VW-Chef: "Diesel-Fahrverbote können wir auf keinen Fall akzeptieren"

VW-Chef: "Diesel-Fahrverbote können wir auf keinen Fall akzeptieren"

VW-Chef Matthias Müller stemmt sich gegen Fahrverbote. In der Diskussion um den Diesel sei viel Hysterie im Spiel und wenig Wissenschaft.

Die Umweltorganisation Greenpeace fordert zur Internationalen Automobilmesse IAA die Verkehrswende. Die Autoindustrie stemmt sich dagegen - vor allem gegen Fahrverbote von Dieselautos.

Wolfsburg. Volkswagen-Chef Matthias Müller hat vor Beginn der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) die Ablehnung der Branche gegen Fahrverbote für Dieselautos in den Innenstädten bekräftigt. "Diesel-Fahrverbote sind starker Tobak und können wir auf keinen Fall akzeptieren", sagte Müller der "Bild"-Zeitung vom Dienstag. Fahrverbote seien nicht gerechtfertigt.

"Wenn Sie von Messstationen 50 Meter weggehen und da messen, sieht das häufig schon ganz anders aus", fügte Müller hinzu. Bei dem ganzen Thema sei - gerade in Zeiten des Wahlkampfes - viel Hysterie im Spiel und zu wenig Wissenschaft. Auf absehbare Zeit brauche es den Mix aus Elektro- und Verbrennungsmotoren, sagte der VW-Chef. Sein Unternehmen habe "die saubersten Diesel in Europa, es ist eine hochmoderne Technologie".

Müller warnte vor einer übereilten Verkehrswende. Eine Wende hin zu sauberen, leichteren und gemeinsam genutzten Elektroautos forderte dagegen die Umweltorganisation Greenpeace. Zehn Aktivisten demonstrierten am Dienstag mit einem schräg im Boden steckenden VW-Auto mit qualmendem Auspuff gegen die Modellpolitik der Autoindustrie, die Klima und Gesundheit gefährde.

Auf der IAA stellten die Autofirmen auch in diesem Jahr wieder viele schwere Diesel-Geländewagen und Benziner vor, erklärte Greenpeace. "Die deutsche Autoindustrie fährt auf Kollisionskurs zum globalen Klimaschutz." Der Verkehr müsse schon "sehr bald" ohne Öl auskommen. In diesem Wandel würden nur Hersteller bestehen, die schnell saubere und zukunftsfähige Angebote auf den Markt bringen.

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