UNIQA steigt nach Ergebniseinbruch weiter auf die Kostenbremse

Der UNIQA-Versicherungskonzern steigt nach einem starken Ergebniseinbruch auf die Kostenbremse. So wie in Österreich werden auch in Polen, Tschechien und der Slowakei Stellen gestrichen. Insgesamt fallen rund 1.200 Jobs weg.

UNIQA steigt nach Ergebniseinbruch weiter auf die Kostenbremse

Der UNIQA-Versicherungskonzern musste voriges Jahr einen starken Ergebniseinbruch hinnehmen. Vor Steuern blieb nach vorläufigen Angaben ein Gewinn (EGT) von 57,1 Millionen Euro, nach ursprünglich vermeldeten 296 Millionen Euro im Jahr davor, die nunmehr auf 241,1 Millionen Euro angepasst wurden. Das Konzernergebnis - das den UNIQA-Aktionären zurechenbare Periodenergebnis - sank voriges Jahr um 89 Prozent von 117,8 Millionen auf 19,4 Millionen Euro

Entgegen der Ankündigung von April 2020, die Dividende ausfallen zu lassen, will die UNIQA (AT0000821103) für das abgelaufene Geschäftsjahr nun doch eine Gewinnausschüttung an ihre Aktionäre vornehmen. Die Dividende soll - wie für 2019 - bei 0,18 Euro je Aktie liegen

Cost-Cutting-Programm

Nach dem Zukauf der AXA-Gesellschaften in Polen, Tschechien und der Slowakei steigt der Versicherungskonzern nun dort auf die Kostenbremse. Ziel sei, die Kosten in den drei CEE-Ländern um 20 Prozent zu senken, je zur Hälfte bei den Personalkosten und bei den Sachkosten, erinnerte Brandstetter: "45 Millionen Euro wollen wir da über die Jahre heben."

Unter anderem trennt man sich in den drei CEE-Ländern von 150 Führungsleuten, nur ein einstelliger Prozentsatz der Abgänge wird auf natürlichem Weg erfolgen. In Österreich werden ebenfalls 600 Stellen gestrichen, wovon rund 25 Prozent, also etwa 150 Stellen auf natürlichem Weg wegfallen sollen. Insgesamt beschäftigt der Konzern aktuell noch 15.000 Mitarbeiter, davon 6.000 in Österreich.

Aktuell ist der Personalabbau mit hohen Kosten verbunden, die im Vorjahr den Gewinn stark drückten. 99 Millionen Euro machten der Restrukturierungsaufwand vor allem fürs Personal in Österreich aus, 38 Millionen Euro die AXA-Integration und der Mitarbeiterabbau in CEE.

Erwartungen für 2021

Für 2021 erwarte man ein EGT im Ausmaß des Vorsteuergewinns von 2018 - damals waren es 295 Millionen Euro. Der Ausblick für heuer gehe davon aus, dass es keine weiteren außergewöhnlich negativen Entwicklungen geben werde und dass die Großschäden durch Naturkatastrophen im durchschnittlichen Bereich bleiben. 2020 war die Unwetterbelastung höher gewesen, vor allem höher als 2019. Laut Brandstetter betrug der Unwetterschadenaufwand voriges Jahr 105 Millionen Euro, um 20 Millionen über dem langjährigen Schnitt. Allein 7,4 Millionen Euro habe man wegen der Erdbeben in Kroatien leisten müssen.

Ergebnis im Detail

Die Bruttoeinnahmen der Gruppe stiegen 2020 um 3,6 Prozent auf 5,57 (5,37) Milliarden Euro - darin sind die AXA-Zukäufe ab dem vierten Quartal enthalten. Die drei früheren AXA-Ableger nahmen in dem Quartal 212 Millionen Euro an Bruttoprämie ein, davon 146 Millionen in Schaden/Unfall und 66 Millionen in der Sparte Leben, das Vorsteuerergebnis betrug 7,9 Millionen Euro. Der gesamte UNIQA-Konzern wuchs in Schaden/Unfall um 5,7 Prozent auf 3,01 (2,85) Milliarden Euro, ohne AXA-Geschäft in Polen, Tschechien und der Slowakei betrug das Plus 0,6 Prozent. In der Sparte Leben stagnierten die Einnahmen bei 1,3 Milliarden Euro (-0,5 Prozent, ohne AXA -5,3 Prozent), die private Krankenversicherung legte von 1,13 auf 1,17 Milliarden Euro zu.

Die Nachfrage nach Gesundheitsprodukten sei im Coronajahr 2020 "unglaublich hoch" gewesen, meinte der CEO. Es habe circa 30.000 Neuabschlüsse gegeben, mehr als 2019, sagte Svoboda. Dieser Trend einer verstärkten Nachfrage habe sich auch 2021 fortgesetzt. In Österreich ist die UNIQA mit großem Abstand der Marktführer in der Krankenversicherung.

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