UPC mischt nun auch auf dem Mobilfunkmarkt mit

Unter der Vorwahl 0678 erreicht man künftig auch UPC-Kunden mobil: Mit 1. Dezember erweitert der Kabelnetzbetreiber sein Angebot von Fernsehen, Internet und Festnetz um ein mobiles Funknetz. UPC wird nun auch Handydienste anbieten. Als "virtueller Anbieter" nutzt UPC als Mieter die Infrastruktur von "3".

UPC mischt nun auch auf dem Mobilfunkmarkt mit

UPC will Drei, T-Mobile und A1 Konkurrenz am Mobilfunkmarkt machen: Am 1. Dezember startet der Kabelnetzbetreiber sein Mobilfunkangebot.

Die Öffnung des "3"-Netzes für Mitbewerber war einer der Auflagen, die "3" bei der Übernahme von "Orange" erfüllen musste.

Über die Homepage www.upc.at/mobile können sich Kunden bereits anmelden, die Vorwahl für den Dienst "UPC Mobile" ist 0678. UPC, eine Tochter der britischen Kabelnetzkonzerns Liberty Global, bietet somit aus einer Hand TV, Internet, Festnetztelefonie und Mobilfunk an. Das Unternehmen mit Sitz in Wien betreut mit rund 1.000 Mitarbeitern derzeit 520.700 TV-Kunden, 455.100 Internetnutzer sowie 365.600 Kunden in der Festnetztelefonie.

Wie viele es beim Mobilfunk bis Weihnachten werden sollen, wollte Eric Tveter, CEO Liberty Global Schweiz/Österreich, nicht verraten. "Wir gehen vorsichtig vor und nehmen uns Zeit, die Prozesse aufzusetzen. Es geht nicht um einen Hype, wir gehen Schritt für Schritt vor", so Tveter. Am Markt sei jedenfalls genug Platz für einen Mitbewerber.

Telekom-Experte Karim Taga hat kürzlich im Gespräch mit Format.at erklärt, dass es in Österreich wieder Potenzial für neue Mobilfunkanbieter gibt - und zwar für ein "gutes Dutzend" neuer Unternehmen. Als Virtual Mobile Netwerkoperator (MVNO) nutzen sie die Infrastruktur der Telekom Austria, T-Mobile Austria oder Hutchison Drei Austria (Drei). Auch für branchenfremde Unternehmen, so Taga, würde das MVNO-Modell einen Sinn ergeben.

Ausschließlich "SIM-only"-Angebote

Eine spezielle Zielgruppe gebe es nicht, Wertkarten werden nicht angeboten, sondern es gibt ausschließlich "SIM-only"-Angebote, also keine gestützten Handys. Kunden, die ein funktionierendes Smartphone oder Handy besitzen, können mit diesen Verträgen in der Regel sparen. UPC bietet zwei verschiedene Tarife mit freien Gesprächsminuten, SMS und Datenvolumen an.

In der Schweiz ist das Unternehmen bereits im April als "Mobile Virtual Network Operator" (MVNO) gestartet, dort wird das Netz von Orange genutzt. "Das läuft sehr gut", betonte Tveter im Gespräch mit der APA.

Neben dem Mobilfunk startet UPC Österreich auch eine TV-Offensive. Das bereits laufende Service "Horizon Go" sei sehr gut angenommen worden. Damit ist Fernsehen auf verschiedenen Endgeräten im eigenen Wlan Netz möglich. In der Schweiz habe man bereits einen Dienst vergleichbar mit Netflix aufgebaut. Hier biete UPC lokalen Content an, dies soll künftig auch vermehrt in Österreich der Fall sein. "Wir investieren viel in die Entwicklung mit unseren Programmpartnern", betonte Eric Tveter.

Das Geschäft mit Apple-Produkten läuft trotz des herrschenden Chipmangels weiter wie geschmiert.

Apple & iPhone: Rekordumsatz trotz Chpimangel

Trotz der Lieferprobleme und des Chipmangels eilt Apple von Rekordumsatz …

Immofinanz-Übernahme: CPI Property bessert nach

Immofinanz-Übernahme: CPI Property bessert nach

Der tschechische Milliardär Radovan Vitek will mit seiner CPI Property …

Olympische Winterspiele: Die große Xi-Ski-Show

Viel Stärke, wenig Weltoffenheit - China wird auch bei den Olympischen …

Zur Person. Georg Schwondra, 51, ist Partner bei Deloitte und für den Ausbau und die Leitung des Bereiches Cyber Risk/Cyber Security bei Deloitte Risk Advisory verantwortlich. Er verfügt über umfangreiche Erfahrungen sowohl im Bereich von Security Strategy, der Beratung und Implementierung von Cybersecurity-Lösungen, dem Outsourcing von Security-Funktionen auf Auftraggeberseite und Dienstleisterseite als auch in der Begleitung und dem Management von Transformationsprojekten bei Unternehmen aller Größen, insbesondere auch im Bereich von Familien- und Privatunternehmen.

„Cyberangriffe können für Mittelständler existenzbedrohend sein“

Die Frage ist heute nicht mehr, ob ein Unternehmen Ziel eines …