Vorarlberger Crate erhält 4 Millionen Dollar für die Schatztruhe

Vorarlberger Crate erhält 4 Millionen Dollar für die Schatztruhe

Ex-Uboot-Steuermann Christian Lutz ist in die Big Data-Welt abgetaucht. Und darf sich über einen warmen Geldregen freuen.

Das Technologie-Startup Crate von Christian Lutz bekommt frisches Geld von gleich fünf Investoren, darunter auch von der US-Company Docker.com.

Dornbirn/Wien. Crate - auf Deutsch "Kiste" - wird kräftig nachgefüllt. Gleich vier Investoren steigen ein. Die Risikokapitalgesellschaften Dawn Capital, Sunstone Capital, Draper Esprit, die Wiener Speedinvest sowie US-Investor Solomon Hykes, Gründer und CTO von Docker legen 4 Millionen Dollar (3,6 Millionen Euro) in die Schatzkiste der Dornbirner Startup-Company.

Crate ist ein Technologie-Start-up, das sich - vereinfacht gesagt - mit Datenbanken, Massendaten und deren Abfragen beschäftigt. Das Produkt, das auch den Firmennamen trägt, ist eine SQL-Datenbank. "In den vergangenen sechs Monaten wurde Crate über 350.000 Mal heruntergeladen", sagt Crate-CEO Christian Lutz . Crate Produktions-Cluster speichern pro Tag Milliarden an Datensätzen, erlauben dabei Echtzeit-Suche und Aggregationen in einem Datenpool aus Billionen von Datensätzen, beschreibt Lutz die Leistung der Datenbank, die als Open Source-Software programmiert wird.

Vom Ländle ins Silicon Valley

Das Unternehmen wurde im Jahr 2011 von dem Vorarlberger Christian Lutz gegründet. "Über 50 Prozent meiner Arbeitszeit bin ich im Silion Valley", sagt Lutz. Crate hat Büros in Dornbirn (Hauptsitz), Berlin und San Francisco.

In den USA ist das Softwarehaus von Lutz einer der Zulieferer des IT-Unternehmens Docker, das zu einem der ambitioniertesten Unternehmen in der Silicon Valley-Szene zählt. Docker CEO und Gründer Solomon Hykes ist bereits vor der aktuellen Finanzierungsrunde mit 0,0206 Prozent an der Dornbirner Crate beteiligt (siehe Grafik, unten) .

Der Ex-Uboot-Kapitän taucht wieder auf

Zur Erinnerung: Der "Kisten-Chef" Christian Lutz hat einst mit UCP.com (u.a. mit sms.at/SMS-Dienste, handy.at) und dem damaligen Tochterunternehmen uboot.com um den Jahrtausendwechsel das große Los gezogen. Kurz vor dem Platzen der ersten Dotcom-Blase konnte Lutz gemeinsam mit seinem damaligen Kompagnon Marwan Saba T-Mobile International mitsamt der österreichischen Tochter max.mobil (heute T-Mobile Austria) begeistern.

UCP.com - mit steuerschonendem Sitz in den Schweizer Bergen - hatte 50,01 Prozent in zwei Tranchen an die Deutsche Telekom verkauft. Zuletzt hatte die Deutsche Telekom im Frühjahr des Jahres 2000 36,8 Millionen Euro nachgelegt, um das Wachstum der Jugend-Plattform uboot.com zu finanzieren. Für die ersten 25 Prozent an UCP.com hatte die Deutsche Telekom schon Ende der 90er-Jahre einen zweistelligen Millionbetrag hingeblättert. uboot.com ist später in die Versenkung geraten.

Später hat Lutz in diverse Start-ups investiert - unter anderem in das Wiener Start-up Fatfoogoo, das er selbst geleitet hat und im Jahr 2010 an Digital River verkauft hat.

Angriff auf den Parfümeriemarkt: Zalando und Co. kommen

Wirtschaft

Angriff auf den Parfümeriemarkt: Zalando und Co. kommen

Volkswagen-Konzernchef Matthias Müller: "Diesel-Skandal, ein Weckruf"

Wirtschaft

VW-Konzernchef Müller: "Der Diesel-Skandal war ein Weckruf"

Alfons Mensdorff-Pouilly

Wirtschaft

Tetron-Prozess: Gericht reduziert Strafen für Mensdorff-Pouilly und Fischer