UniCredit zahlt der Bank Austria eine Milliarden-Aussteuer für ihre Osttöchter

Bank Austria CEO Robert Zadrazil
Bank Austria CEO Robert Zadrazil

Bank Austria CEO Robert Zadrazil

Der Bank Austria wird die Trennung von ihren Osttöchter mit einer Milliarden-Mitgift versüßt. Die Bank Austria Mutter UniCredit zahlt die Aussteuer für die bisher von der Bank Austria geleiteten Osttöchter.

Die erwartete Ausgliederung der bisher von der Bank Austria in ihrer CEE Division geleiteten Osttöchter der UniCredit Gruppe wurde erwartungsgemäß in der Hauptversammlung der Bank Austria beschlossen. Die Tochtergesellschaften, von Aserbaidschan bis Ungarn werden künftig von einer neuen, direkt zur UniCredit gehörenden Gesellschaft geleitet. Die neue Struktur wird am 1. Okltober 2016 offiziell.

Die Bank Austria war bisher innerhalb der UniCredit Gruppe für das Bankgeschäft in Zentral- und Osteuropa (CEE) mit der Ausnahme Polens verantwortlich. Die UniCredit (IT0004781412) versüßt der Bank Austria die Trennung von ihren Osttöchtern mit einer ordentlichen Mitgift. Die UniCredit hat der österreichischen Bank per 4. August dafür eine Aussteuer in der Höhe von einer Milliarde Euro geleistet. Außerdem sagte UniCredit weitere Investitionen zu.

Die UniCredit-Tochtergesellschaften in CEE

Die UniCredit-Tochtergesellschaften in CEE

UniCredit Gruppe in CEE

Das Bankennetzwerk der UniCredit in CEE umfasst derzeit rund 2.240 Niederlassungen in 14 Ländern. In Summe sind im CEE-Raum 45.800 Mitarbeiter beschäftigt. In Bosnien-Herzegowina, Bulgarien und Kroatien ist die Bankengruppe mit ihrem Filialnetzwerk den eigenen Angaben zufolge die Nummer eins am Markt. In Polen, Serbien, der Slowakei, Slowenien, Tschechien, der Türkei und in Ungarn zählt man sich zu den Top-Five-Playern. In Russland, der Ukraine und in Rumänien zu den Top-Ten-Instituten. In Mazedonien, Montenegro und Weißrussland bäckt man noch kleinere Brötchen.

Im ersten Halbjahr 2016 konnte die Division Zentral- und Osteuropa den erst am Donnerstag (4.8.) vorgelegten Halbjahreszahlen zufolge ein starkes Betriebsergebnis von 1,31 Milliarden Euro erzielen. Das lag zu aktuellen Wechselkursen um 12 Prozent und wechselkursbereinigt um 19 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Vor Steuern erreichte die CEE Division in den ersten sechs Monaten des Jahres ein Ergebnis von 877 Millionen Euro was einem Plus von 28,9 Prozent zu aktuellen Wechselkursen und 38,2 Prozent wechselkursbereinigt entspricht.

CEE Bankenstudie

Bereich CEE Strategic Analysis der UniCredit hat um Rahmen der CEE Bankenstudie 2016 die Lage in den 13 Ländern untersucht. Die Analyse stimmt die Gruppe für die Zukunft der neuen Ost-Gruppe zuversichtlich. Das wirtschaftliche Umfeld im Osten war demnach im Jahr 2015 sehr positiv, die Länder der Region zeigen bis auf wenige Ausnahmen ein gutes Wirtschaftswachstum. Die wirtschaftliche Erholung sollte demnach auch das Kreditgeschäft unterstützen - vor allem in jenen Ländern, die bisher hinterherhinkten. Die Anteile notleidender Kredite, die aktuell in manchen Ländern hoch sind, sollten sinken.

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