WIFO: Stabiles Wachstum, Aufschwung auf breiter Basis

WIFO: Stabiles Wachstum, Aufschwung auf breiter Basis

Shoppen ist gut: Die Kauflaune der Österreicher hält die Wirtschaft in Schwung.

Das Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO ist zuversichtlich, was die weitere Entwicklung der heimischen Wirtschaft betrifft. Sowohl die Binnennachfrage als auch der Export ziehen weiter an.

Österreichs Wirtschaft wächst stabil weiter. Die neue Quartalsrechnung des WIFO zeigt Österreichs Wirtschaft im zweiten Quartal 2007 wieder um 0,8 Prozent im Plus. Der Aufschwung steht den Wirtschaftsforschern zufolge auf einer breiten Basis. Erfreulich ist, dass sowohl die Binnennachfrage als auch die Exporte merklich anziehen. Die Dynamik der Industriekonjunktur ist ebenfalls positiv. Auch von der Bauwirtschaft kamen Impulse.

Der Konsum blieb weiterhin eine stabile Wachstumsstütze für die heimische Wirtschaft und stieg um 0,3 Prozent. Die Nachfrage der privaten Konsumausgaben blieb weiter stark (+0,3 Prozent), allerdings unter den hohen Zuwachsraten aus dem Jahr 2016, als die Steuerreform die Ausgabenbereitschaft der privaten Haushalte noch stärker beflügelt hatte. Die öffentlichen Konsumausgaben stiegen im 0,2 Prozent.

Auch die Unternehmen lieferten mit ihren Investitionen wieder Beitrag zum Wachstum, selbst wenn sich die Dynamik im Vergleich zu den vergangenen Quartalen nicht mehr zugenommen hat. Investiert wurde vor allem in Maschinen und Fahrzeuge. Neben den Ausrüstungsinvestitionen (+0,9 Prozent) stieg auch die Nachfrage im Bereich der Bauinvestitionen zuletzt deutlich: sowohl die Nichtwohnbauinvestitionen (+1,2 Prozent), als auch die Wohnbauinvestitionen wurden deutlich ausgeweitet (+0,6 Prozent).

Entwicklung des realen Bruttoinlandsproduktes 2005 - 2017

Entwicklung des realen Bruttoinlandsproduktes 2005 - 2017

Spiegelbildlich zur guten Konsum- und Investitionsdynamik expandierten auch die Importe im II. Quartal stark (+1,6 Prozent). Auch die Exporte wurden erneut ausgeweitet (+1,8 Prozent). Der Zuwachs lag damit über jenem der Importe, sodass der Außenhandel einen positiven Beitrag zum Wirtschaftswachstum lieferte. Neben den Warenexporten (+2,0 Prozent) entwickelten sich auch die Dienstleistungsexporte (+1,3 Prozent) dynamisch.

Aufgrund der guten Exportnachfrage boomt die Industriekonjunktur. Die Wertschöpfung in der Sachgütererzeugung stieg im II. Quartal um 1,7 Prozent (I. Quartal +1,6 Prozent, IV. Quartal 2016 +1,2 Prozent). Auch von der Bauwirtschaft kamen nach der trägen Entwicklung der vergangenen Jahre deutlich positive Impulse. Nach einem witterungsbedingten dynamischen I. Quartal (+1,2 Prozent) stieg die Wertschöpfung im II. Quartal erneut stark (+0,9 Prozent). Ebenso unterstützen die Marktdienstleistungen das Wirtschaftswachstum. Die Wertschöpfung im Handel stieg um 1,0 Prozent, im Bereich Beherbergung und Gastronomie wurde sie um 0,5 Prozent ausgeweitet.

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