Wifo: Privater Konsum schwächelt auch in kommenden Monaten

Wifo: Privater Konsum schwächelt auch in kommenden Monaten

Die heimische Wirtschaft wächst nur schleppend - und wird auch in den kommenden Monaten keinen großen Sprung machen. Davon geht das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) in einem aktuellen Konjunkturtest aus. Die private Nachfrage ist schwach, allerdings könnten die Flüchtlinge und die im Jänner in Kraft tretende Steuerreform die Nachfrage befeuern.

Um das Konsumklima in Österreich ist es schwach bestellt. Das Konsumentenvertrauen hat sich seit dem Frühjahr 2015 deutlich verschlechtert, es erreichte im November den niedrigsten Stand seit der Krise 2008/09, so das Wifo in einem aktuellen Konjunkturtest.

Anders als in Deutschland und in mehreren anderen europäischen Ländern habe der private Konsum in Österreich auch im 3. Quartal nicht zugenommen. Nach Schätzungen der Wirtschaftsforscher dürfte die Nachfrage der privaten Haushalte auch in den nächsten Monaten schwach sein. "Weder der schwache Preisauftrieb noch die Aussicht auf das Inkrafttreten der Steuersenkungen Anfang 2016 veranlasst die Haushalte bislang zu einer Ausweitung ihrer Ausgaben", heißt es im Bericht.

Flüchtlinge und Steuerreform könnten Konsum befeuern

Allerdings, so schrieb das Wifo am Montag, könnten von der Flüchtlingsmigration sowie von der Steuerreform, die Anfang 2016 in Kraft tritt, merkliche Impulse für den Konsum ausgehen. Beeinflusst werde die zurückhaltende Entwicklung des privaten Konsums auch durch die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt. Im November war die Arbeitslosenquote auf 9,2 Prozent geklettert.Ende November waren 430.107 Menschen arbeitslos - 5,6 Prozent mehr als im November 2014. Verdreifacht hat sich die Zahl der Langzeitarbeitslosen: Sie stieg auf 47.845.

Konjunkturimpulse gab es von Exporten und zuletzt auch von den Ausrüstungsinvestitionen. Die Unternehmenseinschätzungen haben sich leicht verbessert. Nicht überwunden ist die Schwäche der Baukonjunktur, berichtete das Wifo.

Positive Signale kommen auch aus der Tourismusbranche. In den vergangenen Sommermonaten erreichte die Zahl der Gästeankünfte einen neuen Höchstwert. Zwar sanken laut Wifo die Ausgaben pro Nächtigung, die Tourismuswirtschaft setzte jedoch erheblich mehr um als im Vorjahr.

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