Verbraucher in Bestlaune, Firmenchefs nahe der Depression

Die Welten in denen Verbraucher und Firmenchefs leben, könnten derzeit unterschiedlicher nicht sein, zumindest was die Laune anbelangt. Wie Experten die künftige Entwicklung dieser beiden wichtigen wirtschaftlichen Indikatoren einschätzen.

Verbraucher in Bestlaune, Firmenchefs nahe der Depression

Konsumenten geben derzeit das Geld mit vollen Händen aus, Firmenchefs zittern vor der Zukunft und halten das Geld zusammen.

Die Voraussetzungen für die Shopping-Orgie "Black Friday und Cyber Monday" könnten besser nicht sein. Denn die Deutschen und die Österreicher sind in Kauflaune. Die Wirtschaft in beiden Ländern verdankt es im Wesentlichen den privaten Haushalten, dass die Wirtschaft nicht in eine Rezession abgleitet. Die Serie schlechter Nachrichten was den globalen Handelskonflikt betrifft, hat den Verbrauchern nicht auf die Stimmung geschlagen. Der Aktienmarkt in Deutschland ist sechs Wochen in Folge gestiegen.

Wie die Umfragen nach dem "Verbrauchervertrauen" zeigt, sind die Konsumenten anhaltend guter Laune, was laut Experten der deutschen Fondsgesellschaft DWS eine anhaltend robuste Konsumnachfrage erwarten lässt.


Deutlich pessimistischer ist die Stimmung hingegen in den Chefetagen. Dort wird die Lage in einer vergleichbaren Befragung nämlich ähnlich schlecht beurteilt wie zuletzt in 2011, und zuvor während der Finanzkrise.

Verbrauchervertrauen nähert sich dem Zenit, Vertrauen von Firmenchefs hat in den vergangenen zwei Jahren einen kräftigen Dämpfer erhalten und ist dem tiefsten Punkt seit acht Jahren.

Zukunftsängste: Firmenchefs sind anfällig für starke Stimmungsschwankungen
Bei einem Blick in die Historie fallen zwei Beobachtungen auf: Zum einen haben in der Vergangenheit Vorstandsetagen sich anbahnende Rezessionen schon früher erkannt als die große Masse der privaten Haushalte. Zum anderen scheinen Stimmungsschwankungen bei Führungskräften ausgeprägter zu sein. So hat es den Chefetagen bereits früher in diesem Jahrzehnt mehrmals die Stimmung verhagelt, um sich danach aber wieder aufzuhellen.

Exporte: Tief nachhaltig überwunden?
Der jüngste Absturz der Stimmung unter den Firmenlenkern dürfte auch mit der Auslastung der Kapazitäten in der Industrie zusammenhängen. Diese ist erstmals seit dem dritten Quartal 2013 unter ihren langjährigen Durchschnittswert von 83,7 Prozent gesunken und liegt derzeit bei 82,6 Prozent. So gilt neben dem Verbrauchertrauen, der Ifo-Index, als ein wichtiges Konjunkturbarometer. Dessen Indexwert ermittelt die Exporterwartungen der Industrie. Dieser Index hat das Tief mit 94,3 Punkten im August erreicht. Was die Experten auf eine nachhaltige Trendwende hoffen lässt.

Politische Unsicherheit schlägt auf Stimmung
Während wir in der aktuellen Situation Vertrauen aus der anhaltend guten Stimmung bei den Verbrauchern schöpfen, ist der Absturz der Stimmung bei den Unternehmenslenkern schon ein deutliches Signal. Es reflektiert die anhaltend hohe politische Unsicherheit, sei es in Bezug auf den Brexit oder im US-chinesischen Handelsstreit. Das schlägt nicht nur auf die Stimmung, sondern auch auf das Investitionsverhalten. Für eine nachhaltige Wende zum Positiven muss wohl die Politik sorgen, indem es zum Beispiel beim globalen Handelskonflikt zu einer deutlichen Entspannung kommt.

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