Weihnachts-Dividende für Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz

Weihnachts-Dividende für Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz

Gewinn-Maschine. Red-Bull-CEO Mateschitz und Zwei-Prozent-Eigentümer Chalerm Voovidhya freuen sich über eine Sonderausschüttung.

Nach der üblichen Gewinnausschüttung, diesmal 329 Millionen Euro, einigten sich die Red-Bull-Eigentümer für 2018 nun auch noch auf eine Sonderdividende – allerdings nicht für alle.

Am 17. Dezember, eine Woche vor Weihnachten, gab es einen in der Geschichte von Red Bull einzigartigen Eintrag ins Firmenbuch: die Berichtigung einer Dividendenverteilung.

Erst zehn Tage davor hatten die thailändische Voovidhya-Familie, die 51 Prozent am Energy-Drink-Riesen hält, und CEO Dietrich Mateschitz die Ausschüttung von in Summe 329 Millionen Euro aus dem doppelt so hohen Jahresgewinn 2018 verlautbart. So weit, so üblich.

Nun aber wurde eine zusätzliche Dividende protokolliert, die aus dem Gewinnvortrag entnommen wurde: 147,3 Millionen Euro an die zu 100 Prozent im Eigentum von Mateschitz stehende Distribution & Marketing GmbH, weitere 3,2 Millionen Euro an den Zwei-Prozent-Eigentümer Chalerm Voovidhya – aber nichts an den 49-Prozent-Eigentümer TC Agrotrading, die von Chalerms Bruder Saravoot Yoovidhya gemanagt wird. Alle Gesellschafter seien mit dieser alinearen Ausschüttung einverstanden, geht aus dem Dokument hervor.

"Alineare Gewinnausschüttung"

Über Spannungen zwischen den Eigentümern wegen der Gewinnverteilung ist oft spekuliert worden. Der Vorgang scheint jedenfalls von langer Hand geplant zu sein, weil erst ein Jahr davor erstmals im Gesellschaftsvertrag festgelegt worden war, „die Gesellschafter könnten einstimmig auch eine alineare Gewinnausschüttung beschließen.“

Offenbar ist Mateschitz, der somit allein für 2018 rund 329 Millionen Euro ausgeschüttet bekam, derzeit eben der Appetit danach. Sehr viel auszugeben scheint der 75-jährige aber nicht: In der Distribution & Marketing hat sich per Ende 2018 ein sagenhafter Bilanzgewinn von mehr als zwei Milliarden (!) Euro angehäuft. Red Bull bzw. Mateschitz wollten die trend-Informationen auf Anfrage nicht kommentieren.



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