trend-UMFRAGE: Wirtschaftlicher und politischer Optimismus herrscht

Wie die Österreicher die allgemeinen und ihre persönlichen finanziellen Aussichten im neuen Jahr beurteilen - und was sie von der Regierung Nehammer erwarten.

Angelobung der neuen Bundesregierung unter Karl Nehammer

Angelobung der neuen Bundesregierung unter Karl Nehammer

Corona in seiner neuesten Gestalt, genannt Omikron, hat das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Geschehen wieder fest im Griff. Daher ist die Situation durchaus vergleichbar mit jener vor einem Jahr: Hinter uns liegt ein Lockdown und vor uns womöglich schon der nächste - dazu gibt es jede Menge Ungewissheit.

Zerfiel die Stimmungswelt der Österreicherinnen und Österreicher Ende 2020 aber noch scharf in eine Welt der Optimisten und Pessimisten, so ist sie jetzt, mit einem weiteren Jahr Pandemieerfahrung in den Knochen, wieder etwas zusammengerückt. Mit 22 Prozent der vom Linzer market-Institut Befragten rechnen nur noch halb so viele wie vor einem Jahr, dass es der österreichischen Wirtschaft im nächsten Jahr schlechter gehen wird.

Aber auch der Anteil der Zuversichtlichen ist um fünf Prozentpunkte auf 21 Prozent gesunken. Fast die Hälfte, 48 Prozent, rechnen hingegen damit, dass 2022 in Summe "ähnlich wie 2021" verlaufen wird. Fazit: Große Hoffnungen auf einen Superboom sind inzwischen Geschichte, aber Corona hat viele auch gelehrt, dass die Wirtschaft erstaunlich robust ist.

Kaum Unterschiede zum Vorjahr gibt es in der Einschätzung der eigenen wirtschaftlichen bzw. finanziellen Situation. Zwölf Prozent erwarten einen persönlichen Wirtschaftsaufschwung, 21 Prozent rechnen damit, dass es eher in die andere Richtung geht, und 62 Prozent gehen von Business bzw. Vermögenslage as usual aus. Katastrophenstimmungen sehen anders aus.

Deutlich verändert hat sich die Erwartung, was das Ende der Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen des Lebens und Arbeitens betrifft. Vor zwölf Monaten hatten noch 61 Prozent der Befragten gesagt, dass sie im folgenden Kalenderjahr ein Ende erwarten. Derzeit sind es nur noch 47 Prozent. Erfahrung macht vorsichtig.

Von Vorsicht geprägt ist auch das Stimmungsbild, was die erwartete Performance der erneuerten Regierung unter Kanzler Karl Nehammer betrifft. 17 Prozent trauen sich noch kein Urteil zu. Nur elf Prozent glauben aber, dass es nach Kurz &Co. politisch noch weiter bergab gehen kann. Dabei gibt es einen Zusammenhang zwischen politischem und wirtschaftlichem Optimismus, sagt market-Expertin Birgit Starmayr: Wer generell zuversichtlicher ins nächste Jahr schaut, stehe auch "deutlich positiver" zu Nehammer als jene, die einen Abschwung erwarten.


Die Umfrage ist ursprünglich in der trend. EDITION, Dezember 2021 erschienen.

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Agatha Kalandra ist seit 2016 Partnerin und Leiterin des Management-Consulting-Teams von PwC Österreich und Member of the Management Board. Sie verfügt über einen MBA in Controlling und Finance und mehr als 25 Jahre Berufserfahrung. Ihr Fokus liegt auf Finance-Transformation, HR-Transformation und Sustainability.

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