Umfrage: Zahlen Österreichs Unternehmen zu viel Kammerumlage?

Die Wirtschaftskammer hat im zuletzt 675,5 Millionen Euro an Kammerumlagen und Sonderleistungen eingenommen. trend.at fragt die Leser: Sind die Kammerumlagen der österreichischen Unternehmen zu hoch?

Umfrage: Zahlen Österreichs Unternehmen zu viel Kammerumlage?

WKO-Zentrale in der Wiedner Hauptstraße in Wien.

Die NEOS haben eine parlamentarische Anfrage zu den Einnahmen der Wirtschafskammer eingebracht. Demnach mussten Österreichs Unternehmen im Jahr 2014 (Zahlen aus dem Jahr 2015 liegen noch nicht vor) insgesamt 515,5 Millionen Euro Kammerumlage berappen, weitere 160,9 Millionen Euro erhielten die Kammern aus Sonderleistungen - in Summe also 675,5 Millionen Euro.

Angesichts dieser Summe fragen sich viele im Land, ob die Kammerumlage, in ihrer aktuellen Höhe gerechtfertigt ist. Auch die generelle Diskussion um die Pflicht-Kammerumlage flammt dadurch wieder neu auf.

Ausgaben der WKO

Nicht nur die Kammerumlagen, auch der Aufwand der Wirtschaftskammern steigen laufend. So sind etwa die Personalaufwendungen im Jahr 2014 um 5,4 Prozent auf knapp 285 Millionen Euro gestiegen. In Summe waren bei allen Kammern 3.887 Personen beschäftigt. Das durchschnittliche Monatsgehalt der Bediensteten beläuft sich laut Herwig Höllinger, dem stellvertretenden Generalsekretär der WKÖ, auf rund 4.400 Euro brutto.

Bei der Bezahlung der im Ausland tätigen Außenhandelsspezialisten spielen auch Auslandszulagen und Währungsschwankungen etwa zwischen Euro und US-Dollar bei den Kosten eine Rolle. Nicht zuletzt wäre, so die WKO, bei der Höhe der Personalkosten auch der hohe Akademiker-Anteil von 58 Prozent bei den Beschäftigten zu berücksichtigen.

Die Zusatzpensionen für ehemalige Mitarbeiter kosteten die Kammern weiter fast 67 Millionen Euro. Die Verwaltung des Kammerapparats belastet das Budget mit 29,4 Millionen Euro.

Die die von den Kammern übernommenen Haftungen lagen 2014 bei 132 Millionen Euro. Der Großteil entfiel auf die Immobilienmanagement GmbH der Kammer (98 Millionen Euro), im Ausmaß von 21 Millionen Euro steht die WKO-Salzburg für die dortige Fachhochschule gerade. „Die Wirtschaftskammer Österreich achtet auf Sparsamkeit und Effizienz bei ihrer Arbeit", betont stellvertretender Generalsekretär Höllinger.

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Zu den Personen:
Caroline Palfy (r.) ist neue Geschäftsführerin in der Handler Holding GmbH und verantwortet den Bereich Sustainable-Strategie. Das Familienunternehmen HANDLER ist Spezialist für hochwertige Bau- und Immobilienprojekte in Österreich.
Marieluise Krimmel ist Partnerin bei Deloitte in Wien im Bereich Audit & Assurance und ist in der Prüfung und Beratung tätig. Ihre Branchenschwerpunkte liegen neben der Industrie in der Immobilien- und der Bauwirtschaft.

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