Wikileaks kritisiert "Panama Papers" von ICIJ

Zwei Enthüllungsplattformen im Clinch: Wikileaks kritisiert das Journalistennetzwerk ICIJ wegen angeblicher US-Finanzierung der "Panama Papers". Es sei "kein Beispiel an Integrität", wenn Angriffe auf Putin von einer US-Entwicklungshilfeagentur gesponsert werden und nicht all Daten veröffentlicht werden. ICIJ stemmt sich dagegen und verweist auf einen verantwortungsvollen Journalismus.

Wikileaks kritisiert "Panama Papers" von ICIJ

Washington. Die Enthüllungsplattform Wikileaks übt Kritik an den "Panama Papers". Es sei "kein Beispiel an Integrität", wenn gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin gerichtete Enthüllungen von der US-Regierung finanziert werden, heißt es in einem am Mittwoch verbreiteten Wikileaks-Tweet.

Demnach hätten die US-Entwicklungshilfeagentur USAID sowie die (von USAID subventionierte) Entwicklungsjournalismus-NGO "Organized Crime and Corruption Reporting Project" (OCCRP) die Enthüllungen finanziert und organisiert. Beobachter weisen darauf hin, dass sich viele Enthüllungen auf Staaten beziehen, mit denen die USA in keinem besonders gutem Einvernehmen stehen wie Russland oder China.

Wikileaks kritisierte außerdem die Weigerung des Enthüllungsprojekts, alle Dokumente öffentlich zu machen. "Wenn man mehr als 99 Prozent des der Dokumente zensuriert, betreibt man 1-Prozent-Journalismus", schrieb Wikileaks in einem weiteren Tweet. Das Internationale Konsortium investigativer Journalisten (ICIJ) mit Sitz in Washington hat eine Veröffentlichung des gesamten Datensatzes unter Verweis auf den Schutz sensibler und persönlicher Daten abgelehnt. "Wir sind nicht Wikileaks. Wir möchten zeigen, dass man Journalismus auch verantwortungsvoll betreiben kann", sagte ICIJ-Direktor Gerard Ryle dem US-Magazin "Wired".

Bisher ist völlig unklar, wie die Daten aus der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca zu dem internationalen Journalistennetzwerk um das ICIJ gelangt sind. So betonte auch der österreichische Kooperationspartner des Enthüllungsprojekts, "Falter"-Chefredakteur Florian Klenk, am Sonntag im ORF, er wisse nicht, "woher die Daten tatsächlich kommen, ob sie die Frucht eines Verbrechens sind oder ob sie vielleicht von Behörden kommen oder ob sie vielleicht irgendwo liegen gelassen wurden".

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