betriebe und auch wir in der Wirtschaftskammer für Mitarbeiter und Besucher anbieten. Wir gehen davon aus, dass österreichweit mehr als 530.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in etwa 2.400 mittleren und großen Unternehmen regelmäßig getestet werden könnten. Auch bei der Umsetzung der österreichischen Impfstrategie werden die Unternehmen eine aktive Rolle einnehmen. Wie genau, dazu sind wir im ständigen Kontakt mit den Behörden. Ziel ist, aus dem Lockdown zu kommen.

trend: Warum müssen Unternehmen aktiv werden?
Mahrer: Die Vorteile liegen auf der Hand: Sowohl beim Testen als auch beim Impfen können Personengruppen erreicht werden, die diese Angebote privat nicht so leicht in Anspruch nehmen können. Zudem werden die Test- und die Impfstrategie sehr dezentral ausgerollt, wenn viele große Unternehmen mittun. Natürlich gibt es auch ein wirtschaftliches Interesse: durch bestmöglich geschützte Mitarbeiter kann die Arbeit im Betrieb normal laufen.

trend: Welche Rolle können dabei Betriebsärzte spielen? Was ist bei kleineren Unternehmen, die keinen Betriebsarzt haben?
Mahrer: In größeren Unternehmen können Betriebsärzte eine zentrale Rolle bei der Impfung der Mitarbeiter einnehmen. Die rechtlichen Grundlagen dafür werden gerade ausgearbeitet. Als WKO setzen wir uns dafür ein, dass auch KMU sich aktiv an der Impfung ihrer Mitarbeiter beteiligen können. Da wären etwa mobile Impfteams denkbar, die in die Betriebe kommen.

trend: Viele Unternehmen betreiben bereits eigene Teststraßen, andere haben das vor - kostenlos für die Belegschaft. Wäre es möglich, dafür eine Förderung oder Kostenersatz zu bekommen?
Mahrer: Den Unternehmen, die in Eigeninitiative und mit eigenem Budget ihren Mitarbeitern einen bestmöglich geschützten Arbeitsplatz schaffen, gebührt großer Dank! Wir ermutigen alle Unternehmen, ihre Belegschaft regelmäßig zu testen. Viele - und immer mehr - Betriebe tun das auch. Sie leisten damit einen sehr wichtigen Beitrag zur Reduktion des Infektionsgeschehens und damit zur Vermeidung weiterer oder längerer Lockdowns. Und ja, die Bundesregierung soll die Kosten für die Antigentests ersetzen. Schlussendlich profitiert unser Gesundheitssystem davon, wenn breit getestet und die Ansteckungsgefahr dadurch vermindert wird.

trend: Stichwort Prämien: Die Investitionsprämie ist ein Erfolg und wurde zuletzt wieder um eine Milliarde Euro aufgestockt. Wie hoch ist das aktuelle Zuschussvolumen?
Mahrer: Es wurden bereits Anträge mit einem Gesamtvolumen von fast 27 Milliarden Euro gestellt. Von den insgesamt knapp 63.400 Anträgen entfielen mehr als die Hälfte auf die 14-prozentige Prämie für die Zukunftsbereiche Ökologisierung, Digitalisierung und Life Science. Wir sind zuversichtlich, dass die Investitionsprämie auch weiterhin sehr gut angenommen wird, derzeit ist die Drei-Milliarden-Euro-Schwelle noch nicht ausgeschöpft.




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