Vienna Insurance steigert Gewinn und erhöht Dividende

Vienna Insurance steigert Gewinn und erhöht Dividende

Peter Hagen, CEO der Vienna Insurance Group (VIG) erwartet 2015 einen Rückgang des Finanzergebnisses.

Die Vienna Insurance Group (VIG) konnte den Gewinn vor Steuern um 46 Prozent auf 518,4 Mio. Euro steigern. Für 2015 ist der Ausblick getrübt: Das Finanzergebnis könnte um einen dreistelligen Millionen-Betrag zurückgehen.

Die verrechneten Prämieneinnahmen der VIG sanken um 0,8 Prozent auf 9,146 Mrd. Euro. Bereinigt um Währungseffekte seien die verrechneten konsolidierten Prämien um 0,9 Prozent gestiegen, teilte das Unternehmen am Dienstag im Vorfeld einer Pressekonferenz mit.

Die Combined Ratio (Schäden und Kosten im Verhältnis zu dem Prämieneinnahmen) habe sich um rund 4 Prozentpunkte auf 96,7 Prozent verbessert.

Das Finanzergebnis des Konzerns betrug 1,17 Milliarden Euro (nach rund 1,227 Milliarden Euro), "belastet von Wertberichtigungen bei den Hypo Alpe Adria/Heta-Anleihen sowie ersten Effekten des aktuell niedrigen Zinsumfeldes".

2015 könnte Finanzergebnis um dreistelligen Millionen-Betrag zurückgehen

Für 2015 sei in Hinblick auf das aktuell niedrige Zinsumfeld von einem Rückgang im ordentlichen Finanzergebnis auszugehen, der aus heutiger Sicht durch die angestrebte Verbesserung des versicherungstechnischen Ergebnisses nicht überkompensiert werden kann". VIG-Generaldirektor Peter Hagen erwartet heuer einen Rückgang des Finanzergebnisses um einen dreistelligen Millionen-Betrag.

Der zu erwartende Rückgang im ordentlichen Finanzergebnis aufgrund des Niedrigzinsumfelds könne durch die angestrebte Verbesserung bei den versicherungstechnischen Ergebnisses "vielleicht nicht wettgemacht werden", so Hagen zum VIG-Ausblick auf das Gesamtjahr. Höhere Kapitalerträge auf Kosten höherer Risiken in der Veranlagung anzustreben, komme für den Konzern auch künftig nicht in Frage, betont das Unternehmen.

In allen Regionen positiv

Die Vienna Insurance Group war 2014 in allen Märkten positiv auch in Rumänien. "Die Vienna Insurance Group profitiert von der Expansion in die CEE-Region", so Konzernchef Peter Hagen. Die Konzerngesellschaften der Region hätten fast zwei Drittel zum Gewinn beigesteuert.

Das Vorsteuergewinn stieg im Konzern um 46 Prozent auf 518,4 Mio. Euro, davon stammten 64 Prozent aus der Region Mittel- und Osteuropa (CEE), heißt es weiter. Zum ersten Mal seit 2011 hätten alle Geschäftsbereiche und Regionen wieder einen positiven Ergebnisbeitrag geliefert.

Auch im bisherigen Sorgenkind Rumänien ist man im Vorjahr nach Restrukturierungen und einer zuletzt wieder verbesserten Marktsituation wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. 2014 wurde ein Vorsteuergewinn von 6 Mio. Euro erzielt, nach einem Verlust von 98,7 Mio. Euro 2013. Die Combined Ratio wurde von 179,4 auf 105 Prozent verbessert.

Im Konzern verbesserte sich das Ergebnis je Aktie um 75,5 Prozent auf 2,75 Euro. Die Kapitalanlagen beliefen sich Ende 2014 auf 31,1 Mrd. Euro (+4,5 Prozent).

Der Group Embedded Value (nach Steuern) wurde zum Stichtag 31. Dezember 2014 trotz des niedrigen Zinsumfelds um 2,0 Prozent auf 6,11 Mrd. Euro (angepasster Wert 2013: 5,99 Mrd. Euro) gesteigert. Die Neugeschäftsmarge in CEE habe mit 6,5 Prozent wieder einen internationalen Spitzenwert erreicht.

Im Ausblick heißt es weiter, es sei erklärtes Ziel der Vienna Insurance Group, stärker als der Gesamtmarkt zu wachsen. Höhere Kapitalerträge durch höhere Risiken in der Veranlagung anzustreben, kommt für den Konzern auch zukünftig nicht in Frage. Die Vienna Insurance Group bleibt ihrer risikobewussten und konservativen Veranlagungsstrategie treu.

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