Uber verkauft Roboterauto und Flugtaxi-Projekte

Corona raubt Uber die Fantasien: Der Taxi-Konkurrent hat sein Robotertaxi und sein Flugtaxi-Projekt abgegeben und konzentriert sich auf die Fahrdienst-Vermittlung und die Essenszustellung.

Uber verkauft Roboterauto und Flugtaxi-Projekte

Beim einstigen Start-up-Darling Uber ist die Luft ziemlich raus. Der seit August 2017 amtierende Uber-Chef Dara Khosrowshahi, der das Unternehmen im Mai 2019 an die Börse (ISIN US90353T1007) gebracht hatte, muss in der Corona-Pandemie weitere Sparmaßnahmen setzen und hat zwei Unternehmensteile abgestoßen, die einst zu den hochtrabenden Visionen zur Zukunft des Unternehmens als Vorreiter einer neuen Mobilität beigetragen haben.

Die Rede ist von den in Entwicklung befindlichen Robotertaxis, die ohne Fahrer Passagiere abholen und ans Ziel bringen hätten sollen und von "Elevate" - dem Flugtaxi-Dienst, mit dem Uber ebenfalls hochfliegende Pläne verfolgte.

Die kostspielige Entwicklung selbstfahrender gibt Uber an samt der dazugehörenden Abteilung an das Roboterwagen-Start-up Aurora ab. Mit einer Mitgift obendrein: Uber investiert 400 Millionen Dollar in Aurora, das als strategischer Partner Zugang zur Uber-Plattform bekommt.

Teurer Weg zum Robo-Taxi

Die Entwicklung eigener Technologie zum autonomen Fahren war vom Uber-Mitgründer und langjährigen Chef Travis Kalanick forciert worden. Er sah darin die Möglichkeit, Kosten zu sparen, wenn Computer Menschen am Steuer ersetzen. Stattdessen wurde die Entwicklung aber zum teuren Abenteuer.

Kalanick holte dafür Anthony Levandowski als Projektchef an Bord, einen prominenten Entwickler aus dem Roboterwagen-Projekt von Google. Der Internet-Konzern verklagte Uber daraufhin mit dem Vorwurf, Levandowski habe vertrauliche Informationen mitgehen lassen. In dem langen Rechststreit wurde Levandowski gefeuert und Uber musste sich verpflichten, keine Google-Technik zu nutzen.

Flugtaxi: Nur geträumt?

Mit "Elevate" wollte Uber schließlich seine Plattform zur Fahrdienst-Vermittlung auf Flugtaxis übertragen. Dazu sollten Landeplattformen und sonstige Infrastruktur gehören. Uber Elevate wird vom Flugtechnik-Entwickler Joby übernommen. Joby wollte ursprünglich seine Flugtaxis als einer der ersten Anbieter zum Jahr 2023 auf die Uber-Plattform bringen.

Khosrowshahi hatte zuvor bereits diverse Sparmaßnahmen ergriffen, dabei die Entwicklung der Roboterwagen-Technik jedoch bisher verschont. Die Corona-Pandemie brachte jedoch Quartal für Quartal neue Belastungen. Im vergangenen Vierteljahr gab es einen Verlust von 1,1 Milliarden Dollar, der Umsatz fiel um 18 Prozent.

Im Mai hatte sich Uber bereits von seinem Geschäft mit elektrischen Mietfahrrädern getrennt. Jetzt will sich Uber vor allem auf das Kerngeschäft mit der Fahrdienst-Vermittlung sowie die Essenszustellung konzentrieren. Nach großen Phantasien klingt das nicht mehr.

Christoph Weber, Head of Organization & Operations bei der Managementberatung Horváth in Österreich

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