Voestalpine muss einen deutlichen Gewinneinbruch einstecken

Voestalpine muss einen deutlichen Gewinneinbruch einstecken
Voestalpine muss einen deutlichen Gewinneinbruch einstecken

voestalpine-Chef Wolfgang Eder musste "nachjustieren", was sich auf das Ergebnis niedergeschlagen hat.

Die voestalpine hat einen Dämpfer erhalten. Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2016/2017 ist ausgesprochen verhalten verlaufen.

Der weltweit erfolgreiche österreichische Stahlkonzern voestalpine (AT0000937503) mit Stammsitz in Linz muss zum Beginn des neuen Geschäftsjahres einen deutlichen Dämpfer verkraften. Das erste Quartal ist - wie es das Unternehmen formuliert - verhalten verlaufen. Was allerdings angesichts des erheblichen Ergebnisrückgangs (vor Steuern - 57,7%) ein Euphemismus ist. Auch der Umsatz ist um 7,6 Prozent zurückgegangen. An der Börse gab die Voestalpine-Aktie darauf leicht nach (-3,67 Prozent).

Zumindest war nicht alles schlecht, was im ersten Quartal des Jahres passiert ist. Und das Unternehmen hat auch Erklärungen für den Rückgang parat. Einerseits wird die wieder einmal schwache Entwicklung der Öl- und Gasmärkte angeführt, zusätzlich das periodenverschobene Stahl-Kontraktgeschäft. Andererseits steht dem neuen Ergebnis auch ein überdurchschnittliches Vorjahresquartal gegenüber, in dem auch signifikante Einmaleffekte verzeichnet werden konnten

Bereinigt um diese Einmaleffekte – und damit operativ aussagekräftig – fällt der Quartalsvergleich auch viel weniger dramatisches aus. So fiel das bereinigte EBITDA im Jahresvergleich um 14,2 Prozent von 389 auf 334 Millionen Euro und das bereinigte EBIT um 27,6 Prozentvon 237 auf 172 Millionen Euro.

„Die schwieriger gewordenen globalwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben im ersten Quartal Spuren in den Ergebniskennzahlen hinterlassen. Die für uns wesentlichen Marktsegmente mit Ausnahme des Energiebereiches entwickeln sich jedoch weiterhin auf stabil solidem Niveau“, erklärt Voestalpine-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Eder, der im weiteren Jahresverlauf von einer deutlichen Entspannung der Situation ausgeht. "Vor allem im Hinblick darauf, dass im Stahl-Kontraktgeschäft vereinbarte Preiserhöhungen wirksam werden und gegen Ende des Geschäftsjahres auch im Öl- und Gasbereich vor dem Hintergrund notwendiger Investitionen eine gewisse Entspannung eintreten sollte“,

Highlights und Ausblick

Zu den Highlights des ersten Quartals 2016/17 zählt das Unternehmen unter anderem den Anlauf der weltweit ersten Anlage für „phs-directform“, mit der Karosserieteile in einem einzigen Prozessschritt gefertigt werden können. Damit hat die voestalpine als erster Anbieter den Technologiesprung zur direkten Warmumformung von verzinktem Stahl geschafft. Neben dem neuen Drahtwalzwerk in Donawitz steht nun auch auch das größte Investment des Konzerns, die neue Direktreduktionsanlage in Corpus Christi,Texas, vor der Inbetriebnahme.

Trotz des Rückgangs im ersten Quartal 2016/17 sieht sich die Voestalpine gut auf Kurs. Zwei Monate nach Veröffentlichung der Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr gäbe es keinen Anlass, diese nach unten zu korrigieren. Im weiteren Jahresverlauf soll es sowohl in Bezug auf das operative Ergebnis (EBITDA) als auch auf das Betriebsergebnis (EBIT) eine klare Steigerung geben. Dafür werden drei Faktoren als Begründung angeführt: Erstens, die verzögerte Wirksamkeit von positiven Preisentwicklungen im längerfristig orientierten Stahlgeschäft; zweitens, die im Jahresverlauf wegfallenden Anlaufkosten der Direktreduktionsanlage in Texas und drittens die Konjunkturentwicklung im Öl- und Gasbereich, wo gegen Ende des Geschäftsjahres mit einer ersten Entspannung zu rechnen ist.

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