US-Justiz macht Jagd auf fünf Ex-VW-Manager

Der Dieselskandal ist für den Volkswagen-Konzern keinesfalls abgehakt, obwohl der deutsche Autobauer über 20 Milliarden Dollar Strafe bezahlt hat. Nun will die US-Justiz ehemalige VW-Manager vor Gericht stellen. Dieses Mal geht es um Verschwörung zum Betrug.

US-Justiz macht Jagd auf fünf Ex-VW-Manager

München/Wolfsburg. In der VW-Abgasaffäre lassen die USA laut einem Medienbericht weltweit nach früheren Mitarbeitern des Autokonzerns fahnden. Nach Informationen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR vom Donnerstag läuft die Fahndung über Interpol. Betroffen sind demnach fünf Ex-Manager und Entwickler von Volkswagen. Darunter seien auch zwei Vertraute des früheren Vorstandschefs Martin Winterkorn, hieß es.

Das US-Justizministerium lehnte auf Anfrage Nachrichtenagentur AFP eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

Den Gesuchten werden dem Bericht zufolge Verschwörung zum Betrug und Verstoß gegen US-Umweltvorschriften vorgeworfen. Es werde nicht damit gerechnet, dass Deutschland die früheren VW-Mitarbeiter ausliefert. Allerdings könnten die Gesuchten die Bundesrepublik faktisch nicht mehr verlassen, da sie in einem anderen Staat womöglich festgenommen und in die USA überstellt würden.

In der Abgasaffäre bei Volkswagen ermittelt auch die Staatsanwaltschaft Braunschweig. Laut "SZ", NDR und WDR sind rund 40 ehemalige und derzeitige Beschäftigte des Konzerns betroffen, darunter die fünf von den USA Gesuchten. Volkswagen hatte im September 2015 Abgas-Manipulationen bei weltweit elf Millionen Dieselautos zugegeben.

Im Kreise der Verteidiger der rund 40 deutschen Beschuldigten werde die weltweite Fahndung der USA als "neue Eskalationsstufe" bezeichnet, heißt es in dem Bericht von "SZ", NDR und WDR. Die US-Behörden machten damit deutlich, dass sie nach Straf- und Schadenersatzzahlungen in Höhe von mehr als 20 Milliarden Dollar den Fall nicht zu den Akten legen wollten.

Zu den fünf von den USA Gesuchten zählt dem Bericht zufolge auch Bernd Gottweis, der als Leiter des Ausschusses für Produktsicherheit fungiert habe. Gottweis kooperiere mit der Staatsanwaltschaft Braunschweig. Er habe Winterkorn schwer belastet. Der Ex-Vorstandschef habe Mitte 2015 von manipulierten Schadstoffmessungen bei Diesel-Fahrzeugen in den USA erfahren. Er habe aber weder die Öffentlichkeit, noch die eigenen Aktionäre informiert. Aus Anwaltskreisen der deutschen VW-Beschuldigten heiße es, Winterkorn müsse in Braunschweig mit einer Anklage rechnen.

Die Düsseldorfer Anwaltskanzlei Rogert & Ulbrich gab bekannt, Volkswagen wolle laut seiner eigenen Anwälte keine Rechtsmittel gegen drei erstinstanzliche Urteile zugunsten der Geschädigten einlegen. Dies sei "eine große Überraschung", vom VW-Konzern werde "offenbar ein Strategiewechsel vollzogen", erklärte Rechtsanwalt Tobias Ulbrich. Erstmals seit der Aufdeckung des Abgasskandals würden Geschädigte endgültig entschädigt, die Fahrzeuge könnten zurückgegeben werden, erklärte die Kanzlei.

Starke Unternehmer mit Weitblick

Wie eine HAUSBANK mit Vertrauen erfolgreiche Firmengründer in ganz …

Zur Person. Martin Butollo ist seit 2013 Country CEO der Commerzbank in Österreich. Davor war Butollo für die Commerzbank und die Dresdner Bank in Frankfurt/Main in Managementfunktionen tätig. Seine berufliche Laufbahn begann bei PriceWaterhouseCoopers.

Neues Normal: Krisenmodus

Corona, Krieg und Inflation – wie Unternehmen auf die neuen …

„Die fortlaufende Weiterentwicklung steckt in unserer DNA“

„Die fortlaufende Weiterentwicklung steckt in unserer DNA“

AUSTRIA’S BEST MANAGED COMPANIES. Produktivität und Innovation gehen Hand …

Herausgeberin Eva Dichand im Newsroom von "Heute".

Was erwarten Sie vom „Superminister“ Martin Kocher?

Der Spielraum von Martin Kocher als Wirtschaftsminister ist deutlich …