Umfrage: Werden Start-ups klassischen Unternehmen bevorzugt?

Zahlreiche mittelständische Unternehmen fühlen sich gegenüber Start-ups benachteiligt. Während die traditionellen Betriebe mit Auflagen kämpfen werden Start-ups - so scheint es zumindest - mit Fördermillionen überhäuft. Der trend widmet sich in der Cover-Story seiner aktuellen Ausgabe diesem Konflikt und stellt die Frage: Sind Start-ups tatsächlich die Liebkinder der Nation?

Umfrage: Werden Start-ups klassischen Unternehmen bevorzugt?

Mittelständische Unternehmen fühlen sich gegenüber Start-ups benachteiligt. Dieser Eindruck wurde der trend-Redaktion zuletzt bei vielen Gesprächen in zunehmendem Maße vermittelt. Jeder, der eine mehr oder weniger überflüssige App entwickelt, werde von der Politik hofiert, aber wenn ein kleiner Produktionsbetrieb Sorgen hat, der halt weniger cool ist, kümmere das kein Schwein. So könnte man - zugespitzt - die Stimmung zusammenfassen, die den trend zur dieswöchigen Cover-Story veranlasst hat.

Die Reaktionen von Politikern auf solche Kritik sind zu 100 Prozent vorhersagbar: typisch österreichische Schlechtmacherei, stimmt gar nicht, die wirtschaftspolitischen Maßnahmen der letzten Monate bringen doch allen Unternehmen was etc. - und: So falsch ist diese Argumentation gar nicht. Die Erhöhung der Forschungsprämie, der beschlossene Beschäftigungsbonus oder die in die Wege geleitete Senkung der Lohnnebenkosten weisen durchaus in die richtige Richtung.

Trotzdem hält sich hartnäckig das Gefühl, dass nichts besser wird, vor allem bei traditionellen KMU, die selten einen direkten Zugang in die hohe Politik haben. Woran die Regierungsparteien ausschließlich selbst schuld sind: Sie schaffen es sehr effizient, positive Impulse durch tagtäglichen Zank über alle möglichen Themen in den Hintergrund zu drängen. Arbeitszeitflexibilisierung: scheitert an den Sozialpartnern. Abschaffung der kalten Progression: ein Dauerstreit. Niedrigere Arbeiterkammerbeiträge, weil hohe Rücklagen: ein No-Go für die Roten. Bessere Leistungen der SVA, weil hohe Rücklagen: ein No-Go für die Schwarzen.


Trend-Umfrage

Die Teilnahme an der Umfrage ist bis Freitag, 14. April möglich.


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Zur Person. Georg Schwondra, 51, ist Partner bei Deloitte und für den Ausbau und die Leitung des Bereiches Cyber Risk/Cyber Security bei Deloitte Risk Advisory verantwortlich. Er verfügt über umfangreiche Erfahrungen sowohl im Bereich von Security Strategy, der Beratung und Implementierung von Cybersecurity-Lösungen, dem Outsourcing von Security-Funktionen auf Auftraggeberseite und Dienstleisterseite als auch in der Begleitung und dem Management von Transformationsprojekten bei Unternehmen aller Größen, insbesondere auch im Bereich von Familien- und Privatunternehmen.

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