Harald Mahrer wird Leitl-Nachfolger

Harald Mahrer wird Leitl-Nachfolger

Harald Mahrer, designierter Wirtschaftsbund- und Wirtschaftskammer-Präsident.

Harald Mahrer, seit dem Rücktritt von Reinhold Mitterlehner im Mai 2017 Wirtschaftsminister, wird unter Sebastian Kurz kein Ministeramt mehr bekommen. Mahrer wird Chef des ÖVP-Wirtschaftsbund und ist damit auch der heißeste Nachfolge-Kandidat für Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl.

"Weichenstellung im Wirtschaftsbund" - unter diesem Titel hat der Wirtschaftsbund am 2. November zu einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz mit Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl und Wirtschaftsminister Harald Mahrer eingeladen. Die Weichen werden dabei nicht nur im ÖVP-Wirtschaftsbund, sondern auch für die weitere Karriere des 44-jährigen Mahrer.

Mahrer, der nach dem Rücktritt von Reinhold Mitterlehner als ÖVP-Chef und Wirtschaftsminister im Mai des Jahres vom Wirtschafts-Staatssekretär zum Wirtschaftsminister aufgestiegen ist, wird unter der neuen, von ÖVP-Chef Sebastian Kurz angeführten Regierung, nämlich kein Ministeramt mehr bekleiden und stattdessen die Nachfolge von Christoph Leitl als Präsident des Österreichischen Wirtschaftsbund (ÖWB) übernehmen. Leitl hat Mahrer nun als seinen Nachfolger im Bund präsentiert. Noch im Dezember soll Mahrer in einer außerordentlichen Generalversammlung des Bundes gewählt und damit in der Funktion bestätigt werden. Das Präsidium hats sich einstimmig für Mahrer ausgesprochen.

Designierter WKO-Präsident

Mahrer ist damit auch Favorit für die Nachfolge des mittlerweile 68-jährigen Leitl als Präsident der Österreichischen Wirtschaftskammer, zumal der Wirtschaftsbund als Interessensvertretung der Unternehmer in der Kammer die mit Abstand stärkste Fraktion darstellt. Bislang wurden auch der Wiener Wirtschaftskammer-Präsident Walter Ruck und der steirische Kammerpräsident Josef Herk als potenzielle Nachfolger gehandelt.



Das Mandat Leitls als Wirtschaftskammerpräsident würde eigentlich noch bis 2020 laufen. Zuletzt gab es von einigen Landesgruppen aber Kritik an Teilen seines Vorgehens. Nun könnte die Übergabe an seinen designierten Nachfolger bereits bis Mitte 2018 erfolgen.

Mahrer für WKO-Pflichtmitgliedschaft

Mahrer, der sich ganz klar für die diskutierte Pflichtmitgliedschaft in der Wirtschaftskammer ausspricht, steht einer Mitglieder-Befragung zu diesem Theme offen gegenüber. "Wir scheuen Abstimmungen in keiner Art und Weise. Es muss das Qualitätsargument gelten", erklärt er.

Mahrer verwies darauf, dass der Kammer-Gedanke ein liberaler, bürgerlicher sei und bezeichnete sich selbst als "glühenden" Verfechter der Selbstverwaltung. Die Staatsverfassung sehe hier eine Selbstverwaltung vor, das bedeute Freiheit von staatlicher Aufsicht und Freiheit von staatlichem Zwang.

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