In welchen Urlaubsländern der Euro am meisten wert ist

Auf nach Kroatien: Österreicher erhalten in diesem Land aufgrund des Kaufkraftunterschiedes für 100 Euro Waren und Dienstleistungen um 150 Euro.

Auf nach Kroatien! Österreicher erhalten in diesem Land aufgrund des Kaufkraftunterschiedes für 100 Euro Waren und Dienstleistungen um 150 Euro.

In vielen Ländern kriegt man laut aktueller Kaufkraftanalyse deutlich mehr für seine Euros als in Österreich. In welchen Ländern der Urlaub am billigsten ist, warum eine Reise nach Osteuropa lohnen kann, wo man deutlich weniger für seine Euros kriegt als hierzulande und wie viel der Euro bei Reisen in die USA und Australien wert ist.

Für all jene, die möglichst viel für ihre Euros bekommen wollen, lohnt sich ein Blick auf die Berechnungen der Statistik Austria, wo man als Österreicher in den Ländern der europäischen Währungsunion am meisten für seine Euros bekommt.

Günstig urlauben in Kroatien, Spanien und Griechenland

Demnach können Österreicher in den klassischen mediterranen Urlaubsdestinationen weiterhin günstiger Urlaub machen als im eigenen Land. Länder wie Spanien, Griechenland oder Kroatien bieten nach wie vor spürbare Kaufkraftvorteile. Der höhere Eurokurs wirkt sich auch positiv auf die Kaufkraft bei Türkei- oder Mexiko-Urlauben aus, geht aus Berechnungen der Statistik Austria hervor.

Für 100 in Österreich verdiente Euro bekommt man etwa in Spanien Waren und Dienstleistungen im Gegenwert von 122 Euro, in Griechenland von 131 Euro und in Kroatien sogar von 150 Euro. In der Türkei sind 100 "österreichische" Euro auf Jahressicht von 136 auf 143 Euro und in Mexiko von 154 auf 183 Euro gestiegen.

Schweiz und Dänemark am teuersten

Das teuerste Reiseziel ist weiterhin die Schweiz, wo der Österreicher für 100 Euro nur Waren und Dienstleistungen im Wert von 69 Euro bekommt. Auch Dänemark (75 Euro) und Schweden (80 Euro) kommen vergleichsweise teuer.

Bulgarien ist für Österreicher am billigsten

Damit zeigt sich, wie in den vergangenen Jahren, in Europa ein starkes Ost-West-Gefälle. In bestimmten osteuropäischen Urlaubsländern bekommt man für 100 Euro um die Hälfte mehr an vergleichbaren Produkten und Dienstleistungen als in Österreich. Am preisgünstigsten ist Bulgarien mit einem Euro-Gegenwert von 212, vor Rumänien (190), Ungarn (182) und Tschechien (174). In Slowenien beträgt der Kaufkraftvorteil noch rund ein Viertel (126).

In der Eurozone kam es im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der gemeinsamen Währung und der niedrigen Inflation nur zu wenigen Verschiebungen. Irland stellt mit 90 Euro weiterhin die teuerste Destination dar, während man in Belgien, den Niederlanden und Frankreich mit 97 bis 101 Euro im Landesdurchschnitt etwa ähnlich viel an Gütern und Dienstleistungen wie in Österreich bekommt.

Bei den klassischen Mittelmeerländern liegt Griechenland aufgrund gesunkener Verbraucherpreise nunmehr mit 131 Euro vor Spanien (122) und Zypern (119). Italien, die beliebteste Urlaubsdestination der Österreicherinnen und Österreicher, liegt - gemessen an der Kaufkraft - mit 102 praktisch auf gleichem Niveau wie Österreich.

USA: Ein Euro fast gleich viel wert wie ein Dollar

Ein wieder erstarkter Euro macht dagegen viele Überseereisen günstiger. Für USA-Reisende bietet sich nunmehr mit 99 Euro an Gegenwert ein praktisch identes Preisniveau wie in Österreich. Auch Australien-Urlaube sind günstiger geworden, das Land bleibt aber mit einem Wert von 82 dennoch eines der teuersten Länder. Die größte Veränderung gibt es bei Mexiko. Nachdem die Landeswährung im Jahresabstand einen Kursverlust von 21 Prozent erlitt, stieg der Gegenwert auf 183 Euro. Japan liegt mit einem Wert von 98 nunmehr fast gleichauf mit Österreich.

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