US-Regierung will bei der Einreise Kontrollen verschärfen

US-Regierung will bei der Einreise Kontrollen verschärfen

Reisen in die USA wird künftig nicht mehr so relaxed sein. Wegen der Sicherheit werden die Kontrollen verschärft.

Wer künftig in die USA reist, muss mit zusätzlichen Kontrollen und Befragungen bei der Einreise rechnen. Demnach sollen Reisende bei der Sicherheitskontrolle sogar dazu verpflichtet werden, Kontaktadressen und sogar Passwörter von Facebook & Co nennen zu müssen.

Washington. Bei der Einreise in die USA könnten Ausländer künftig dazu gezwungen werden, ihre Kontakte und Passwörter in sozialen Netzwerken preiszugeben sowie Fragen zu ihrer Weltanschauung zu beantworten. Die US-Regierung erwäge diese Maßnahmen, um die Sicherheitskontrollen zu verschärfen, berichtete das "Wall Street Journal" am Dienstag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

Die Änderungen könnten dem Bericht zufolge möglicherweise auch für die 38 Länder gelten, die Teil des Visa-Waiver-Programmes (ESTA) sind.

Derzeit laufe eine Überprüfung der Sicherheitskontrollen, berichtete die Zeitung weiter. Es blieb aber unklar, wie weit fortgeschritten diese ist.

Heimatschutzminister John Kelly hatte schon Anfang Februar in einer Anhörung vor dem Senat gesagt, dass Einreisende möglicherweise künftig nach Passwörtern ihrer Profile in sozialen Netzwerken gefragt werden könnten. Kelly machte damals deutlich, dass dies Gedankenspiele seien.

Die Überprüfung von Passwörtern, Smartphones, Computer oder Tablet-Rechner bei der Einreise in die USA ist nicht neu. Unter Trumps Vorgänger Barack Obama wurden bei manchen Einreisenden Handys und andere elektronische Geräte kontrolliert. Und von Jahr zu Jahr soll die Anzahl der Überprüfung dieser Geräte gesteigen sein. Von Oktober 2015 bis Oktober 2016 führten demnach Grenzbeamte 23.877 solcher Durchsuchungen durch. Ein Jahr zuvor waren es lediglich 4.764.

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