Volkswagen investiert 44 Milliarden Euro in Zukunftstechnologien

Volkswagen investiert 44 Milliarden Euro in Zukunftstechnologien

Volkswagen CEO Herbert Diess: Konsequent Richtung Zukunft

In den kommenden fünf Jahren bis Ende 2023 will das Unternehmen knapp 44 Milliarden Euro alleine in die Zukunftsthemen Elektromobilität, autonomes Fahren, neue Mobilitätsdienste und in die Digitalisierung seiner Fahrzeuge und Werke investieren.

Der Volkswagen Konzern investiert kräftig in seine Zukunft: Bis Ende 2023 sollen 44 Milliarden Euro in die Zukunftsthemen Elektromobilität, autonomes Fahren, neue Mobilitätsdienste und in die Digitalisierung von Fahrzeugen und Werken investiert werden. Das entspricht rund einem Drittel der Gesamtausgaben im Planungszeitraum von 2019 bis 2023. „Der Volkswagen Konzern hat sich im Rahmen seiner Strategie zum Ziel gesetzt, das Innovationstempo zu erhöhen. Wir fokussieren uns mit unseren Investitionen auf die Zukunftsfelder der Mobilität und setzen unsere Strategie konsequent um", sagt Vorstandschef Herbert Diess im Anschluss an Aufsichtsratssitzung, in deren Rahmen der Beschluss abgesegnet wurde.

Um die Herausforderungen aus eigener Kraft finanzieren zu können, arbeitet der Konzern konsequent an der Ergebnisverbesserung in allen Marken und Gesellschaften. Frank Witter, Konzernvorstand für Finanzen und IT: „Wir stehen mit Fokus und Disziplin zu unseren Investitions- und Kostenzielen."

Sowohl die Sachinvestitions- als auch die Forschungs- und Entwicklungskostenquote im Konzernbereich Automobile sollen ab 2020 auf das wettbewerbsfähige Niveau von sechs Prozent sinken. Das Ziel eines Netto Cash Flows von jährlich mindestens 10 Milliarden Euro bis 2020 bleibt bestehen. In den Planjahren 2019 und 2020 werden Volkswagen Liquiditätsabflüsse aus der Dieselkrise allerdings noch belasten.

Nicht im Konsolidierungskreis und damit nicht in den genannten Planungen enthalten sind die Gemeinschaftsunternehmen in China. Diese Joint-Venture-Gesellschaften finanzieren die Investitionen in Werke und Produkte aus eigenen Mitteln.

Kooperation mit Ford

Über die Investitionsplanung hinaus hat sich der Aufsichtsrat am Freitag mit weiteren wegweisenden Zukunftsprojekten befasst. Die bereits zu einem früheren Zeitpunkt angekündigten Gespräche mit Ford über eine industrielle Kooperation kommen gut voran. Beide Unternehmen ergänzen sich sehr gut sowohl bei Produkten und in den Regionen. Im Kern geht es bei der angestrebten Zusammenarbeit um die gemeinsame Entwicklung und Produktion mehrerer Modelle im Segment leichte Nutzfahrzeuge. Durch die Möglichkeit, Kosten zu senken oder über Skalen die Performance zu verbessern, rechnet Volkswagen mit signifikanten Synergieeffekten. Mit dem "Ford Galaxy" und dem "VW Sharan" bzw. "Seat Alhambra" gab es in dem Segment schon einmal eine erfolgreiche und langlebige Kooperation von Ford und Volkswagen.

Volkswagen betont, dass Ford dennoch ein Wettbewerber bleiben wird. Die mögliche Kooperation umfasse in keiner Weise Geschäfts-, Marketing- oder Preisstrategien. Es wurden aber weitere Kooperationsfelder außerhalb des Segments leichte Nutzfahrzeuge mit Potenzial für eine erweiterte Zusammenarbeit identifiziert.

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