Waffenstillstand zwischen Michael Tojner und B&C-Stiftung

Waffenstillstand zwischen Michael Tojner und B&C-Stiftung

Michael Tojner hat den Angriff auf die B&C-Stiftung gestoppt und setzt nun auf Kooperation.

Die feindliche Übernahme der B&C-Stiftung durch Michael Tojner ist Geschichte. Die B&C-Stiftungsvorstände Hofer und Hampel haben sich kräftig dagegen gestemmt. Tojner will nun mit B&C an einem Strang ziehen.

Der Unternehmer Michael Tojner, der im Moment wegen zwei burgenländischen Wohnbaugenossenschaften unter Beschuss steht, sorgte bereits Ende 2018 mit seinem Angriff auf die B&C-Stiftung, der die Industriekonzerne Lenzing, AMAG und Semperit gehören, für Aufsehen.

Die Stiftungsvorstände Wolfgang Hofer und Erich Hampel schossen aus allen Rohren zurück. In dieser Causa haben die beiden Seiten nun aber eine Art Waffenstillstand geschlossen und führen Gespräche miteinander.

„Die Absicht des Tojner-Konsortiums einer von mir als feindlich empfundenen Übernahme ist vom Tisch“, bestätigt B&C-Stiftungsvorstand Hofer dem trend: „Wir reden jetzt über eine vernünftige Lösung.“

Begünstigtenrecht nach Österreich holen

Die Kontrahenten wollen jetzt gemeinsam versuchen, das Letztbegünstigtenrecht der italienischen UniCredit an der B&C-Stiftung zu einem angemessenen Preis nach Österreich zu holen. Tojner wird laut Hofer dabei die Rolle eines „Vermittlers“ spielen, der hilft, dass ein Deal zustande kommt. Er hatte den Italienern dafür ursprünglich 100 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Hofer bezeichnet die Rechte der UniCredit im Gespräch mit dem trend als derzeit wirtschaftlich wertlos, sie hätten jedoch ein Quälpotenzial für den Fall, dass die Politik irgendwann das Stiftungsrecht ändert. Michael Tojner soll im Falle eines Deals keinerlei Begünstigtenrechte bekommen. „Es ist auch nicht geplant, dass er oder jemand aus seinem Konsortium in den Stiftungsvorstand einzieht“, erklärt Hofer.

Tojner wird wohl eine finanzielle Entschädigung erhalten. Außerdem soll die Stiftung transparentere Strukturen bekommen, was etwa die Wahl der Vorstände betrifft.



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