ams kommt mit Übernahmeangebot für Osram langsam voran

ams kommt mit Übernahmeangebot für Osram langsam voran

Die Konzernchefs von ams und Osram sprechen in New York mit Spekulanten, deren Unterstützung sie nun brauchen. Hedgefonds und Arbitragehändler pokern aber um mehr Geld.

Graz/München. Auch im zweiten Anlauf, Osram zu übernehmen, kommt ams nur langsam voran. Das Übernahmeangebot des steirischen Sensor-Spezialisten ams für an die Aktionäre des deutschen Lichttechnikkonzern Osram scheint mäßig überzeugend zu sein. Bis Montagabend , drei Tage vor Ablauf der Übernahmefrist, haben acht Prozent der Osram-Aktionäre ihre Papiere angedient, wie ams am Dienstag mitteilte.

Einschließlich der knapp 20 Prozent, die die Österreicher selbst am Markt gekauft haben, kommen sie nun auf 28,85 Prozent. Bis Donnerstag (24 Uhr) muss ams 55 Prozent erreichen, sonst wäre auch ihr zweites Übernahmeoffert für Osram gescheitert.

Schlüssel zum Erfolg sind Hedgefonds und Arbitragehändler, die sich im Übernahmepoker Finanzkreisen zufolge mittlerweile knapp die Hälfte der Osram-Anteile gesichert haben. Sie pokern um mehr Geld - wenn nicht sofort, dann später, wenn ams seine Anteile in einem zweiten Schritt auf mindestens 75 Prozent aufstocken will.

Um die Spekulanten zur Annahme des Angebots zu bewegen, ist ams-Chef Alexander Everke in New York und London zu Gesprächen unterwegs. Am Montag hatte sich auch Osram-Chef Olaf Berlien in die Gespräche eingeschaltet. "Alexander Everke und ich arbeiten gemeinsam daran, dass das Angebot von ams für den Zusammenschluss erfolgreich ist und die Hedgefonds ihre Aktien einreichen", sagte er nach dem Treffen in New York.

Die Osram-Aktie [ISIN DE000LED4000] notiert aktuell bei 39,12 Euro mit 0,67 Prozent im Plus. ams bietet Osram-Aktionären pro Aktie 41 Euro. Das Angebot gilt bis 5. Dezember. Erst in der Vorwoche hatte ams bekräftigt den Angebotspreis nicht zu ändern. Ebenso soll die Mindestannahmeschwelle nicht unter 55 Prozent gesenkt werden. Sollte diese Schwelle erneut nicht erreicht werden, will ams "alle Optionen prüfen". Die kommenden 6 Monate würde ams jedoch kein weiteres Übernahmeangebot legen und auch keine weitere Osram-Aktien kaufen.

Die ams-Papiere [ISIN AT0000A18XM4] notierten am Dienstag bei 43,16 Euro mit um 1,91 Prozent schwächer als am Vortag.

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