Was die Tourismusbranche vom Winter erwarten kann

Tourismuskonzern Ruefa analysiert das Buchungsverhalten und prognostiziert womit Hoteliers, Wirte und auch Gäste für die Wintersaison rechnen müssen und welche Art des Reisens und welche Destinationen schon gefragt sind. Was sich bei Buchungen und Service durch die Pandemie dauerhaft ändern dürfte.

Was die Tourismusbranche vom Winter erwarten kann

Die Touristiker setzen große Erwartungen in das neue Angebot bei Zügen, speziell von Nachtzügen für Urlaubsreisende. So modernisiert die ÖBB gerade ihre Nachtzüge. Sie sollen ab 2022 zum Einsatz kommen. Der Nightjet Wien-München-Paris startet am 13. Dezember 2021.

Corona reißt bei vielen Tourismusbetrieben und Reisebüros ein großes Loch. So liegt Branchprimus Ruefa für den Reisezeitraum 1. November 2021 bis Ende April 2022 erst bei knapp einem Viertel der Buchungen gegenüber der Saison 2019/2020. Die Kapazitäten für Fernreisen werden in diesem Winter, verglichen mit dem Vor-Corona-Winter um die Hälfte reduziert. Doch noch besteht Hoffnung auf mehr. Die Nachfrage schwankt derzeit stark. Die Hoffnung der Touristiker auf eine Erholung des Wintertourismus hoch. "Die Reiselust ist, trotz aller Schwierigkeiten, Fragezeichen und Unsicherheiten, wieder zurück“, so Helga Freund, Geschäftsführerin von Ruefa und Vorstand des Verkehrsbüros.


Ausländische Gäste für Wintersaison in Österreich: problematisch
Nur die Hoffnung auf viele Gäste aus dem Ausland, ist auch diesen Winter gering. „Wenn sicherlich alles besser wird als letztes Jahr“, so Freund. Aber was ausländische Gäste betrifft, wird es nicht einfach und die Aussagen hinsichtlich des G-Status alles andere als klar. „Stufenpläne dazu können für heimische Gäste funktionieren, ausländische Gäste hält das eher ab“, analysiert Freund weiter. Zudem sei noch immer ungeklärt, wie ein Winterurlaub mit Kindern unter 12 Jahren gestaltet werden kann –und wie ein Urlaub dieser größte Zielgruppe der Familien-Winterurlaube funktionieren kann." Ein positives Signal für die Wintersaison sei die Verlängerung der gratis Testangebote bis Ende März 2022.

Die Trends bei Reisen für den Winter

1. Absicherung gegen Kosten bei Corona-Erkrankung im Ausland
Viele Kunden erkundigen sich im Reisebüro genau, wie es vor Ort aussieht, welche Maßnahmen gerade gelten und vor allem welche Einschränkungen beim Reisen zu beachten sind. „Die, die gefahren sind, haben beinahe alle haben die angebotenen Flextarife, die flexible Storno- bzw. Umbuchungsbedingungen garantieren und Covid-Protection-Packages gebucht“, so Freund. Bei einem solchen Covid-Protection-Offert sind Kunden vor zusätzlichen Kosten durch eine mögliche Corona-Infektion geschützt.

2. Flexible Buchungen: Gekommen um zu bleiben
Bei Ruefa erwartet man, dass die positiven Erfahrungen für Folgebuchungen im Winter 2021/22 sowie Vorausbuchungen für den Sommer 2022 ein Booster sein können – und auch davon, dass sich Flextarife zu geringen Mehrkosten weiter großer Beliebtheit erfreuen werden. „Flexrates sind gekommen, um zu bleiben. Stornomöglichkeiten und Versicherungsprodukten wird Reisen wieder möglich. Der Beratungsaufwand steigt jedoch, oft kontaktieren Kunden die Reiseexperten zwei oder drei Mal für eine Buchung“, so die Ruefa-Chefin.

3. Impfung wird bei vielen Destinationen Standard werden
„Die Corona-Impfung ist bereits in manchen Destinationen Pflicht und wird eher früher als später zum internationalen Standard werden. Die Kunden kommen damit gut zurecht“, sagt Freund – auch im Hinblick darauf, dass Impfungen für viele Destinationen schon bisher gang und gäbe war und in der Reisebranche seit Jahren üblich ist.

4. Öffnungszeiten der Reisebüros werden erweitert, individuelle Termine buchbar
Ruefa will sein Service ausweiten. So sollen die Öffnungszeiten der Reisebüros wieder deutlich erweitert werden und um individuelle Terminvereinbarungen ergänzt werden.

5. Online-Angebot wird ausgebaut
Online-Angebote und Online-Beratung wird ausgebaut.

Zug-/Nachtzugverbindungen könnten starke Nachfrage erleben
„Die Menschen haben Aufholbedarf in Sachen Kunst und Kultur und immer mehr Möglichkeiten, europäische Metropolen auch mit Zug-/Nachtzugverbindungen zu erreichen. Davon versprechen wir uns einiges“, so die Tourismusexpertin.

Destinationen mit stärkerem Aufholpotential

Potential für Städtetourismus im Winter
Für die Wintersaison ebenso wie für kommendes Frühjahr und den Sommer sieht Freund hohes Potenzial für den europäischen Städtetourismus.

Thailand, Sri Lanka und USA immer stärker gefragt
Beliebte Tourismusregionen in Thailand werden seit wenigen Wochen zaghaft, aber ve immer stärker nachgefragt, ebenso Sri Lanka oder die USA. Die Liste der halbwegs einfach zu bereisenden Destinationen wird Tag um Tag länger.

Alle Fernreise-Destinationen noch nicht bereisbar
Ruefa hat bereits im September eine Kampagne für Fernreisen gestartet. „Die Reiseziele können unter Einhaltung der geltenden Einreisebestimmungen derzeit unbesorgt bereist werden und die ausgewählten Reiseangebote garantieren flexible Storno- bzw. Umbuchungsbedingungen.“ Es geht in die Karibik, es geht nach Asien und es geht auf sämtliche Perlen im Indischen Ozean und zu beliebten Zielen nach Afrika. Noch geht nicht alles – aber wir sind zuversichtlich, dass es immer mehr Destinationen geben wird“, so Freund.

Studienreisen wieder im Kommen
Bei Studienreisen ist aus heutiger Sicht mit einem entsprechenden Nachholbedarf zu rechnen. Bereits im Sommer waren wieder Studienreisen-Gruppen erfolgreich und entspannt in ganz Europa unterwegs – „das spricht sich herum, das motiviert“, glaubt die Verkehrsbüro-Chefin

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