Wien unter den Top-10 der teuersten Städte Europas

Gemessen an den Kosten für Lebenserhaltung und Miete zählt Wien für ausländische Arbeitskräfte zu den teuersten Städten Europas. In Asien führt Hongkong das Ranking an. Was die USA für Expats derzeit besonders teuer macht.

Wien unter den Top-10 der teuersten Städte Europas

Wien: Für ausländische Arbeitnehmer eine teure Angelegenheit

Als Folge der Corona-Pandemie bewerten Organisationen ihre globalen Mobility-Programme neu, wobei einer der Schwerpunkte auf dem Wohlergehen der im Ausland lebenden Mitarbeiter und ihrer Familien liegt. Neue Arbeitsformen und digitale Technologien werden zunehmend von den Unternehmen genutzt und es verstärkt sich der Trend, zusätzlich zu den traditionellen Entsendungsprogrammen alternative Formen für Auslandseinsätze in Betracht zu ziehen.

Angesichts von Personal- und Gehaltskürzungen sowie Änderungen der Benefits-Programme stellen Unternehmen derzeit auch ihre Expansionsstrategien im Ausland in Frage. Damit Organisationen ihre Talentpools, Mobility-Programme und Vergütungspakete bezüglich geänderter Anforderungen überprüfen können, um das Wohlergeben der Mitarbeiter, aber auch wirtschaftliche Notwendigkeiten einzubeziehen, sind valide und transparente Daten unerlässlich.

Die Corona-Pandemie hat auch Auswirkungen für Mitarbeiter von Unternehmen, die im Ausland stationiert sind. Die Anforderungen etwa in Bezug auf Vergütung und Mobilitätsprogramme von Unternehmen haben sich dadurch zum Teil geändert. „Grenzschließungen und Reisebeschränkungen beeinflussen sowohl die Kosten für Waren und Dienstleistungen, sondern auch die Lebensqualität der Expatriates“, erklärt Ilya Bonic, Strategieverantwortlicher bei Mercer.

Das Ranking über die aktuellen Kosten für die Lebenserhaltung des Beratungsunternehmens Mercer verdeutlicht, dass beispielsweise Währungsschwankungen, die Preissteigerungen von Waren und Dienstleistungen und eine instabilie Entwicklung von Wohnungsmärkten wesentliche Faktoren sind, die die Kosten von Expatriate-Paketen beeinflussen. Die Daten von Mercer wurden im März 2020 erhoben.

Asien: Das teuerste Pflaster
Sechs der Top 10-Städte in der diesjährigen Rangliste des des Cost-of-Living-Rankings liegen in Asien. Hongkong (1) behielt seinen Platz als teuerste Stadt für Expatriates sowohl in Asien als auch weltweit aufgrund von Währungsschwankungen, die sich am Dollar messen lassen und die Lebenshaltungskosten, die die Kosten vor Ort in die Höhe treiben. Diesem globalen Finanzzentrum folgen Aschgabat (2), Tokio (3), Singapur (5), Schanghai (7) und Peking (10). Mumbai (60) ist die teuerste Stadt Indiens, während Kalkutta (185) die günstigste indische Stadt im Ranking ist.


Cost-of-Living-Ranking 2020
Laut des Cost-of-Living-Rankings 2020 führt nach Hongkong die Liste der teuersten Städte für Expatriates Aschgabat (Turkmenistan). Tokio und Zürich bleiben auf den Plätzen drei und vier. New York City belegte in diesem Jahr den sechsten Platz, 2019 lag New York auf Platz neun. Weitere Städte in den Top 10 des Rankings sind Shanghai (7), Bern (8), Genf (9) und Peking (10). Die weltweit preiswertesten Städte für Expatriates sind Tunis (209), Windhuk (208) sowie Taschkent und Bischkek, die auf Rang 206 liegen.

Kostentreiber Währung
Vor allem Währungsschwankungen, manchmal, wenn auch selten, die Inflation, schlagen derzeit bei Kosten für Auslandseinsätze durch. „Plötzliche Änderungen der Wechselkurse wurden derzeit hauptsächlich durch die Auswirkungen von COVID-19 auf die Weltwirtschaft verursacht“, erläutert Ulrike Hellenkamp, Expertin für Auslandsentsendungen bei Mercer. „Diese Volatilität kann sich auf Expatriates in vielfältiger Weise auswirken, durch Knappheit und Preisanpassungen bei Gütern und Dienstleistungen oder wenn Mitarbeiter in der Währung ihres Heimatlandes bezahlt werden und Geld im Gastland für Einkäufe vor Ort umtauschen müssen.“

Zürich: Die Stadt mit den höchsten Preisen Europas
Drei europäische Städte befinden sich unter den Top 10 der teuersten Standorte. Auf Platz vier der weltweiten Rangliste bleibt Zürich die teuerste europäische Stadt, gefolgt von Bern (8), das gegenüber dem Vorjahr um vier Plätze gestiegen ist. Die nächste europäische Stadt in der Rangliste, Genf (9), liegt gegenüber 2019 vier Plätze weiter vorne.
Insgesamt waren die Preiserhöhungen in Europa gegenüber dem Vorjahr jedoch minimal oder nicht gegeben.

Großbritannien: Weiterhin starke Währung

Die Entscheidung von Großbritannien, die Europäische Union zu verlassen, hat sich nicht auf die Landeswährung ausgewirkt, die nach wie vor stark ist und gegenüber allen wichtigen Weltwährungen an Wert gewinnt. London (19), Birmingham (129) und Belfast (149) rutschten im Ranking um vier, sechs bzw. neun Plätze nach oben.

Vereinigte Staaten: Kosten steigen wegen starkem Dollar
Während der globale Wirtschaftsabschwung in der ersten Jahreshälfte einsetzte, trieb die Stärke des Dollars die Kosten für Expatriates in US-Städten in die Höhe. Infolgedessen sind die Städte in den Vereinigten Staaten in der diesjährigen Rangliste der teuersten Städte auf den vorderen Plätzen zu finden. New York (6) ist die am höchsten eingestufte Stadt des Landes, gefolgt von San Francisco (16), Los Angeles (17), Honolulu (28) und Chicago (30). Winston Salem, North Carolina (132) ist laut dem diesjährigen Ranking nach wie vor die günstigste US-Stadt für Expatriates.

Puerto Rico: Diese südamerikanische Hauptstadt ist am teuersten
In Südamerika rangiert San Juan (66) als teuerste Stadt, gefolgt von Port of Spain (73), San Jose (78) und Montevideo (88). Managua (198) ist die preiswerteste Stadt Südamerikas. Caracas in Venezuela ist aufgrund der komplexen Währungssituation aus der Rangliste ausgeschlossen, die Platzierung hätte je nach dem gewählten offiziellen Wechselkurs stark variiert.

Preise in Kanada sind gestiegen
Der kanadische Dollar hat an Wert gewonnen, was zu Sprüngen in der diesjährigen Rangliste geführt hat. Mit achtzehn Plätzen gegenüber dem Vorjahr ist Vancouver (94) die teuerste kanadische Stadt in der Rangliste, gefolgt von Toronto (98). Ottawa ist die günstigste Stadt Kanadas auf Rang 151.

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